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Der Kommissar und die Morde von Verdon Philippe Lagarde ermittelt von Dries, Maria (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.05.2017
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)
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Der Kommissar und die Morde von Verdon

Commissaire Lagarde in Südfrankreich. Der geplante Urlaub von Philippe Lagarde und seiner Lebensgefährtin Odette fällt ins Wasser. Nachdem der Ehemann von Odettes Freundin in der Schlucht von Verdon verunglückt ist, reisen sie zur Beerdigung. Obwohl die Polizei von einem Selbstmord ausgeht, ist die Witwe sicher, dass ihr Mann ermordet wurde. Als sich Ungereimtheiten häufen, kommen auch Lagarde Zweifel an der Geschichte. Warum jedoch sollte die Polizei einen Mord vertuschen? Und dann gibt es einen weiteren Toten: Auch der Bürgermeister des Ortes verunglückt in der Schlucht von Verdon ... Spannende Ermittlungen vor der Kulisse des Lac de Sainte-Croix. Maria Dries wurde in Erlangen geboren und hat Sozialpädagogik und Betriebswirtschaftslehre studiert. Heute lebt sie mit ihrer Familie in der Fränkischen Schweiz. Schon seit vielen Jahren verbringt sie die Sommer in der Normandie. Im Aufbau Taschenbuch sind bisher ihre Krimis "Der Kommissar von Barfleur", "Die schöne Tote von Barfleur", "Der Kommissar und der Orden von Mont-Saint-Michel", "Der Kommissar und der Mörder vom Cap de la Hague", "Der Kommissar und der Tote von Gonneville", "Der Kommissar und die Morde von Verdon", "Der Kommissar und die verschwundenen Frauen von Barneville", "Der Kommissar und das Rätsel von Biscarrosse" sowie "Der Kommissar und das Biest von Marcouf" erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 17.05.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841213167
    Verlag: Aufbau Verlag
    Größe: 4994 kBytes
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Der Kommissar und die Morde von Verdon

D as Haus der Familie Laurent lag etwas abseits vom Dorf Les Salles-sur-Verdon auf einem Hügel über dem See. Der Ausblick war überwältigend. Die glatte türkise Wasseroberfläche glitzerte in der Sonne. Inmitten des Sees erhob sich eine kleine bewaldete Insel, die unbewohnt war. Schroffe weißgraue Kalkfelsen, lichte Pinienhaine, blühende Ginsterbüsche und helle Kieselstrände prägten das Landschaftsbild.

Die sandfarbene Villa der Laurents glich eher einem kleinen Schloss. Der Grundriss war quadratisch, jede der vier Ecken wurde von einem schlanken Turm flankiert. Das flache Ziegeldach war rot, ebenso die Hauben der Türme. Eine hohe Mauer umgrenzte den weitläufigen Park, in dem sich Zypressen, Schirmpinien und Zedern erhoben.

Mélanie Laurent saß auf der Terrasse unter einer Markise. Vor ihr, auf einer großen Sperrholzplatte, stand das Modell, an dem sie gerade arbeitete. Das Dorf, das entstehen sollte, verfügte bereits über einige Häuser, einen Brunnen und einen Friedhof. Die einzelnen Elemente waren aus kleinen flachen Korkteilen detailgetreu gefertigt. An den Fenstern flatterten schneeweiße Gardinen, am Brunnenaufbau hing ein winziger Blecheimer, und zwei Gräber waren mit rosa Miniaturrosen geschmückt. Sie war gerade dabei, einen Dachziegel aus rot lackiertem Kork aufzukleben, als ihre Pflegerin auf die Terrasse kam.

"Cédric ist da, Méla. Soll ich euch Kaffee und Kuchen bringen? Die Köchin hat Schokoladentarte gebacken."

"Gerne, Bernadette, und Wasser bitte. Es ist so heiß heute."

Cédric, ein großer, kräftiger, gutaussehender Mann, trat auf die Terrasse. Er begrüßte Mélanie mit einem liebevollen Kuss auf die Wange.

"Wie geht es dir, Schwesterherz?", erkundigte er sich.

"Gut, danke." Sie griff nach einem weiteren Korkteilchen. Cédric betrachtete stirnrunzelnd das unfertige Dorf auf der Platte, die fast den gesamten Tisch einnahm, und setzte sich. Die Pflegerin kam mit einem beladenen Tablett und stellte es auf der Sitzfläche eines Stuhles ab.

"Danke schön, Bernadette. Wir bedienen uns selbst."

Mélanie lächelte sie an. Dann schenkte sie für Cédric und sich Kaffee ein und legte Kuchenstücke auf die Teller. "Ich freue mich, dass du da bist und mir ein wenig Gesellschaft leistest", sagte sie. "Lass es dir schmecken."

Nachdenklich betrachtete sie ihr Werk aus Kork. Kuchen und Kaffee hatte sie vergessen. "Was meinst du, Cédric? Soll ich die Schindeln für das Kirchendach ockerfarben lackieren oder lieber sandfarben? Ich bin auch am Überlegen, ob ich nicht eine winzige Glocke gießen lasse. Ganz originalgetreu. Bei den Glocken, die man im Laden für Kunsthandwerk kaufen kann, handelt es sich um Kinderspielzeug aus Blech. Das finde ich unangemessen."

Sie erwartete keine Antwort und zupfte gedankenverloren eine Gardine zurecht. "Mit dem Brunnen bin ich nicht zufrieden. Ich denke, ich werde dafür silbern glitzernde Kieselsteine am Seeufer sammeln." Kurz war sie wieder bei ihm und sah ihn mit ihren ernsten blauen Augen an. "Keine Sorge, Bernadette wird mich natürlich begleiten." Mélanie griff nach einem feinen Pinsel und tauchte die Spitze in ein Lackdöschen. Die Zungenspitze erschien zwischen ihren Lippen, so konzentriert arbeitete sie. Cédric kam sich völlig überflüssig und unbeachtet vor und verlor die Geduld. "Méla, rede mit mir!" Seine Stimme klang eine Nuance zu scharf und zu laut. Sie fuhr zusammen und starrte ihn erschrocken an.

Ungehalten deutete er auf das Miniaturdorf. "Hör doch endlich auf damit. Das macht doch keinen Sinn. Wie viele Modelle verstauben bereits auf dem Dachboden? Dreißig? Vierzig? Du baust sie aus Legosteinen, Knetmasse, Streichhölzern, Ton, Pappmaché, Spielmais, Plastilin und was weiß ich alles noch. Das muss ein Ende haben. Es tut dir nicht gut."

Sie hörte nicht zu und lackierte den Pfosten eines Gartenzaunes flaschengrün.

"Wir könnten eine kleine Reise unternehmen. Was meinst du? Das würde dir be

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