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Deichmord Ein Rügen-Krimi von Peters, Katharina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.03.2017
  • Verlag: Aufbau-Verlag
eBook (ePUB)
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Deichmord

Die Toten von Rügen. Eine Terrorwarnung erschüttert Rügen. Offensichtlich gibt es einen Hinweis, dass ein Anschlag auf die Störtebeker-Festspiele geplant sein könnte. Die Anspannung ist groß, doch alle Ermittlungen gegen einen Hotelbetreiber verlaufen im Sand. Nur bei Romy Beccare bleibt ein mulmiges Gefühl zurück. Warum will jemand die Polizei in Alarmbereitschaft versetzen? Steckt vielleicht etwas anderes dahinter? Bei ihren Nachforschungen stößt sie auf mysteriöse Vermisstenfälle: Vor Jahren sind zwei junge Mädchen spurlos auf Rügen verschwunden... Ein neuer Fall für Kommissarin Romy Beccare - fieberhafte Ermittlungen an der Ostsee. Katharina Peters, Jahrgang 1960, schloss ein Studium in Germanistik und Kunstgeschichte ab. Sie ist passionierte Marathonläuferin, begeistert sich für japanische Kampfkunst und lebt am Rande von Berlin. An die Ostsee fährt sie, um zu recherchieren, zu schreiben – und gelegentlich auch zu entspannen. Aus der Rügen-Serie mit Romy Beccare sind "Hafenmord", "Dünenmord", "Klippenmord", "Bernsteinmord", "Leuchtturmmord", "Deichmord", "Strandmord" und "Fischermord" lieferbar. Mit der Kriminalpsychologin Hannah Jakob als Hauptfigur sind "Herztod", "Wachkoma", "Vergeltung", "Abrechnung" und "Toteneis" lieferbar. Aus der Ostsee-Serie sind "Todesstrand", "Todeshaff", "Todeswoge" und "Todesklippe" lieferbar.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 17.03.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841213013
    Verlag: Aufbau-Verlag
    Serie: Romy Becarre 6
    Größe: 4110 kBytes
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Deichmord

1

Kommissarin Ramona Beccare, genannt Romy, legte den Hörer auf und sah einen Moment schweigend zum Fenster hinaus. Sie konnte nach all der Hektik und Anspannung immer noch nicht glauben, dass es vorbei sein sollte - erst von null auf hundert, und nun umgekehrt.

Vor zwei Wochen hatte eine anonyme Mail eine interne Terrorwarnung ausgelöst und die Kommissariate in Bergen und Stralsund mitten in der Feriensaison in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Ein Terroranschlag auf Rügen? Das klang immer noch absurd - wie ein sehr schlechter, geschmackloser Scherz. Aber vielleicht lag genau darin der grundsätzliche Denkfehler. Wo Menschen lebten, konnte heutzutage ein derartiges Geschehen nicht mehr grundsätzlich ausgeschlossen werden - so ähnlich hatte sich der Leiter der Antiterroreinheit ausgedrückt, die nach erster Sichtung der Lage kurzfristig die Ermittlungen auf der Insel übernommen hatte. Und warum nicht auf Rügen, zum Beispiel während der Störtebeker Festspiele? Seit über zwanzig Jahren besuchten jährlich Zigtausende das Spektakel auf der Naturbühne Ralswiek. Menschen, die sich in der Idylle sicher und beschützt glaubten, zumindest vor dieser Art Gefahr - zu Unrecht, wie der Mailschreiber zum Ausdruck gebracht hatte.

Der hatte behauptet, dass er in einem Propaganda-Video einer Terrorgruppe, das Folterszenen von Geiseln zeige, einen Schulfreund wiedererkannt habe. Der Mann lebe in Ralswiek und arbeite in der Hotel- und Gaststättenbranche. Die Planung eines Anschlags auf die Störtebeker Festspiele, die alljährlich zwischen Ende Juni und Anfang September stattfinden, sei nicht auszuschließen.

Doch die fieberhaften Ermittlungen waren bisher erfolglos geblieben. Analysen von Propaganda-Videos und Recherchen zu Hotelbetreibern der Umgebung hatten keinen Treffer gebracht, nicht einmal einen brauchbaren Hinweis oder einen flüchtigen Verdacht. So ziemlich jeder Rüganer und alle Gäste zwischen Bergen und Neuenkirchen waren inzwischen durchgecheckt, einschließlich aller Mitarbeiter des Störtebeker-Events. Ebenso erfolglos war die Suche nach dem anonymen Mailschreiber verlaufen.

Der Leiter der Sondereinheit war schon nach kurzer Zeit davon überzeugt gewesen, dass die Behörden genarrt worden seien, wie es in Zeiten regelmäßiger Terrorwarnungen nicht außergewöhnlich sei, hatte aber dennoch eine gründliche Überprüfung vornehmen lassen - man konnte ja nie wissen. Nun werde man weiterhin die Augen offenhalten, aber für weitergehende Ermittlungen gebe es keinen hinreichenden Grund mehr.

Romy atmete tief durch. Sie war immer noch verstört, auch wenn der Spuk nun vorbei war und die Festspiele für dieses Jahr beendet waren. Sie war heilfroh, dass die Öffentlichkeit nichts davon erfahren hatte, und ging nach nebenan, um das Team zu informieren. Kollege Kasper Schneider, alteingesessener Rüganer und mit deutlich über sechzig der Älteste unter ihnen, reagierte erleichtert. Fine Rohlbart, Urgestein des Kommissariats und Mädchen für alles, nickte mit grimmiger Miene.

"Sag ich doch - da hat sich irgendein kranker Vollidiot einen Spaß erlaubt, und wir sind dem auch noch auf den Leim gegangen. Sollte der mir zufällig über den Weg laufen, werde ich ihm sehr nachdrücklich meine Vorstellungen von Humor klarmachen. Na, ihr wisst schon, was ich meine."

Und ob. Keine gute Idee, sich mit Fine anzulegen, dachte Romy. Sie hielt jede Wette, dass deren Vorfahren von den Wikingern abstammten, behielt diese Einschätzung aber auch nach mittlerweile gut drei Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit für sich. Fine nickte in die Runde und entschwand eilig nach nebenan, um dem hektischen Telefonklingeln ein Ende zu bereiten.

Romy sah Max an, der ihren Blick erwiderte und die Stirn runzelte, was sie nicht weiter verwunderte. Datenexperte Maximilian Breder dürfte der Einzige gewesen

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