text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Der zweite Tod - Der erste Fall für Kommissar Cederström von Scholten, Daniel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.11.2016
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)

5,99 €1

0,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der zweite Tod - Der erste Fall für Kommissar Cederström

Wenn die Schatten der Vergangenheit blutrot sind: der Kriminalroman 'Der zweite Tod' von Daniel Scholten jetzt als eBook bei dotbooks. Stockholm in der ersten Schneenacht: Ein Anrufer meldet der Notrufzentrale Schüsse in seiner Nachbarwohnung. Kommissar Kjell Cederström und seine Kollegin Sofi Johansson finden das Opfer erstochen an seinem Schreibtisch; vor ihm steht ein laufender Computer, der auf die Eingabe eines Passworts wartet. Von dem Nachbarn allerdings fehlt jede Spur - und in seiner Wohnung scheint er lange Zeit nicht gewesen zu sein. Gibt es einen Zusammenhang mit den Forschungen des ermordeten Professors? Der Altertumsforscher war einem Geheimnis auf der Spur ... doch das reicht über 3.000 Jahre in die Vergangenheit zurück. Wer könnte Interesse haben, dafür über Leichen zu gehen? Ein rätselhafter Mord in Schwedens Hauptstadt - der erste Fall für Kommissar Cederström von der Reichsmordkommission: 'Ein megastarkes Krimi-Debüt. Der Stil rasant, die Story frisch. Bitte mehr davon!' Bild am Sonntag Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Der zweite Tod' von Daniel Scholten. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Daniel Scholten, geboren 1973, ist Deutsch-Isländer. Nach der Schulzeit arbeitete er in Skandinavien, bevor er historische Sprachwissenschaft, deutsche Linguistik und Ägyptologie studierte. Er unterhält ein beliebtes Onlinemagazin mit Video-Podcasts über den richtigen Umgang mit der deutschen Sprache (belleslettres.eu) und schreibt erfolgreiche Kriminalromane: Der zweite Tod - Der erste Fall für Kommissar Cederström Die falsche Tote - Der zweite Fall für Kommissar Cederström Der kopflose Engel - Der dritte Fall für Kommissar Cederström Der Name der Dunkelheit - Der vierte Fall für Kommissar Cederström Mehr Informationen über den Autor im Internet: www.danielscholten.com

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 29.11.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958248649
    Verlag: dotbooks
    Größe: 808 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Der zweite Tod - Der erste Fall für Kommissar Cederström

Kapitel 4

Kjell und Sofi trafen um kurz vor sieben und lange vor der Dämmerung im Polizeigebäude in der Polhemsgatan in Kungsholmen ein. Nur wenige Fenster waren um diese Zeit schon erleuchtet, doch nachdem sie die Sicherheitstür zu ihrem Büro passiert hatten, sahen sie ihre beiden Kollegen bereits bei der Arbeit. Barbro arbeitete schon seit einer Stunde. Henning war erst vor wenigen Minuten angekommen. Er wohnte weit im Süden der Stadt in Huddinge und hatte deshalb die ersten beiden Stunden nach Sofis Weckruf auf der Schnellstraße im Schneegestöber verbracht.

Wie immer begannen sie den Arbeitstag mit der Morgenandacht. So nannte Barbro die Frühbesprechung. Henning sagte meist nur "Kaffee" dazu, wenn er überhaupt sprach. Die Taktische war eine von drei Sonderermittlungsgruppen der Reichsmordkommission, die die Reichspolizeileitung vor kurzem gebildet hatte. Die Gruppen hatten jeweils eigene Schwerpunkte, in der Hierarchie standen sie nicht nur über allen anderen Kommissionen, sondern auch über den lokalen Polizeieinheiten im ganzen Land. Die taktische Gruppe von Kommissar Kjell Cederström beschäftigte sich mit besonderen Gewaltverbrechen. Sie zeichneten sich nicht durch ihre Brutalität aus, sondern durch die Komplexität der Ermittlung und die schwierige Beweisführung. Da musste man taktisch ans Werk gehen, daher der Name. Der größte Teil der Fälle waren Nachermittlungen, bei denen die Gruppe erfolglos abgeschlossene Hauptermittlungen der regulären Kommissionen aufnahm. Der Auftrag kam in der Regel vom Generalankläger oder dem Justizkanzler, zu einem früheren Zeitpunkt auch von der Reichskriminalleitung selbst.

Das Polizeigebäude, den Sitz zahlreicher Polizeiinstitutionen, bildete eine Vielzahl von Gebäuden mit unterschiedlichem Baujahr und Aussehen. Sie hatten miteinander nur gemein, alle zur falschen Zeit erbaut und so hässlich zu sein, dass sich die Angestellten auf den Winter freuten, wenn sie das Gebäude bei Dunkelheit betreten und wieder verlassen konnten. Der Architekt musste sich nach einer Normandiereise in früher Jugend offenbar in der Tradition deutscher Gefechtsbunkerkonstrukteure gesehen haben. Der Komplex erstreckte sich vom Kronobergspark mehrere Blocks weit bis hin zum Rathaus. Die Gruppe residierte in einem der oberen Geschosse des Vorderhauses mit Blick auf den Park. Sie hätten ein noch größeres Büro zwei Häuser weiter bekommen können, aber dann wären alle dreißig Minuten Hubschrauber einen halben Meter über ihrem Kopf gelandet und gestartet. Von hier aus konnte Kjell sogar das Sankt-Erik-Gymnasium zwei Straßen weiter sehen. In der Etage kursierte der Witz, dass Linda ausgerechnet dieses Gymnasium besuchte, damit Vater und Tochter sich den ganzen Tag zuwinken konnten. Aber die Wahrheit war, dass Linda diese Schule gewählt hatte, weil sie einen Kunstzweig anbot und von allen Stockholmer Gymnasien am wenigsten Physik.

Das älteste Mitglied der Gruppe war Henning Larsson. Er würde demnächst fünfzig werden und zugleich auch Kommissar. Henning blickte auf ein raues Leben zurück, war in jungen Jahren im Sommer zur See und im Winter Taxi gefahren. Dabei war er auch noch zwanzig Jahre lang schlecht verheiratet gewesen. Das hatte ihn am meisten gegerbt. Seit zwei Jahren war er umso glücklicher geschieden und entfaltete sich in seiner alten Dreizimmerwohnung, die er jetzt ganz für sich allein hatte. Seine Ehe war nicht gerade explodiert, ihr Ende hatte mehr einem Schlauchboot geglichen, das unbemerkt gegen einen spitzen Stein aufläuft. Auch beruflich war sein Stern lange Zeit gesunken, bevor Kjell ihn zu Beginn des Jahres in die Gruppe berief. Im Hinblick auf seine Körperfülle und seinen Spürsinn wäre es mühsam und teuer gewesen, ihn in Gold aufzuwiegen. Er war karg an Worten, aber im Gegensatz zu Sofi verbarg sich hinter seiner Schweigsamkeit nichts, was er zurückhielt.

Sofi Johansson war ein leiser Mensch. In ihrem zehnten Lebensjahr hatte das Jugendamt

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen