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Der König der Eifel Kriminalgeschichten mit und ohne Siggi Baumeister von Berndorf, Jacques (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.11.2014
  • Verlag: KBV Verlags- & Medien GmbH
eBook (ePUB)
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Der König der Eifel

25 Jahre Eifelkrimi 1989 erschien Jacques Berndorfs Roman "Eifel Blues". Damals konnte niemand ahnen, welche Erfolgsgeschichte damit ihren Anfang nehmen sollte. Skurrile Eifeler Typen und Abgründe menschlicher Tragödien Mit seinen Kriminalromanen um den Pfeife rauchenden Journalisten Siggi Baumeister begeistert Jacques Berndorf Krimifans im ganzen deutschsprachigen Raum. Dass er auch als Kurzgeschichten-Autor zu fesseln weiß, ist bisher weniger bekannt. Im zurückliegenden Vierteljahrhundert hat er eine stattliche Anzahl von short stories verfasst, die es in sich haben, und in diesem Buch finden Sie nun erstmals all diese gesammelten kleinen Kostbarkeiten. Begleiten Sie Siggi Baumeister und Kriminalrat Kischkewitz, und lernen Sie auch Jacques Berndorfs satirische Seite kennen. Ein glänzender Erzähler - auch in der kurzen Form! Jacques Berndorf ist das Pseudonym des 1936 in Duisburg geborenen Journalisten, Sachbuch- und Romanautors Michael Preute. Sein erster Eifel-Krimi, 'Eifel-Blues', erschien 1989. In den Folgejahren entwickelte sich daraus eine deutschlandweit überaus populäre Romanserie mit Berndorfs Hauptfigur, dem Journalisten Siggi Baumeister. Berndorf setzte mit seinen Romanen nicht nur die Eifel auf die bundesweite Krimi-Landkarte, er avancierte auch zum erfolgreichsten deutschen Kriminalschriftsteller mit mehrfacher Millionen-Auflage. 2003 erhielt er vom 'Syndikat', der Vereinigung deutschsprachiger Krimi-Autoren, den 'Ehren-Glauser' für sein Lebenswerk. Von Jacques Berndorf sind bei KBV die Siggi-Baumeister-Krimis 'Der letzte Agent', 'Requiem für einen Henker', 'Der Bär' und 'Mond über der Eifel', 'Die Nürburg-Papiere' und 'Die Eifel-Connection' erschienen sowie 'Der Monat vor dem Mord' ein Manuskript aus dem Jahr 1972, geschrieben für den 'stern', der damals noch Woche für Woche einen Kriminalroman veröffentlichte. Im Herbst 2012 erschien 'Eifel-Bullen' und im Herbst 2013 mit 'Eifel-Krieg' der 22. Fall um den legendären Ermittler Siggi Baumeister und seine Freunde Emma und Kriminaloberrat a.D. Rodenstock. Außerdem ist Berndorf Herausgeber der KBV-Kurzkrimisammlung 'Mords-Eifel', 'Tatort-Eifel' und 'Tatort Eifel 2'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 17.11.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954412129
    Verlag: KBV Verlags- & Medien GmbH
    Serie: KBV Krimi .24
    Größe: 742 kBytes
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Der König der Eifel

Döppekooche

Als die Nachricht kam, jemand habe die alte Theresia Mockenhoff erschlagen, steckte ich gerade knietief in einem doppelten Espresso bei Thea Greif im Kleinen Landcafé und freute mich des Lebens.

"Du wirst es nicht glauben", röhrte Rodenstock, "aber jemand hat in Walsdorf die alte Mockenhoff erschlagen. Einfach so, am helllichten Morgen, vor ungefahr zwei Stunden. Wahrscheinlich mit einer alten Milchkanne. Wer macht sowas?"

"Wenn du eine Antwort kriegst, hast du den Mörder", sagte ich nicht sonderlich interessiert. "Ist denn irgendetwas geklaut worden? Oder hat jemand ihr Bargeld erobert? Und gleich noch eine Frage: Wer, zum Teufel, war denn Theresia Mockenhoff?"

"Das war die mit dem ewig betrunkenen Sohn, du weißt schon: Stubbi, die Flasche."

"Keine Ahnung. Es gibt eine Million Stubbis in der Eifel."

"Du lebst auf einem anderen Stern. Jeder kennt die Geschichte. Emma ist gerade da und kümmert sich um die Tochter."

"Und die Tochter ist fünfundsiebzig und weint herzzerreißend."

"Du bist ... du bist eine Nulpe, wenn man dir so zuhört."

"Das macht mich so bezaubernd. Warum ist denn Emma dahingefahren?"

"Weil wir doch immer Kartoffeln von Theresia Mockenhoff kriegen", antwortete er einfach.

"Noch einmal: Hat jemand irgendetwas geklaut? Ihr Bargeld erobert?"

"Nichts geklaut. Die alte Frau war in der alten, leeren Scheune. Warum, weiß kein Mensch. Dann ist jemand gekommen und hat sie erschlagen."

"Warum rufst du mich an?"

"Fahr hin und sieh mal nach."

"Rodenstock, das ist rücksichtslos, das ist Arbeit."

"Tu was für deine Rente."

"Ja, ja."

Der Espresso war jetzt sowieso kalt, also zahlte ich und ging.

Der Tag war typisch für diesen Eifler Sommer. Eine Menge Wolken am Himmel, manchmal für Minuten die Sonne, immer ein kühler Wind, immer die Hoffnung, es könnte doch mal richtig warm werden.

Der Hof lag rechts von der Bundesstraße auf der Strecke von Hillesheim her, dicht oben am Abbaugebiet der Vulkanasche. Zu fragen brauchte ich nicht. Je näher der Tatort heranrückte, desto mehr Autos säumten die Straße, bis ich den Technikwagen der Mordkommission sah. Er war achtlos in die Einfahrt eines Feldweges gefahren worden, wahrscheinlich brauchte man ihn gar nicht.

Es war ein Trierer Einhaus. Alles unter einem Dach, in einer Front gebaut. Das Wohnhaus, in gleicher Flucht die große Scheune, irgendwo dazwischen die Stallungen, wahrscheinlich um 1870, hochgezogen aus massiven Feldsteinen, Mauern um die sechzig bis achtzig Zentimeter stark, kühl im Sommer, wärmend im Winter.

Der Leiter der Mordkommission, Kriminalrat Kischkewitz, stand neben dem Scheunentor und machte einen phlegmatischen, traurigen Eindruck.

"Du kommst umsonst", sagte er. "Das Ding ist eigentlich nichts. Wahrscheinlich ist ein Penner vorbeigekommen, wollte ein Trinkgeld, wurde ausgeschimpft und hat wütend zugeschlagen."

Die Limousine eines Bestatters kam herangefahren.

"Stimmt das mit der Milchkanne?"

"Das stimmt. Da standen zwei Kannen. Er hat die schwerere benutzt, er muss wütend gewesen sein. Die Dinger sind unhandlich und schwer. Emma ist auch da."

"Und nichts gestohlen?"

"Nichts. Der Täter war nicht einmal im Wohnhaus. In der Küche lag ihr Geldbeutel auf dem Tisch, ziemlich gut gefüllt. Alles noch da."

"Hat sie die Milchkanne gegen den Kopf gekriegt?"

"Hat sie. Mit ziemlicher Wucht. Sie wird nichts gespürt haben."

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