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Dein Leben gegen meins Psychothriller von Constantine, Liv (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.03.2018
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Dein Leben gegen meins

Amber hat es satt, unsichtbar zu sein. Sie will Daphnes perfektes Leben, ihr Geld, ihre Häuser, doch vor allem will sie ihren Mann: den attraktiven und extrem erfolgreichen Jackson Parrish. Und sie wird nicht ruhen, bis sie Daphnes Platz eingenommen hat. Daphne hatte nicht immer Angst vor ihrem Mann. Doch seit Langem ist Daphnes Leben die Hölle. Bis sie eine neue Freundin findet: Amber. 'Dein Leben gegen meins steckt voller unerwarteter Wendungen. Man kann dieses Buch nicht aus der Hand legen.' Karin Slaughter 'Packend erzählt, hypnotisierend und gruselig! Einer der besten Thriller, den Sie dieses Jahr lesen werden.' Lee Child Liv Constantine ist das Pseudonym der beiden Schwestern Lynne und Valerie Constantine. Lynne Constantine lebt mit ihrem Mann, ihren Kindern und ihrem Hund in der Nähe von New York. Valerie Constantine verbringt einen Teil des Jahres in England und lebt den Rest des Jahres in Annapolis, Maryland. Sie schreiben bereits an ihrem nächsten gemeinsamen Buch.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 05.03.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959677271
    Verlag: HarperCollins
    Originaltitel: The Last Mrs. Parrish
    Größe: 1067 kBytes
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Dein Leben gegen meins

3

Galliger Neid saß wie ein Pfropf in Ambers Kehle, als das mondäne, direkt am Long Island Sound gelegene Anwesen allmählich in Sicht kam. Die weißen Eingangstore wichen zurück und gaben den Blick frei auf üppige Vegetation und Rosensträucher, die sich verschwenderisch über die unauffällige Umzäunung wanden. Die Villa selbst war ein weitläufiger, doppelstöckiger Bau, ganz in Weiß und Grau gehalten, und erinnerte sie an die eleganten Sommerhäuser auf Nantucket oder Martha's Vineyard, die sie aus Zeitschriften kannte. Majestätisch schlängelte sich das Anwesen an der Küstenlinie entlang und fügte sich anmutig in die Uferlandschaft.

Es war die Art von Haus, die man gut versteckt hielt, fernab der Blicke all jener, die es sich nicht leisten konnten, so zu leben. Das ist es, was Reichtum einem ermöglicht, sinnierte Amber, er verleiht einem die Mittel und die Macht, sich vor der Welt zu verbergen, wenn man will - oder muss.

Sie fuhr mit ihrem zehn Jahre alten blauen Toyota Corolla vor. Das Auto würde inmitten der neuesten Mercedes- und BMW-Modelle, die bald in Scharen auf den Hof rollen würden, lächerlich deplatziert wirken. Mit geschlossenen Augen saß sie einen Moment da, holte langsam und tief Luft und ging im Geiste noch einmal sämtliche Daten und Fakten durch, die sie sich in den letzten Wochen eingeprägt hatte.

Heute Morgen hatte sie sich mit Bedacht angezogen, das glatte braune Haar mit einem Schildpatt-Haarreif zurückgesteckt und ihr Make-up aufs Nötigste reduziert - nur ein Hauch von Rouge auf den Wangen und ein dezent getönter Lippenbalsam. Dazu trug sie einen ordentlich gebügelten, beigen Bleistiftrock und ein langärmliges weißes Baumwollshirt, beides Versandhausware aus einem L.L.Bean-Katalog. Ihre Sandalen waren robust und schlicht, praktische Schuhe ohne jeden Schnickschnack, in denen sie gut laufen konnte und die nicht die leiseste Spur von Weiblichkeit vermittelten. Die hässliche Brille mit dem klobigen Gestell, die sie in letzter Minute noch aufgetan hatte, komplettierte das gewünschte Erscheinungsbild. Als sie vor dem Verlassen ihres Apartments einen letzten Blick in den Spiegel geworfen hatte, war sie hochzufrieden gewesen. Sie wirkte langweilig, beinahe unscheinbar. Wie jemand, der niemals auch nur die geringste Gefahr darstellen würde. Für niemanden. Und schon gar nicht für eine Frau wie Daphne Parrish.

Auch wenn sie damit Gefahr lief, unhöflich zu sein, war Amber etwas zu früh gekommen. So hatte sie etwas Zeit mit Daphne allein und war schon vor den anderen Frauen da, was bei Vorstellungsrunden immer von Vorteil war. Die Stiftungsdamen würden sie als jung und nichtssagend abtun, ein emsiges Bienchen, das Daphne als Gehilfin auserkoren hatte, mehr nicht.

Amber öffnete die Autotür und trat auf den Schotter. Jeder einzelne Stein, der ihre Schritte abfederte, wirkte handvermessen, auf Reinheit und Gleichmäßigkeit geprüft. Für den Weg zum Haus ließ sie sich Zeit und studierte in aller Ruhe das Anwesen. Jetzt wurde ihr klar, dass dies der Hintereingang sein musste, die Vorderseite würde gewiss aufs Meer hinausgehen. Dennoch ragte eine beeindruckende Fassade vor ihr auf. Linker Hand befand sich eine weiße, mit den letzten Glyzinien des Sommers überrankte Gartenlaube, dahinter standen zwei lange Sitzbänke. Sie hatte natürlich von dieser Art Reichtum gelesen, in Magazinen und im Netz unzählige Bilder der Villen von Filmstars und Millionären betrachtet, doch dies war das erste Mal, dass sie eine von Nahem sah.

Sie erklomm die breiten Steinstufen zum Treppenabsatz und läutete. Durch die überdimensionierte, mit großen Facettenscheiben verglaste Tür sah man in einen langen Flur, der sich bis zur Vorderseite des Gebäudes erstreckte. Von hier aus konnte sie das strahlende Blau des Wassers erkennen, und dann stand Daphne plötzlich lächelnd da und hielt ihr die Tür auf.

"Wie reizend, dich zu sehen. Ich bin so froh, dass du kommen konntest", sagte

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