text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Der Totensucher Ein Speer-und-Bogner-Thriller 1 von Karlden, Chris (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.08.2017
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)

4,99 €

2,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der Totensucher

Ein Serienmörder. Eine verschwundene Tochter. Ein Wettlauf gegen die Zeit. Adrian Speer hat alles verloren: Seit ihrer Entführung vor zwei Jahren ist seine Tochter verschwunden und von seinem Job wurde er suspendiert. In einer Abteilung für besonders grausame Gewaltverbrechen wagt er einen Neubeginn. Der erste Fall führt ihn und seinen Partner zu einer alten Fabrikhalle, in der sie eine bestialisch zugerichtete Leiche finden. Schon am nächsten Tag taucht ein weiteres Opfer auf, das nach demselben Muster getötet wurde. Auf dem Handy des Toten entdecken sie ein aktuelles Foto von Speers Tochter. Die fieberhafte Jagd nach dem Serienmörder beginnt... Ein charismatisches Ermittlerduo unter Hochspannung. Chris Karlden, Jahrgang 1971, hat Rechtswissenschaften studiert und arbeitet derzeit als Jurist in der Gesundheitsbranche. Er lebt mit seiner Familie im Südwesten Deutschlands. Sein erster Psychothriller "Monströs" war bereits ein großer Erfolg. Mehr zum Autor unter www.chriskarlden.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 18.08.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841214010
    Verlag: Aufbau Verlag
    Größe: 4020 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Der Totensucher

Zwei Jahre danach
1

Die Standstrahler der Spurensicherung tauchten die nähere Umgebung des Tatortes in gleißend helles Licht. Weitere vereinzelt aufgestellte Scheinwerfer beleuchteten den Rest der stillgelegten Fabrikhalle und projizierten hier und da die Schatten von Polizeibeamten und schweren Maschinen in monströser Größe an die verschmutzten Backsteinwände. Speer und Bogner blieben in der Zugluft des offenen Hallentors stehen. Vor ihnen, in etwa fünfzig Metern Entfernung, hing die Leiche eines Mannes kopfüber in der Luft.

"Du meine Güte. Das ist definitiv mal was anderes als einfach nur erschlagen, erstochen oder erschossen", sagte Robert Bogner und kaute auf seinem Kaugummi herum. "Das Schwein, das dafür verantwortlich ist, hat sich richtig ins Zeug gelegt."

Kriminalhauptkommissar Adrian Speer ließ seinen Blick durch die Halle schweifen. Der Boden war von einem Gemisch aus Sand und Kohlestaub bedeckt und die Fensterscheiben von Ruß überzogen. Im unteren Bereich war das Mauerwerk mit bunten Schmierereien besprüht. Davor lagen leere Wein- und Schnapsflaschen, zwei aufgerissene und verdreckte Matratzen sowie jede Menge Müll. Das für Ende November typische nasskalte Wetter passte zu der bedrückenden Stimmung in der Halle. Alle Farben schienen durch Grautöne unterschiedlicher Schattierungen ersetzt worden zu sein, und obwohl es erst halb fünf am Nachmittag war, verdunkelte sich der Himmel bereits zusehends. Nachdem er vor einer Woche nach über einem halben Jahr in den Dienst hatte zurückkehren dürfen, war Speer froh, wieder zu etwas nutze zu sein. Auch wenn das bedeutete, in einer heruntergekommenen Fabrikhalle ein grausam zugerichtetes Mordopfer in Augenschein zu nehmen. Die tiefen Schuldgefühle, seine alles überschattende Trauer und das zerreißende Gefühl der Ungewissheit über Lucys Schicksal wurden dadurch, dass seine Suspendierung aufgehoben worden war, nicht besser, das würde vermutlich niemals geschehen, und das wollte er auch gar nicht. Aber seine Tätigkeit in der neu gegründeten Mordkommission war eine Ablenkung, die er dringend brauchte, um nicht wahnsinnig zu werden bei den ständigen Überlegungen darüber, was geschehen war und was hätte sein können.

Als Speer und Bogner zu dem Toten gingen, kam ihnen auf halber Strecke einer der Kollegen vom Kriminaldauerdienst entgegen, die den Tatort als Erste betreten und gesichert hatten. Als der Mann keuchend bei ihnen ankam, nickte er Bogner, mit dem er schon bekannt zu sein schien, zu und gab Adrian Speer die Hand. Er stellte sich ihm als Oberkommissar Lauer vor. Lauer war schon etwas mehr als nur korpulent, trippelte in seinem braunen zerknitterten Anzug von einem Fuß auf den anderen und schlang die Arme um sich.

"Mir ist scheißkalt. Hab meinen Mantel zu Hause vergessen. Ich muss jetzt gleich schnellstmöglich irgendwohin, wo es warm ist, sonst hab ich morgen 'ne fette Erkältung."

"Was wissen wir bis jetzt?", fragte Bogner.

Lauer hielt die Hände vor den Mund und blies hinein, als ob er sich so etwas wärmen könnte.

"Zwei Jungen im Alter von zwölf und dreizehn Jahren haben den Toten gefunden", sagte er und machte eine kurze Pause, um zu verschnaufen. "Der Mann heißt Horst Rokov und ist sechsundsechzig Jahre alt. Die Geldbörse mit jeder Menge Barem, Kreditkarten und Personalausweis steckte noch in seinem Jackett. Sieht also nicht nach einem Raubmord aus. Das Opfer wohnte in Dahlem und war verheiratet, so viel haben wir schon ermittelt."

Bei dem Namen Rokov wurde Adrian Speer hellhörig. Er wusste, wer das war, seine Kollegen aber offensichtlich noch nicht.

"Sieht mir hier nicht gerade nach einem Kinderspielplatz aus", sagte Bogner.

"Nein, eher nach einem Rückzugsort für Junkies, Rumtreiber und Obdachlose." Lauer zeigte in die linke hintere Ecke der Halle. "Dahinten gibt es ein Loch in der Außenwand. Die beiden Jungs sind da für eine Mutprobe reingeklettert."

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen