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Der Seelenverkäufer von Bormes, Tracy Sue (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.02.2016
  • Verlag: novum pro Verlag
eBook (ePUB)
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Der Seelenverkäufer

Kriminalkommissar Thomas Terenz und seine Frau bekommen ihr drittes Kind, die ersten zwei sind kurz nach der Geburt verstorben. Und auch dieses scheint eine lebensbedrohliche Krankheit zu haben, wird ihnen in der Klinik mitgeteilt. Chefarzt Dr. Sievers betreut sie persönlich und nimmt Anteil am Schicksal der Familie. Um sich abzulenken, stürzt sich Terenz auf seinen neuesten Fall: Im Stadtpark wurden vier Kinderleichen gefunden, die Spuren schwerer Misshandlungen aufweisen. Er setzt nun alles daran, den Täter zu finden. Die Hinweise lassen auf einen ausgeklügelten, gut vernetzten Pädophilenring schließen. Doch wer ist der Kopf der 'Seelenverkäufer'? Wem kann der Kommissar jetzt noch vertrauen - und ist auch sein eigenes Kind in Gefahr? Auch die junge Miljana ist ein Opfer der Menschenhändler. Als sie schwanger wird, kümmert sich ein Arzt um sie. Sein Name: Dr. Sievers ... Tracy Sue Bormes wuchs in Bergkamen auf. Im Jahr 2012 absolvierte sie dort ihr Abitur und studiert seitdem Rechtswissenschaften, mit Schwerpunkt Verwaltungsrecht, an der Universität Bielefeld. Seit 2009 gibt sie Nachhilfe in verschiedenen Instituten und einer Sprachschule. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt dabei auf der Mathematik, sie unterrichtet aber auch Deutsch und Biologie. Im Jahr 2015 hat sie auch, im Wege einer Fortbildung, in der JVA Herford unterrichtet. Zudem hat sie eine Vorliebe für das Reisen. Sie besuchte Länder in Afrika, Europa und Asien. Neben dem Studium und dem Schreiben legt sie ein besonderes Augenmerk auf die Welt der Haie. Auch sportlich war sie jahrelang aktiv. Sie schwamm sechs Jahren im Verein, war im Handballclub HC TuRa Bergkamen aktiv und war mehrere Jahre Bogenschützin.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 294
    Erscheinungsdatum: 18.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783990483251
    Verlag: novum pro Verlag
    Größe: 702 kBytes
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Der Seelenverkäufer

1. Kapitel

Die Vergangenheit kann nicht geheilt werden.

(Queen Elizabeth I.)

Thomas Terenz und Kimberly Terenz

Und schon wieder saß ich hier. Auf demselben abgenutzten Stuhl, auf dem ich auch die letzten Male gesessen hatte - zumindest fühlte er sich genauso an. Die Lehne, an die ich meinen Rücken presste, fühlte sich an, als ob sie jeden Moment abbrechen würde, wenn sie nicht an die Wand gelehnt wäre. Der blaue Stoff mit dem orangen Rautenmuster hatte an einigen Stellen kleine Löcher, in denen der gelbe Schaumstoff zum Vorschein kam. Dabei fiel mir wieder einmal auf, wie gut der gelbe Schaumstoff zu den orangen Rauten passte. An den metallenen Füßen des Sitzes befanden sich halb abgerissene Aufkleber der letzten Fußballweltmeisterschaft. Ich legte meine Unterarme sich kreuzend auf meine Oberschenkel, senkte den Kopf und schloss meine Augen. Mir schossen Tausende und Abertausende Gedanken durch den Kopf, einer schlimmer als der andere. Ich wollte nicht daran denken, dass wieder etwas schiefgehen könnte. Das würde ich nicht mehr überstehen, und noch viel schlimmer würde es meine Frau treffen. Wenn gleich die Flügeltür aufginge und der Arzt herauskäme, mitfühlend den Kopf schüttelte und ich in seinen ehrlichen Augen die Worte "Es tut uns sehr leid, Herr Terenz" läse. Und ich durch die Flügeltür ginge und meine Frau daliegen ... "Nein", schrie ich laut und hob den Kopf, um mich selbst aus meinen Gedanken zu reißen. Ich öffnete langsam wieder die Augen und bemerkte, dass sich noch zwei andere Männer in die kleine Nische zu mir gesellt hatten. Einer der Männer stand vor der Sitzreihe, die in einer U-Form platziert war. Er hatte einen hellblauen Anzug an, der nicht sehr gut an seinen Körper passte. Er wirkte am Rumpf zu groß, schien aber an den Schultern wieder zu eng zu sein. Das weiße Hemd, das er unter der Jacke des Anzuges trug, schien auch seine besten Tage hinter sich zu haben. Das ehemalige weiße Hemd wich einem ausgewaschenen Grau. Zudem schien es dem Mann auch zu klein zu sein, da die Knöpfe einem das Gefühl gaben, sie rissen jeden Moment ab. Die Hose zu der hellblauen Jacke war verwaschen und hatte unterhalb des rechten Knies ein kleines Loch, welches ich nur sehen konnte, da seine Hose genau dort eine Falte schlug. Seine Schuhe waren im Vergleich zu dem Anzug wohl neu. Es waren typische Schuhe, die man anzog, wenn man einen Anzug trug. Schwarz, schlicht, zum Schnüren. Seine braunen Haare waren so gekämmt, dass sie den leichten Ansatz einer kahlen Stelle an seinem Hinterkopf verbergen sollten. Der andere Mann saß mir vor Kopf. Er schien sehr nervös zu sein. Er bewegte seine rechte Fußferse immer wieder auf und ab, in einem wohl unbewussten -Takt. Er hatte schwarzes, längeres Haar, welches ihm ungefähr bis zur Schulter hing. Es sah sehr strähnig aus, als hätte er es einige Zeit nicht gewaschen. Dazu passten auch seine nicht zu übersehenden Augenringe. Seine Ellenbogen waren so auf seinen Oberschenkeln platziert, dass er sein Kinn in seine Handflächen legte. Seine Finger reichten über die Wange bis in seine Haare, wo er sich eine Haarsträhne nahm und damit spielte. Seine ganze Kleidung ließ darauf schließen, dass er diese schon länger trug. Beide hatten mich auch gemustert, so wie ich sie gemustert hatte. Ich fragte mich, zu welchem Urteil sie gekommen waren.

Was sehen sie, wenn sie mich sehen? Einen 191 cm großen Mann, mit braunen, kurzen Haaren, einer leicht ausgewaschenen blauen Jeans und einem roten Langarmshirt und dazu weiße, schlichte Turnschuhe. Ich fragte mich, ob die letzten paar Tage auch bei mir Augenringe hinterlassen haben.

Fragen über Fragen, die mich beschäftigten. Ich schob den Ärmel meines Poloshirts hoch, um auf meine Armbanduhr zu sehen. Es war der 14.09.2013, 14:27 Uhr und 17 Sekunden. Ich erinnerte mich daran, woher ich diese Uhr hatte. Meine Frau schenkte sie mir zum zweiten Hochzeitstag. Als sie und

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