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Der Bundesbulle - Roman zur Krimi-Serie Der Mann für Sonderfälle von Hebel, Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.09.2017
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Der Bundesbulle - Roman zur Krimi-Serie

Bei einem Überfall auf einen Dortmunder Juwelier wird einem jungen Mädchen ins Gesicht geschossen. Ziemlich klarer Fall von Raubmord, so schien es. Doch klare Fälle wie dieser waren wenig geeignet, um meine neue Position als Ein-Mann-Soko zu rechtfertigen. Entsprechend hatte Joellenbeck vom BKA andere Pläne mit mir. Ich sollte einem Mann nachspüren, der nur ganz entfernt mit dem Fall in Verbindung gebracht werden konnte. Einem gefährlichen Mann zwar, der mit illegalen Spielclubs, Bars, Discotheken und Drogenhandel in Zusammenhang gebracht werden konnte, dem man aber bisher nicht viel nachweisen konnte. Einer kalten Spur also. Ich ging der Sache trotzdem nach - und schneller als mir lieb war, ging es nicht mehr nur um Raubmord, sondern auch um Waffenhandel, Terrorismus und die nationale Sicherheit ... Der Bundesbulle - Der Krimi-Klassiker mit Ruhrpottcharme. Die unveränderte Neuausgabe der Krimi-Serie 'Peter Mattek' von Peter Hebel aus den 90ern jetzt exklusiv als eBooks. Jede Folge ist in sich abgeschlossen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 233
    Erscheinungsdatum: 12.09.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732542840
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 2511 kBytes
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Der Bundesbulle - Roman zur Krimi-Serie

Prolog

"... bitten wir Sie, nicht mehr zu rauchen. Wir landen in wenigen Minuten in Schiphol. Captain van Veen und seine Crew verabschieden sich. Wir hoffen, Sie hatten einen angenehmen Flug, und würden uns freuen, Sie wieder an Bord der KLM begrüßen ..."

Das wehte regelrecht an Colonel Harry McCallums Ohr vorbei. Seine Gedanken waren mit anderen, ihm lebenswichtiger erscheinenden Dingen beschäftigt. Da war die Angst vor der bevorstehenden Landung. Was kaum einem anderen Menschen passiert war, war ihm widerfahren: ein Crash in Singapur. McCallum war einer von zwölf Überlebenden gewesen, die mit heilen Knochen und einem Schrecken davongekommen waren. Dann eine Notlandung in Madrid, die ihm ein gebrochenes Bein und leichte Verbrennungen eingebracht hatte - dazu den schlimmsten Anblick seines Lebens: verstümmelte und verbrannte Leichen, die man kaum noch als ehemals menschliche Wesen hatte identifizieren können.

Seit zehn Minuten schaukelte die DC-10 der KLM durch die bedrohlich schwarz aussehende Wolkendecke über Holland. Die kleinen Fenster waren regenverhangen. Aber auch ohne die dichten Regenschnüre wäre nichts zu sehen gewesen.

"Alles in Ordnung, Sir?"

Harry McCallum schreckte auf. Die in blau gekleidete Stewardess war groß und superschlank. Für seinen Begriff hatte sie das strenge Gesicht jener Frauen, die mit dem linken Bein zuerst auf die Welt gekommen waren. Sie versuchte zu lächeln, aber selbst das sah aus, als nage sie heimlich an einer Zitrone.

McCallum nickte.

"Die Stuhllehne, Sir."

McCallum drückte den Knopf. Die Lehne hob sich in

Normalpositur. Ob das etwas nutzte, wenn der Captain die Mühle doch nicht richtig runter bekam? Die verdammte Angst! McCallum versuchte, dagegen anzukämpfen und an etwas anderes zu denken. Daran, dass es auf dem Boden, in Amsterdam, schönere Frauen gab als dieses Sauerampfergesicht von Stewardess in ihrer blauen Uniform. McCallum schaute ihr nach. Gleichzeitig zog er mit den Füßen den Aktenkoffer heran, der im Sinkflug der Maschine halb unter den Sitz seines Vordermanns gerutscht war. Er bückte sich, hob ihn auf und wunderte sich erneut, wie schwer eine Million Dollar in Scheinen sein konnte.

Colonel Harry McCallum stellte den Koffer neben sich auf den freien Sitz, was ihm augenblicklich wieder den strafenden Blick der Stewardess mit dem Sauerampfergesicht eintrug. Diesmal ignorierte er ihn. Er ließ den Koffer stehen und drehte den Kopf demonstrativ zum regennassen Fenster.

Hin und wieder rissen die Wolken auf. Dann war das Lichtband der Autobahn zu sehen, dem die Maschine ein Stück folgte, bevor sie über den rechten Flügel abkippte und sehr schnell sackte.

Wie in Singapur oder Madrid?

Colonel Harry McCallum schüttelte den Kopf. Er hatte noch von keinem Menschen gehört, der dreimal einen Crash mitgemacht hatte. Und für so was Besonderes hielt sich der Engländer auch nicht, der im Rang eines Colonels stand und bei der MI 5 einen ausgezeichneten Namen hatte.

Max Claussen erwartete ihn in Amsterdam. Er kannte den Deutschen nur dem Namen nach. Er hatte das Bild des kleinen, dicklichen Mannes gesehen, der basedowsche Augen hatte und im Vergleich zu seinem rundlichen, Vertrauen einflößenden Vertretergesicht extrem schmale Lippen. So auffällig, dass man ihn unter Tausenden erkennen konnte. Aber gerade weil er so aussah, fiel er wahrscheinlich niemandem auf. Man schenkte ihm einen Blick und vergaß ihn danach wieder. Ihn zweimal anzusehen wäre eine Beleidigung gewesen.

Claussen wartete im Hilton in Schiphol. Dort sollte der erste Kontakt stattfinden. Wenn etwas schiefging, wenn irgendetwas nicht in Ordnung war, würde Claussen es ihm mitzuteilen wissen. In diesem Fall würde McCallum die nächste Maschine der Lufthansa nach Frankfurt nehmen, auf der um diese Zeit immer ein Platz zu bekommen war.

Eine Million Dollar verlangte Claussen als Informationshonorar für den Namen eines

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