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Der Teufel von Wacken Kriminalroman von Denzau, Heike (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.06.2018
  • Verlag: Emons
eBook (ePUB)
9,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 28.06.2018 per Download lieferbar

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Der Teufel von Wacken

Lyn Harms ermittelt in Wacken - Teil 2. Ein Überfall auf einen Itzehoer Juwelier endet blutig. Die Spur führt Ermittlerin Lyn Harms zum gerade stattfindenden Heavy-Metal-Festival in Wacken. Dort feiern 75.000 Fans eine riesige Party und haben das Dorf fest im Griff. Niemand ahnt, dass die Täter weitere Verbrechen planen. Als sich die Schlinge um die Bande immer enger zuzieht, eskaliert die Situation. Und es bleibt nicht bei einem Toten ...

Heike Denzau, Jahrgang 1963, ist verheiratet, hat zwei Töchter und lebt in dem kleinen Störort Wewelsfleth in Schleswig-Holstein. Ihr Kriminalroman 'Die Tote am Deich' war für den Friedrich-Glauser-Preis 2012 in der Sparte 'Debüt' nominiert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 28.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783960413608
    Verlag: Emons
    Serie: Lyn Harms .5
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Der Teufel von Wacken

Eine Woche vorher ...
EINS

"Aufs Festival?" Matthias Blomberg sah seine Frau irritiert an, während er den Finger in die Bolognese auf dem Herd tunkte und ableckte. "Wieso bist du jetzt doch im Team? Ich dachte, es wäre vollzählig?"

Annika Blomberg griff den Topf mit den Nudeln und leerte ihn in ein Sieb in der Spüle. "Die Mutter von Dr. Hermer ist gestern gestorben, also fällt er aus. Es wurde Ersatz für ihn gesucht, und da habe ich mich gemeldet. Wenn es für dich okay ist. Sonst würde ein anderer Kollege einspringen."

"Klar ist das okay. Ich bin für die Kinder da. Und ich freu mich für dich. Du wirst so viele verrückte Typen kennenlernen wie nie zuvor."

"Ich bin gespannt." Annika lächelte ihren Mann an.

Seit einem halben Jahr wohnten sie in Wacken im Haus von Matthias' verstorbener Tante, das sie gekauft hatten, um den Kindern das Aufwachsen in ländlicher Ruhe zu ermöglichen. Außerdem war eigener Wohnraum in guter Lage in Hamburg nahezu unerschwinglich gewesen, obwohl sie beide Gutverdiener waren.

Sie stellte das Sieb auf einen Unterteller und brachte beides zum Küchentisch. "Holst du Ida? Ich schnappe mir Schumi." Sie beugte sich zu Emil hinunter, der vor sich hin brabbelnd in einer Lauflernhilfe mit flinken Beinchen von einem Ende der Küche zum anderen rollte.

Annika zog ihn heraus, schmatzte zwei Küsschen auf die rosigen Wangen und setzte ihn in den Hochstuhl, was er ohne zu schreien mit sich geschehen ließ. Hochstuhl bedeutete Essen. Und das liebte Emil.

Ida hing auf Matthias' Rücken und hatte die Arme um den Hals ihres Vaters geschlungen, als sie die Küche betraten. "Lecker Nudeln", sagte sie, als Matthias sie auf ihrem Kinderstuhl abstellte. Sie lehnte sich über den Tisch, um eine der Spiralen aus der Schüssel zu stibitzen.

"Vorsicht, heiß!", rief Annika, aber es war schon zu spät.

"Aua!" Im Nullkommanichts zog Ida die Finger wieder aus der Schüssel und steckte sie in den Mund. "Doofe Nudeln."

Annika lachte. "Die Nudeln können nichts dafür, Mäuschen."

"Ich brauch ein Pflaster." Anklagend hielt Ida ihr die Hand hin.

Annika band Emil ein Lätzchen um. "Du brauchst kein Pflaster", sagte sie ungerührt.

Matthias lachte und pustete auf Idas Hand. "So ist das als Kind einer Ärztin. Da wird man nicht ernst genommen."

"Stimmt doch gar nicht. Ich nehme alles ernst. Nur keine Lappalien."

"Mal schauen, was Mama zu erzählen hat, wenn sie vom Festival zurück ist." Matthias grinste. "Bei den schwarzen Männern wird es schon nicht langweilig werden."

"Schwarze Männer?" Idas Hand mit dem vollen Löffel verharrte vor dem beschmierten Mund. Mit großen Augen sah sie ihren Vater an. "Sind die böse, die schwarzen Männer?"

"Quatsch!" Annikas verärgerter Blick traf Matthias, bevor sie sich mit einem Lächeln Ida zuwandte. "Da ist niemand böse. Hier in unserem Dorf kommen bald ganz viele Menschen zusammen, die Musik hören wollen. Und weil es so viele Menschen sind -"

"Wie viele?", unterbrach Ida sie, "mehr als hundert?"

"Oh ja, es sind viele tausend Menschen. Mehr als siebzigtausend", sagte Annika, wohl wissend, dass Ida die Zahlengrößen nicht einordnen konnte. "Und das sind Männer und Frauen, die am liebsten schwarze Sachen anziehen. Hosen, T-Shirts, Hoodies, alles ist schwarz. Allerdings", Annika lachte auf und sah Matthias an, "gibt es wohl auch Ausnahmen. Corinna erzählte, dass sie im letzten Jahr Männer in Ballettröckchen und geblümten Morgenmänteln gesehen hat. Ich freu mich richtig drauf, das alles einmal live zu erleben."

Ida hatte aufmerksam zugehört. "Haha", lachte sie, "Männer ziehen doch nur Hosen an."

"Eigentlich ja", gab Annika ihr recht. "Auf jeden Fall sind das alles liebe Menschen. Die tun mir nichts, Maus. Ganz im Gegenteil. Die feiern da eine große Party, und alle haben gute Laune. Und Mami muss da nur hin, weil manchmal jemand ein Pf

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