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Der Plan Gottes Köln-Thriller von Billig, Guido (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.05.2014
  • Verlag: BLITZ-Verlag
eBook (ePUB)
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Der Plan Gottes

Köln. Der Mathematiker Johannes Berger wird ermordet in seiner Wohnung aufgefunden. Hauptkommissar Sander von der Kölner Mordkommission nimmt die Ermittlungen auf und stößt auf merkwürdige Hinweise. Steht der Tod des Mathematikers in Zusammenhang mit den größten Geheimnissen vergangener Jahrtausende?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 30.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783957193094
    Verlag: BLITZ-Verlag
    Größe: 2625 kBytes
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Der Plan Gottes

-2-

Der Geruch von nassem Teer strömte durch das offene Fenster von Sanders Wagen. Er hielt auf dem Parkplatz des Präsidiums, stieg aus und schritt auf den Haupteingang des Gebäudes zu. Die fast subtropische Schwüle, die sich bereits in den frühen Morgenstunden über die Stadt gelegt hatte, setzte ihm ordentlich zu, und der Gedanke, schwitzend an seinem Schreibtisch zu sitzen und den lästigen Papierkram erledigen zu müssen, der mit dem neuen Fall auf ihn wartete, bereitete ihm Unbehagen.

Schließlich betrat er sein Büro und steuerte die Kaffeemaschine an.

"Morgen, Chef", grüßte Fries und gähnte. Sein äußeres Erscheinungsbild schien seiner körperlichen Verfassung zu entsprechen.

Sander ergriff die dunkelblaue Tasse, die er von seiner Tochter Lea zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte, als sie gerade zehn Jahre alt gewesen war. Das Netz aus feinen dunklen Haarrissen, das sich mit der Zeit in ihrem Inneren gebildet hatte, versank nun in den Fluten des heißen Kaffees, den der Hauptkommissar hineingoss. Er inhalierte den aromatischen Duft und erwiderte schließlich den Gruß. "Was gibt's Neues?"

Fries streckte seinen Rücken durch und begann, aus seinen handschriftlichen Notizen vorzulesen. "Also ... Johannes Berger, geschieden, keine Kinder. Vor drei Jahren verlor er seinen Job bei einer großen Versicherung hier in Köln. Kurze Zeit später ließ sich seine Frau von ihm scheiden. Seitdem arbeitete er in einem Supermarkt als Aushilfskraft."

"Wie bitte? Doktor der Mathematik ... und dann Regalauffüller im Supermarkt?" Sander war irritiert und nippte an seiner Tasse.

"Anscheinend hat er das Pferd von hinten aufgezäumt", antwortete Fries mit einem Grinsen.

Sander hingegen blieb ernst. "Wie meinen Sie das?"

"Na ja, Sie kennen doch den Spruch vom Tellerwäscher zum Millionär ..."

Der Hauptkommissar verdrehte die Augen. "Sparen Sie sich Ihre eigenartigen Scherze für zu Hause auf und konzentrieren Sie sich auf den Fall!"

Das spöttische Lächeln verschwand aus Fries' Gesicht.

Sander nahm eine Akte zur Hand und begann darin zu blättern. "Was haben Sie sonst noch über das Opfer herausgefunden?"

"Berger verfügte offenbar über einen herausragenden Intellekt, der es ihm ermöglichte, seine Schulzeit um Jahre zu verkürzen", fuhr Fries fort. "Das Studium der Mathematik schloss er dann auf der Überholspur weit vor seinen Kommilitonen mit Traumnoten und Auszeichnung ab. Gleich nach der Uni erhielt er eine lukrative Anstellung bei einer Versicherung. Dann hat er geheiratet. Nach zwölf Jahren kam die Trennung. Seit der Scheidung lebte er sehr zurückgezogen in einer Zweizimmerwohnung in der Goltsteinstraße. Seine Vermieterin kann sich nur vage daran erinnern, dass Berger in dieser Zeit überhaupt Besuch hatte, und wenn, dann höchstens drei- oder viermal, wobei sie betonte, dass sie von Natur aus nicht neugierig sei. Die Substanz eines Altbaus sei ja bekanntermaßen sehr geräuschdurchlässig." Wieder grinste Fries abfällig.

"Haben Sie irgendwas über seine Krankheitsgeschichte?", hakte Sander nach.

"Noch nicht, aber wir arbeiten daran."

"Dann will ich Sie nicht davon abhalten."

Die Tür des Büros öffnete sich einen Spaltbreit, und Lea streckte ihren Kopf herein. "Störe ich?", flüsterte sie ihrem Vater zu.

Sanders Stimmung hellte sich sofort auf. "Kleine, du störst nie! Komm rein." Er trat hinter seinem Schreibtis

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