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Der Totschläger Thriller von Carter, Chris (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.06.2014
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
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Der Totschläger

Er sagt, du hast keine Wahl. Er sagt, du kannst nur zusehen. Es liegt nicht in deiner Macht, seine Taten zu verhindern. Aber es gibt immer Wege. Und du wirst jeden einzelnen gehen. Bis du ihn gefunden hast. Chris Carter wurde 1965 in Brasilien als Sohn italienischer Einwanderer geboren. Er studierte in Michigan forensische Psychologie und arbeitete sechs Jahre lang als Kriminalpsychologe für die Staatsanwaltschaft. Dann zog er nach Los Angeles, wo er als Musiker Karriere machte. Mittlerweile lebt Chris Carter als Vollzeit-Autor in London. Seine Thriller um Profiler Robert Hunter sind allesamt Bestseller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 16.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843707237
    Verlag: Ullstein
    Serie: Robert Hunter 5
    Größe: 1497 kBytes
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Der Totschläger

8

Die Chefin des Raub- und Morddezernats des LAPD , Captain Barbara Blake, war nicht leicht aus der Ruhe zu bringen, und nach vielen Jahren bei der Polizei schockierte sie fast nichts mehr. An diesem Nachmittag allerdings saß sie totenstill und mit ungläubiger Miene in ihrem Büro im fünften Stock des PAB . Es war ein recht geräumiges Büro, an der südlichen Wand standen Regale mit gebundenen Büchern darin, die Wand gegenüber hing voller gerahmter Fotos, Urkunden und Auszeichnungen. Die Ostwand bestand aus einem vom Boden bis zur Decke reichenden Panoramafenster mit Blick auf die South Main Street. Vor ihrem Schreibtisch standen zwei bequem aussehende Ledersessel, allerdings hatte keine der drei Personen, die sich außer ihr noch im Raum befanden, darin Platz genommen.

Hunter, Garcia und Dennis Baxter standen hinter Blakes Schreibtisch und starrten genau wie sie auf ihren Monitor. Sie schauten sich an, was Baxter wenige Minuten zuvor aus dem Internet aufgezeichnet hatte. Die Zentrale hatte Hunter bereits eine Kopie des mitgeschnittenen Telefonats zwischen ihm und dem geheimnisvollen Anrufer zukommen lassen.

Captain Blake hörte sich den Mitschnitt an und sah sich das Video von Anfang bis Ende an, ohne ein Wort zu sagen. Als sie hinterher zu Hunter und Garcia aufblickte, war ihr Gesicht blasser als zuvor.

"War das echt?"

Ihr Blick ging zu Baxter. Er war ein großer Mann, aber alles andere als muskulös. Er musste ungefähr Mitte vierzig sein, hatte blonde Locken, ein Mondgesicht, das durch das Doppelkinn noch rundlicher wirkte, und einen dünnen Oberlippenbart, der eher wie der Flaum auf einem Pfirsich aussah.

"Ich meine", setzte sie hinzu, "mir ist klar, dass man heutzutage mit Hilfe von CGI so ziemlich alles echt aussehen lassen kann. Können wir sicher sein, dass das Ganze nicht bloß digitale Manipulation oder Kameratrickserei ist?"

Baxter zuckte mit den Schultern.

"Sie sind Leiter der Abteilung Computerkriminalität." Blakes Tonfall wurde scharf. "Machen Sie eine klare Aussage."

Baxter legte den Kopf schief. "Ich habe das Ganze gerade erst aufgezeichnet, kurz nachdem der Anruf von Detective Hunter kam. Ich hatte noch keine Gelegenheit, es zu analysieren, aber auf den ersten Blick ... So aus dem Bauch heraus würde ich sagen, es ist echt."

Blake fuhr sich mit der Hand durch die langen, tiefschwarzen Haare, bevor sie sich wieder Hunter und Garcia zuwandte.

"Es ist zu clever gemacht und zu dreist, als dass es ein Scherz sein könnte", meinte Hunter. "Die Zentrale konnte den Anruf nicht zurückverfolgen. Das Signal ist alle fünf Sekunden gesprungen." Er deutete auf Baxter. "Dennis sagt, die Internetübertragung kam aus Taiwan."

"Was?" Captain Blakes Blick richtete sich erneut auf -Baxter.

"Das stimmt. Wir hatten eine IP -Adresse, das ist eine unverwechselbare Identifikationsnummer, die jedem mit dem Internet verbundenen Computer zugewiesen wird. Damit kann man leicht den Hostrechner lokalisieren. Die IP -Adresse in unserem Fall stammte von einem Server aus Taiwan."

"Wie kann das sein?"

"Ganz einfach. Das Internet macht aus der Welt einen globalen Markt. Zum Beispiel: Wenn Sie eine Website einrichten wollen, gibt es kein Gesetz, das Ihnen vorschreibt, dass Sie dafür einen Server in den USA verwenden müssen. Sie können das beste Angebot im Netz raussuchen und Ihre Domain auf einem Server Gott weiß wo anmelden – in Russland, Vietnam, Taiwan, Afghanistan ... völlig egal. Sie ist ja trotzdem für jeden zugänglich."

Captain Bl

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