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Der letzte Sprung Harz Krimi von Lange, Roland (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.06.2015
  • Verlag: Prolibris Verlag Rolf Wagner
eBook (ePUB)
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Der letzte Sprung

Nur noch wenige Tage bis zum Burgturnier in Nörten-Hardenberg. Da explodieren auf dem Gelände Molotowcocktails. Verbergen sich hinter dem Brandanschlag radikale Tierschützer, die mit gewaltsamen Mitteln auf ihr Anliegen aufmerksam machen wollen? Oder steckt noch mehr dahinter? Ist vielleicht sogar das Leben von Menschen in Gefahr? Die Veranstalter sind alarmiert. Der Star des Turniers hingegen, der international gefeierte Spring reiter Clément, zieht sich in sein Ferienhaus im Südharz zurück. Denn gerade erst ist seine Freundin in den Serpentinen hinunter nach Osterode tödlich verunglückt. Und es gibt immer mehr Hin weise, dass sich hinter dem Unfall ein Mord verbergen könnte. Was ist los in der Reitsportszene? Kommissar Behrends von der Northeimer Kripo wird eingeschaltet. Es trifft sich gut, dass seine Frau VIP-Tickets für das Burgturnier gewonnen hat. So hat er Gelegenheit, unbemerkt zu ermitteln. Mit Entsetzen begreift er, in welcher Gefahr Reiter und Publikum schweben. Wird er mit seinem Team die Katastrophe verhindern können?

Roland Lange, Jahrgang 1954, studierte in Hamburg Geodäsie. Er arbeitete im Katasteramt in Osterode am Harz. Seit 2014 widmet er sich ausschließlich dem Schreiben von Romanen, Liedtexten und Theaterstücken. Seine besondere Leidenschaft gilt dem Krimi. Der letzte Sprung ist nach Brockendämmerung, Die Goldregen-Intrige, Todesstreifen und Höhlenopfer sein fünfter Harz Krimi im Prolibris Verlag. Roland Lange ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS) und im Syndikat, der Vereinigung deutsch-sprachiger Krimiautoren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 255
    Erscheinungsdatum: 15.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954751129
    Verlag: Prolibris Verlag Rolf Wagner
    Serie: Ingo Behrends Bd.5
    Größe: 1649kBytes
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Der letzte Sprung

2.

Zehn Jahre später

Kriminalhauptkommissar Ingo Behrends zuckte heftig zusammen, als die Tür zu seinem Büro mit einem Ruck aufgerissen wurde. "Mein Gott, Tim, musst du denn hier so reinplatzen?", rief er seinem Kollegen entgegen, der ihm aufgeregt mit einer Aktenmappe zuwedelte.

"Du glaubst es nicht!", krächzte Kommissar Tim Seidel, ohne auf Behrends' Vorwurf einzugehen, und stürzte auf dessen Schreibtisch zu.

"Was? Was glaube ich nicht?"

"Der Unfall in Lerbach!"

Behrends zog die Stirn kraus, überlegte einen Moment: "Die Frau, die mit ihrem Wagen ungebremst über die Leitplanke geschossen ist?"

"Richtig. Wie du ja weißt, habe ich ..." Seidel riss mitten im Satz seine freie Hand vor den Mund und wurde im selben Augenblick von einem heftigen Hustenanfall geschüttelt.

"Du solltest langsam mal was dagegen tun", mahnte Behrends, als das Husten abebbte. "Ich könnte Katrin fragen ..."

Seidel schüttelte seinen hochroten Kopf: "Lass mal", entgegnete er heiser, "ist schon viel besser geworden in den letzten Tagen."

"Wirklich? Das ist mir gar nicht aufgefallen. Aber wenn du meinst." Behrends seufzte. Er verstand seinen Kollegen nicht. "Also, was ist jetzt mit dem Unfall? Was haben wir damit zu tun?"

"Ungebremst, hast du eben gesagt." Seidel strahlte, als habe er im Lotto gewonnen.

"Ja, ich weiß", Behrends begann, ein wenig ungeduldig zu werden, "bitte, komm zur Sache."

"Ich hatte ja von Anfang an so meine Zweifel an der Unfalltheorie." Seidel zog lässig einen der beiden Besucherstühle zu sich heran und warf sich siegessicher darauf.

"Womit du dir nicht überall Freunde gemacht hast", erinnerte ihn Behrends. "Du hast deine Nase ziemlich tief in die Angelegenheiten der Kollegen gesteckt, was die gar nicht gut fanden." Er hatte immer noch die aufgebrachte Stimme am anderen Ende des Telefons im Ohr, die ihn als Seidels Vorgesetzten aufforderte, sich seinen Mitarbeiter vorzuknöpfen und zurechtzuweisen. "Die hatten verschiedene Annahmen, warum die Frau ins Tal gestürzt ist, ohne dass sie versucht hat, den Wagen vorher abzubremsen. Fremdeinwirkung gehörte nicht dazu. Es gab keine entsprechenden Anhaltspunkte. Weder am Auto, noch sonst. Dein Gequengel ist denen jedenfalls ganz schön auf den Wecker gegangen."

"Tja, aber wie es aussieht, hatte ich Recht." Seidel räusperte sich und tippte auf die Mappe. "Möglicherweise geht uns die Geschichte doch etwas an."

"Wieso das jetzt?" Behrends zog überrascht die Augenbrauen hoch.

"Mordanschlag."

"Mordanschlag? Wie willst du diese Behauptung belegen?"

"Dann lies das hier mal." Seidel stand auf und legte die Mappe geöffnet vor Behrends auf die Schreibtischplatte. "Die Kollegen von der Spurensicherung haben jetzt doch Hinweise gefunden, dass an dem Auto manipuliert wurde."

"Ich denke, sie haben den Unfallwagen absolut gründlich daraufhin untersucht und nichts gefunden. Woraufhin du sie mit allerlei wüsten Behauptungen genervt hast. Unter anderem auch mit deiner Mordtheorie."

Seidel nickte. "Stimmt. Aber ich war anscheinend nicht der Einzige, dem die Sache keine Ruhe gelassen hat. Die haben da einen Neuen in ihren Reihen. Ein absoluter Computer-Freak."

"Ach nee! Hätte nicht gedacht, dass es in unserem Verein außer dir noch so 'nen Verrückten gibt", unterbrach ihn Behrends grinsend.

Seidel zog die Mundwinkel ein wenig nach unten. "Mach dich ruhig lustig", maulte er. "Du solltest mir lieber dankbar sein, dass ich ab und zu mal über den Tellerrand blicke, genau wie Stefan Haertel, der Neue bei den KTU'lern." /

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