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Der Todesprophet Thriller von Karlden, Chris (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.08.2016
  • Verlag: Aufbau-Verlag
eBook (ePUB)
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Der Todesprophet

Ein M"rder mit einer grausamen Botschaft. Ein Mann, der ihn aufhalten muss, um nicht alles zu verlieren. Ein Jahr ist es her, dass der Journalist Ben Weidner in Zthiopien Grausames erlebte. Seitdem leidet er unter Panikattacken und Erinnerungsl cken. Auch seine Beziehung zu Nicole, der Mutter der gemeinsamen Tochter Lisa, ist am Ende. Als Ben die Leiche einer Frau findet, deuten erste Hinweise auf ihn als M"rder. Bei dem Versuch, seine Unschuld zu beweisen, ger"t Ben mehr und mehr in ein Netz aus ungl cklichen Verstrickungen. Schon bald beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit, bei dem ihn seine Vergangenheit einholt und weit mehr auf dem Spiel steht als nur der Verlust seiner Freiheit. Chris Karlden - ein neuer Star unter den deutschen Thrillerautoren. Chris Karlden, Jahrgang 1971, hat Rechtswissenschaften studiert und arbeitet derzeit als Jurist in der Gesundheitsbranche. Er lebt mit seiner Familie im S dwesten Deutschlands. Sein erster Psychothriller ¯Monstr"s® war bereits ein groáer Erfolg. Mehr zum Autor unter www.chriskarlden.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 382
    Erscheinungsdatum: 15.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841210937
    Verlag: Aufbau-Verlag
    Größe: 3918 kBytes
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Der Todesprophet

Prolog

Die Anspannung war so unerträglich, dass Ben glaubte, den Verstand zu verlieren. Jegliche Kraft war aus ihm gewichen, und seine Arme hingen schlaff wie Lianen an seinem Körper herab. Der Revolver lag schwer in seiner zitternden rechten Hand. Was sollte er nur tun? Immer wieder die gleiche Frage, auf die es keine richtige Antwort gab. Es war klar, was geschehen würde, auch wenn sein Verstand sich weigerte, es sich vorzustellen. Er hörte das vor Adrenalin wallende Blut in seinen Ohren rauschen. Schweißperlen rannen ihm von der Stirn über sein von feinem Sand überzogenes Gesicht. Alles in ihm rebellierte gegen das, was sie von ihm verlangten, und die über allem thronende Angst schrie ihm ein innerlich widerhallendes 'Nein' entgegen. Und doch blieb ihm keine andere Wahl. Er musste den vor ihm stehenden Mann erschießen, sonst würde er selbst sterben - wie Mike.

Der bleiche, tränenüberströmte Mann vor ihm trug ein weißes Poloshirt. Auf seinem Namensschild in Brusthöhe, das ihn als Kevin Marshall auswies, war der Äskulapstab mit der Schlange, dem Wahrzeichen der Ärzte, abgebildet. Darunter stand der Name der Hilfsorganisation geschrieben, für die der Arzt vermutlich ehrenamtlich tätig war. Marshall keuchte laut und hastig und biss sich in einem fort mit den Schneidezähnen auf die Unterlippe, die davon zu bluten begonnen hatte. Ben schätzte Marshall, den die Entführer wie ihn und Mike hierherverschleppt hatten, auf Anfang dreißig und fragte sich, ob der Mann, den er für einen Amerikaner hielt, ebenfalls verheiratet war und ein Kind hatte. An dem nervösen Blinzeln und dem Flackern in den Augen seines Gegenübers erkannte Ben, dass dieser ebenso verzweifelt nach einem Ausweg aus diesem Alptraum suchte wie er. Aber es gab keinen. Auch Kevin Marshall hatte einen Revolver in der Hand, und gleich würden sie aufeinander schießen müssen.

"Jetzt drehen!", befahl der dunkelhäutige Anführer der Kidnapper in gebrochenem Englisch. Das Weiß in den glasig schimmernden Augen des Afrikaners war gelb verfärbt. In seinem ausgemergelten Gesicht zeichneten sich die Wangenknochen scharf ab. Die laufende Videokamera auf dem Stativ neben ihm war auf Ben und Kevin Marshall gerichtet. Der Mann starrte die beiden mit regungsloser Miene an. Er, wie auch die acht bewaffneten Männer in seiner Gefolgschaft, machten den Eindruck, dass sie zu viel verloren hatten, als dass ihnen ihr Leben und das anderer Menschen noch irgendetwas bedeutete. In ihren Gesichtern lag eine Mischung aus Traurigkeit und aufgestauter Wut. Mit ihren Maschinengewehren zielten sie auf Ben und Kevin, bereit, jederzeit abzudrücken. Die Afrikaner hatten damit gedroht, dass sie auf der Stelle in einem Kugelhagel sterben würden, falls sie nicht mitspielten.

Ben hob zögerlich den Revolver vor seine Brust und drehte, wie der Anführer es befohlen hatte, die Revolvertrommel, aus der zuvor alle Patronen, bis auf eine, herausgenommen worden waren. Marshall tat es ihm gleich und starrte ihn dabei aus Augen, aus denen Ben nichts außer Verzweiflung und Todesangst herauslesen konnte, an. Sie hatten ihre Instruktionen erhalten, bevor die Aufzeichnung mit der Videokamera gestartet worden war. Die Entführer verlangten, dass die beiden Gefangenen sich in kurzer Distanz gegenübertraten, aufeinander anlegten und auf ihr Signal hin zeitgleich abdrückten. Falls einer von ihnen überlebte, würden sie demjenigen die Freiheit schenken.

Ben warf einen kurzen Blick hinüber zu der Wand, vor der Mike lag. Sein Kollege und Freund war tot. Die Entführer hatten ihn als Erstes vor die Kamera gezerrt und Kevin Marshall gegenübergestellt. Mike war auf die Knie gefallen. Er hatte geweint und um sein Leben gebettelt. Nachdem er sich wiederholt geweigert hatte, den ihm hingehaltenen Revolver in die Hand zu nehmen, war der Anführer der Gruppe vorgetreten und hatte Mike mit einer Maschinengewehrsalve erschossen. Dann hatten sie Mikes Leiche an die Wand geschleift und

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