text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Einsamen Ein Fall für Inspektor Barbarotti von Nesser, Hakan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.08.2011
  • Verlag: btb
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Einsamen

Ich weiß, was du getan hast. Damals vor 35 Jahren ... Eine unbeschwerte Sommerreise in den siebziger Jahren. So fängt alles an. Drei Paare aus Uppsala, miteinander befreundet und jung, planen eine Busreise von Schweden durch die Ostblockländer bis ans Schwarze Meer. Aber was so lustig beginnt, endet im Desaster. Die Wege der Sechs trennen sich nach diesem Urlaub - und kreuzen sich ein Menschenalter später erneut, als ein Dozent aus Lunda in den Wäldern vor Kymlinge am Fuße eines Steilhangs tot aufgefunden wird. Genau an derselben Stelle, an der eine junge Studentin aus Uppsala vor fünfunddreißig Jahren unter mysteriösen Umständen ums Leben kam ... Ein schwieriger Fall für Inspektor Barbarotti, in dessen Verlauf sein Pakt mit Gott und sein moralisches Empfinden auf eine harte Probe gestellt werden. Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der beliebtesten Schriftsteller Schwedens. Für seine Kriminalromane erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in über zwanzig Sprachen übersetzt und mehrmals erfolgreich verfilmt worden. Håkan Nesser lebt abwechselnd in Stockholm und auf Gotland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 608
    Erscheinungsdatum: 15.08.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641066611
    Verlag: btb
    Serie: btb 74379
    Originaltitel: De ensamma
    Größe: 1369 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die Einsamen

69 (S. 436-437)

Guten Morgen", sagte Gunnar Barbarotti. "Ich hoffe, ich störe nicht." "Das wird ja langsam zur Gewohnheit", erklärte Rickard Berglund und hielt ihm die Tür auf, so dass er eintreten konnte. "Danke schön. Ich muss noch einmal mit Ihnen sprechen. Haben Sie Zeit?" "Das ist das Einzige, was ich habe", erklärte Rickard Berglund. "Ich nehme an, Sie trinken einen Kaffee?" "Wäre nicht schlecht", sagte Barbarotti. "Das war ein heftiger Regen."

"Ja." Fünf Minuten später saßen sie wieder in ihren Sesseln. Berglund trug dieselbe Jeans und denselben Rollkragenpullover wie beim letzten Mal, zumindest sah es so aus. Die Mandelkekse waren durch Pfefferkuchen ersetzt worden, über einen Teller verteilt. "Ihre Frau ist jetzt begraben", sagte Barbarotti. "Ja", bestätigte Berglund. "Und wie geht es Ihrer?" "Viel besser. Sie wird Ende der Woche nach Hause kommen." Er nahm einen Pfefferkuchen und stellte fest, was für eine merkwürdige Gesprächseinleitung das war. "Warum wollen Sie noch einmal mit mir sprechen?", fragte Berglund.

"Ich habe absolut nichts dagegen, aber Sie verstehen wohl, dass es mich wundert." "Es ist die gleiche Tagesordnung wie vorher", stellte Barbarotti fest. "Wir werden aus diesem Fall einfach nicht schlau. Und gleichzeitig haben wir das Gefühl, es geht ein wenig voran." "Ach, ja?", fragte Berglund interessiert. "Und in welcher Weise, wenn man fragen darf?" Barbarotti räusperte sich und spielte sein falsches Ass aus. "Wir sind nämlich überzeugt davon, dass Germund Grooth ermordet wurde.

Und dass der Mörder in einem sehr begrenzten Kreis zu finden ist." Rickard Berglund faltete die Hände auf den Knien und betrachtete Barbarotti eine ganze Weile über den Brillenrand hinweg. Er sah ungefähr so entspannt aus, als ginge es darum, sich zwischen Aftonbladet und Expressen zu entscheiden. Oder sich gegen beide auszusprechen. "Was wollen Sie eigentlich von mir wissen?", fragte er schließlich.

"Als Erstes möchte ich erfahren, was bei jenem Zusammentreffen an dem Abend vor Maria Wincklers Tod passiert ist", sagte Barbarotti. "Im Detail, wenn Sie nichts dagegen haben!" "Das ist fünfunddreißig Jahre her", warf Berglund ein. "Ich habe so das Gefühl, dass Sie es noch ganz genau wissen", sagte Barbarotti. Berglund sagte nichts. Er beugte sich vor und hob einen Springer von der Schachpartie hoch, die immer noch aufgestellt dastand.

Wog ihn ein paar Sekunden in der Hand und stellte ihn dann zurück. Barbarotti wartete. Das letzte Mal war es ein Bauer, dachte er. Am selben Dienstagmorgen, am 12. Oktober im Jahr 2010 der Gnade, verschlief Kriminalinspektorin Eva Backman. Statt um 6.30 Uhr aufzustehen, als der Wecker hätte klingeln sollen – und möglicherweise auch geklingelt hatte –, wachte sie zweieinhalb Stunden später auf, und als sie sah, dass auf dem Display 09.01 Uhr stand, schloss sie daraus, dass es Samstag oder Sonntag war und schlief noch eine Viertelstunde weiter.

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen