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Der goldene Zirkel Thriller von Berry, Steve (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.02.2019
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Der goldene Zirkel

Eine geheime Gesellschaft, ein wertvoller Schatz und ein Plan, der die USA an den Rand des Abgrundes bringen könnte ... Sie waren einst die größte und gefährlichste Geheimorganisation der USA. Jetzt, 160 Jahre später, bleibt von den Rittern des Goldenen Zirkels nur noch die Legende über deren immensen Goldschatz, der nie gefunden wurde. Doch dann tauchen zwei Splittergruppen der ehemaligen Ritter auf, die den Reichtum in ihren Besitz bringen wollen - und bereit sind, dafür über Leichen zu gehen. Obwohl er sich aus dem Geheimdienst zurückgezogen hat, wird Cotton Malone in diesen Wettlauf hineingezogen. Denn für ihn steht nicht nur die Sicherheit der USA auf dem Spiel, sondern etwas viel persönlicheres ... Steve Berry war viele Jahre als erfolgreicher Anwalt tätig, bevor er seine Leidenschaft für das Schreiben entdeckte. Mit jedem seiner hoch spannenden Thriller stürmt er in den USA die Spitzenplätze der Bestsellerlisten und begeistert Leser weltweit. Steve Berry lebt mit seiner Frau in St. Augustine, Florida.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 640
    Erscheinungsdatum: 18.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641232436
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Cotton Malone .12
    Originaltitel: The Lost Order (Cotton Malone 12)
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Der goldene Zirkel

Prolog

Washington, D.C.

24. Januar 1865

14.45 Uhr

Er registrierte die plötzliche Unruhe in der Miene seines Gastgebers. Ein ungewöhnlicher Anblick, wenn man Joseph Henrys gefestigten Ruf als führender amerikanischer Wissenschaftler bedachte - von seinem prestigeträchtigen Titel ganz zu schweigen.

Sekretär der Smithsonian Institution.

Er saß in Henrys kühlem Büro auf einer bequemen Ledercouch, und ihr geplantes Geschäft stand kurz vor dem Abschluss. Das Treffen war schon vor Wochen vereinbart worden und hätte eigentlich gestern stattfinden sollen, doch er hatte sich verspätet. Was nicht verwunderlich war, weil in Virginia, gleich auf der anderen Flussseite, ein Bürgerkrieg wütete, dessen Wut allerdings täglich nachließ. Seit Gettysburg hatte sich alles geändert: Über 250.000 Konföderierte Soldaten waren gefallen, 250.000 vegetierten in Kriegsgefangenenlagern der Nordstaaten dahin, und weitere 125.000 waren verkrüppelt oder verwundet. War ein Sieg des Südens bisher noch denkbar gewesen, so hatte es nun den Anschein, als habe die Konföderation endgültig ihren Zenit überschritten.

"Haben Sie das gehört?", fragte Henry.

Das hatte er tatsächlich.

Über ihren Köpfen war ein lautes Knirschen zu hören.

Das Büro befand sich in der ersten Etage hinter einem prachtvollen Buntglasfenster zwischen den beiden charakteristischen Türmen des Gebäudes.

"Es könnte auch einfach nur Eis vom Dach gerutscht sein", sagte er zu Henry.

Es war ein bitterkalter Tag. Der Potomac floss kaum noch und war von einer dichten Eisschicht bedeckt, die die Flussschifffahrt zum Erliegen gebracht und seine Anreise verzögert hatte. Es war nicht leicht gewesen, in die nördliche Hauptstadt zu gelangen. Der Regierungsbezirk war von Forts umringt, und überall befanden sich Truppenlager. Es herrschte erhöhte Sicherheitsstufe. Man kam nur unter Auflagen und erst nach einer Befragung hinein oder hinaus. Glücklicherweise verfügte er über die erforderlichen Empfehlungsschreiben, weshalb man ihn auch mit dieser Mission betraut hatte.

Schon wieder ertönte dieses Geräusch.

Dann noch einmal.

"Es könnte Eis sein", sagte Henry. "Ist es aber nicht."

Sein Gastgeber stand auf und eilte zur Tür seines Büros. Er folgte ihm in einen höhlenartigen, zweigeschossigen Lesesaal, an dessen Decke sich dichter Rauch sammelte.

"Das Haus brennt", schrie Henry. "Schlagt Alarm."

Der Vorsitzende hastete die Treppe ins Erdgeschoss hinunter. Normalerweise fiel Tageslicht durch das runde Dachfenster und erhellte den Raum, doch jetzt war es draußen düster und geradezu unheimlich geworden. Qualm verhinderte den Blick auf die Außenwelt und drang nach und nach in die Innenräume. Er hörte schwere Schritte, Türen wurden geöffnet und geschlossen, aufgeregte Rufe ertönten. Männer strömten ins Auditorium und flüchteten dann hinunter ins Erdgeschoss. Er rannte durch einen der Korridore zur angeschlossenen Gemäldegalerie, wo Gipsbrocken aus der Decke herunterregneten und den Blick auf Flammen freigaben, die schon den Dachstuhl und das Dach erfasst hatten. Einige der Ölbilder hatten Feuer gefangen. Er war selbst Maler, deshalb erschütterte ihn der Anblick. Hier schien die Feuersbrunst besonders heftig zu wüten, was womöglich Rückschlüsse auf den Brandherd erlaubte. Doch eilig verscheuchte er den Künstler aus seinem Schädel, fing an, wie ein Aufklärer zu denken, analysierte seine Optionen und zog seine Schlüsse.

Schwarzer Qualm sammelte sich zu dichten Rauchwolken.

Man konnte kaum noch atmen.

Er war auf persönlichen, geheimen Befehl von Präsident Jefferson Davis aus Richmond angereist. Dass er Joseph Henry kannte und mit der Smithsonian Institution vertraut war, hatte ihn für die Aufgabe prädestiniert. Es gab bereits Pläne für eine geheime Friedenskonferenz, die in zwei Wochen in Hampton Roads stattfinden sollte. Lincoln beabsichtigt

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