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Der Colossus-Code Ein Juan-Cabrillo-Roman von Cussler, Clive (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.11.2019
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Der Colossus-Code

Um die Menschheit vor sich selbst zu schützen, muss sie versklavt werden! "Die neun Unbekannten" haben Colossus erschaffen, eine künstliche Intelligenz, die die Weltherrschaft übernehmen soll. Nur so, so glauben sie, kann man die Menschheit vor sich selbst retten. Allerdings hat einer von ihnen Zweifel. Er will seine ehemaligen Gefährten um jeden Preis aufhalten. Doch seine Konterpläne werden Millionen Menschen das Leben kosten. Beide Parteien nehmen für sich in Anspruch, die Welt zu retten - und gehen dafür über Leichen. Nur Juan Cabrillo und die Crew der Oregon können sie noch aufhalten. Seit er 1973 seinen ersten Helden Dirk Pitt erfand, ist jeder Roman von Clive Cussler ein "New York Times"-Bestseller. Auch auf der deutschen SPIEGEL-Bestsellerliste ist jeder seiner Romane vertreten. 1979 gründete er die reale NUMA, um das maritime Erbe durch die Entdeckung, Erforschung und Konservierung von Schiffswracks zu bewahren. Er lebt in der Wüste von Arizona und in den Bergen Colorados.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 576
    Erscheinungsdatum: 18.11.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641242497
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Shadow Tyrants (Juan Cabrillo 13)
    Größe: 3741 kBytes
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Der Colossus-Code

Prolog

KÖNIGREICH KALINGA
INDISCHER SUBKONTINENT
261 v. Chr.

Der Gestank von Rauch und verbranntem Fleisch schwängerte die Luft. Die Armee hatte ihr Hauptlager auf der anderen Seite der zerstörten Stadt aufgeschlagen. Einzig die Geräusche des ruhelosen Hufescharrens der Pferde der Imperialen Garde und das Knattern des kaiserlichen Löwenbanners waren im Wind zu hören.

"Wie viele Tote?", fragte Maurya-Kaiser Ashoka der Schreckliche seinen leitenden General, Kathar, der auf einem ebenholzfarbenen Hengst saß, der sich von Ashokas strahlend weißem Ross abhob und ihren Rangunterschied weithin sichtbar machte.

"Es ist ein grandioser Sieg, Exzellenz", sagte Kathar. "Während des gesamten Feldzugs haben wir nur zehntausend Männer verloren."

Seit einer Woche, die er durch das Land ritt, über das er herrschte, hatte Ashoka nichts als Tod und Zerstörung gesehen. Nun, da sie auf den Gipfel des dicht bewaldeten Hügels gelangten und auf die Überreste von Tosali, der Hauptstadt Kalingas, hinabblickten, erkannte er schließlich das wahre Ausmaß der Folgen des von ihm angezettelten Krieges, um das letzte Königreich auf dem Subkontinent zu zerschlagen, das sich noch weigerte, seine Herrschaft anzuerkennen. Die gesamte Stadt war niedergebrannt worden, und die einst fruchtbaren und wohlbestellten Felder waren nun mit Leichen übersät, soweit das Auge reichte.

Dass seine Armee zehntausend Gefallene zu beklagen hatte, bedeutete, dass jeder siebte Soldat im Kampf getötet oder verwundet worden war. Doch trotz der schweren Verluste war sie noch immer die bedeutendste Streitmacht südlich des Himalaja, möglicherweise sogar der ganzen Welt. Keine Armee konnte sich ihm widersetzen. Aber das war nicht das, was ihn in diesem Augenblick bewegte.

Ashoka wandte sich von dem bluttriefenden Schlachtfeld ab und sah seinen General an. "Ich meine, wie viele haben wir getötet?"

Kathar lächelte mit grausamem Stolz und ohne eine Spur von Reue wegen der nahezu vollständigen barbarischen Vernichtung eines ganzen Volksstamms. "Meine Offiziere berichten mir, dass wir einhunderttausend kalingische Soldaten ausgelöscht haben. Keiner wurde verschont. Die gleiche Anzahl von Bürgern wurde während der Plünderungen nach den Schlachten getötet oder verschleppt. Damit haben wir der Welt eine Lektion erteilt. Nun wird niemand mehr das Wagnis eingehen, sich uns zu widersetzen."

Ashoka erwiderte das Lächeln nicht. Anstatt auf seinen großen Triumph stolz zu sein, empfand er eine tiefe Scham, die schon seit Tagen wie eine eiternde Wunde in seinem Innern gärte. Da sie nicht gewillt waren, sich ihm zu unterwerfen, hatten sich die Bürger von Kalinga bis auf den letzten Mann, die letzte Frau und das letzte Kind gewehrt. Man hatte ihm berichtet, ganze Dörfer hätten es vorgezogen, freiwillig in den Tod zu gehen, um sich nicht den Misshandlungen durch seine randalierende Armee auszusetzen.

Sein Imperium erstreckte sich jetzt von Persien bis zum Gangesdelta. Den Ritt hatte er geplant, um sich einen Überblick über seine monumentalen Erfolge zu verschaffen. Doch was ursprünglich ein Triumphzug hätte sein sollen, hatte sich in einen Leidensweg der Schande verwandelt. Es war eine einzige sich ständig wiederholende Demonstration seiner Bösartigkeit und Verruchtheit, und sie veränderte seine Sicht auf die Welt grundlegend. Ashoka schwor sich, nicht zuzulassen, dass diese Grausamkeiten das einzige Vermächtnis sein würden, das er der Welt hinterließ.

Er verdiente den Titel Ashoka der Schreckliche. Er hatte grässliche Dinge getan, um seine Herrschaft als Kaiser zu sichern. Er hatte neunundneunzig seiner einhundert Halbbrüder getötet oder töten lassen, um zu verhindern, dass sie ihn stürzten. Allein seinen jüngeren Bruder Vit, der sein einziger Vertrauter und Berater war, hatte er verschont. Er hatte ein Gefängnis geschaffen - Ashokas Hölle -, in dessen Verliesen seine Kritiker und Widersacher

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