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Die 13. Plage oder Wessen Brot ich esse von Hinse, Ulrich (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.09.2013
  • Verlag: EDITION digital
eBook (ePUB)
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Die 13. Plage

Die 13. Plage der Menschheit - das ist der internationale Terrorismus heute. Um seine große Liebe Jenny aus einem Bordell zu befreien, schließt Boomer einen Pakt mit dem Teufel. Unvermittelt finden sich die beiden in einem Ausbildungslager der Al-Qaeda wieder, wo Boomer zum Sprengstoffspezialisten wird. Um zurück nach Europa zu kommen, schließen sie sich einer Terrorgruppe an und bereiten sich mit ihr auf einen Anschlag in Nordeuropa vor. Als Jenny erkennt, dass ihre Heimat Mecklenburg-Vorpommern ins Fadenkreuz gerät, sucht sie Hilfe bei Kriminalhauptkommissar Raschke, einem Erzfeind aus vergangenen Tagen. Doch kann sie das Schicksal aufhalten? Ein packender Roman vor einem hochaktuellen Hintergrund. Wer in dem Roman 'Blutiger Raps' sich fragte, ob Jenny und Boomer die Flucht aus dem russischen Gefangenenlager überlebt haben, kann in diesem Buch das weitere, schwere Schicksal der beiden Jugendlichen verfolgen.

Ulrich Hinse, 1947 in Münster geboren, greift auf eine lange Berufserfahrung als Kriminalbeamter zurück (Bundeskriminalamt, Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern, Referent für Polizeiliche Prävention im Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern. In Mecklenburg-Vorpommern baute er den Staatsschutz auf. Im Jahre 2007, kurz nach seiner Pensionierung, pilgerte er zu Fuß den Camino frances von Pamplona nach Santiago des Compostela und im Jahre 2008 den Nordweg von Ribadeo. Im Jahre 2002 veröffentlichte er seinen ersten Roman. 2005 wurde er Krimipreisträger der 10. Schweriner Literaturtage und gewann mehrere Krimiwettbewerbe in Norddeutschland. Bibliografie (Auswahl): Wer will schon nach Meck-Pomm? Scheunen-Verlag, Kückenshagen 2002 Blutiger Raps. Scheunen-Verlag, Kückenshagen 2003 Die 13. Plage. Godewind-Verlag, Wismar 2006 Ein Mecklenburger auf dem Jakobsweg. WiedenVerlag, Schwerin 2007 Das Jakobsweg-Komplott. Scheunen-Verlag, Kückenshagen 2009 Das Gold der Templer. EDITION digital, Pinnow 2014 Die Petermännchenpuppe. EDITION digital, Pinnow 2014 Falsches Spiel. EDITION digital, Pinnow 2014 Der Glatteisagent. Eine Geschichte aus der Zeit des Kalten Krieges. EDITION digital, Pinnow 2015 Schweriner Mordgeschichten. EDITION digital, Pinnow 2015 Veröffentlichung von Kriminalerzählungen in Anthologien

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 425
    Erscheinungsdatum: 27.09.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863943523
    Verlag: EDITION digital
    Größe: 484 kBytes
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Die 13. Plage

Der Wagen holperte weiter über die Schotterpiste in Richtung der Ortschaft Bamiyan, der Stadt mit den in aller Welt bekannten riesigen Buddhastatuen in den Felswänden. Daud blickte misstrauisch auf die Holzkisten mit dem Sprengstoff. Sie hüpften bei jeder Bodenwelle. Boomer waren die hüpfenden Kisten egal. Er war fasziniert von der Bergwelt mit dem Farbenspiel der Felsen. Von hellem Braun über leuchtendes Orange bis hin zu feurigem Rot reichen die Töne des Gesteins. Tiefe Schluchten durchfurchen die Berghänge, vielfach vom Erosionsschutt aufgefüllt und mit dürftigen Pflanzen, die nur mühsam die Ziegen ernähren, bewachsen. Die unvermeidlichen Serpentinen führten an Steilhängen und hohen Felsen vorbei. Gelegentlich passierten sie kleine, wie ausgestorben daliegende Dörfer. Endlich lenkte der Fahrer den Geländewagen unter das Felsendach einer himmelhoch scheinenden überhängenden Steilwand. Mehrere Fahrzeuge waren dort bereits abgestellt. Eine Wache war nicht zu sehen. Die Taliban fühlten sich sicher. Kaum angekommen, wurden die Kisten mit dem Sprengstoff von der Ladefläche des LKW gehoben. Abu Faradsch schulterte seine Kalaschnikow und ging mit leuchtenden Augen auf Boomer zu. 'Yusuf, heute ist dein großer Tag. Du bist der Beste, wenn es um Sprengungen geht. Keiner kann mit dem Sprengstoff so gut umgehen wie du. Hier in der Felswand sind große Buddhastatuen. Die sollst du sprengen. Es ist nicht Gottes Wille, den Menschen nachempfundene Abbilder zu verherrlichen. Diese Götzenfiguren müssen verschwinden. Sie haben in einem islamischen Land, in einem Staat Gottes, nichts verloren. Sieh, ihnen fehlen schon seit Jahrhunderten die Gesichter. Unsere weisen Vorfahren beseitigten sie schon bei der Einnahme dieses Landstriches, doch ihnen fehlten die Mittel, sie gänzlich auszulöschen. Diese Götzenbilder sind sehr alt. In vielen anderen Ländern wird es einen Aufschrei der Entrüstung geben. Das darf uns aber nicht davon abhalten, den Willen Gottes zu erfüllen ...' Während Abu Faradsch sich in blumiger Sprache an weiteren religiösen Begründungen erging, schielte Boomer zu den Figuren hinüber. Sie waren schon beeindruckend groß, bestimmt über 50 Meter hoch. Jedes andere Land hätte sich glücklich geschätzt, eine solche Touristenattraktion vorweisen zu können. Viel zu wertvoll, um zerstört zu werden. Aber Boomer sah keine Möglichkeit, es zu verhindern. Die Aktion geriet offenbar zu einem Wettbewerb zwischen Abu Faradschs Truppe und einer weiteren, die bereits vor Ort war. Boomer war klar, er konnte und durfte seine Leute nicht enttäuschen. Das würde ihm nicht nur Abu Faradsch, das würden ihm alle übelnehmen. Er war gewissermaßen zum Erfolg verdammt, wollte er wirklich dazugehören. Er hatte noch Abu Faradschs diesbezügliche Worte im Ohr. Hier war nun die Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Boomer wischte rigoros alle Bedenken beiseite. Er hörte wieder auf die Stimme seines Führers: '... du wirst die größte der Statuen aus ihrer Nische in der Felswand heraussprengen. Wir vernichten das ganze Teufelswerk. Die Gruppe hört auf dein Kommando. Enttäusch uns nicht!' Boomer nickte. Auf sein Zeichen hin wurden die Kisten mit dem Sprengstoff aufgenommen. Die Lastenträger im Gefolge stapfte er zielstrebig auf die zugewiesene Statue zu. Sie war gigantisch. Noch leuchtete ihm nicht ein, wie er seine Sprengladungen anbringen konnte, so ganz ohne Leitern. Aber je näher sie der Figur kamen, desto besser war zu erkennen, dass nicht nur die Höhlen in der Felswand neben der Figur miteinander durch schmale Treppen verbunden waren, von dort führten auch Stufen hinter der Figur in die Felswand und nach oben. Schwierig für eine effektive Sprengung war aber, dass die Figur nicht frei stand, sie war nur in der Frontpartie aus dem Fels gemeißelt worden. Boomer schätzte den Sprengstoffbedarf ein. Ihm wurde sehr schnell klar, dass die von Abu Faradsch vorgesehene Menge gerade ausreichte, um den Kopf der Statue zu pul

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