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Die Eishexe Kriminalroman von Läckberg, Camilla (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.01.2018
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
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Die Eishexe

"Die erfolgreichste Schriftstellerin Schwedens." Brigitte

Als die kleine Linnea Berg vermisst gemeldet wird, starten die Bewohner von Fjällbacka eine Suchaktion in den umliegenden Wäldern. Schon einmal wurde ein Mädchen dort getötet. Dreißig Jahre ist das nun her. Damals fand man Stella Strand an dem einsam gelegenen Waldsee. Zwei 13-Jährige bekannten sich zur Tat – um wenig später ihr Geständnis zu widerrufen. Der Fall wurde nie geklärt. Kurz darauf beging der Chef der Polizeistation Tanum Selbstmord.

Hauptkommissar Patrik Hedström findet keine Ruhe. Und plötzlich reden alle von der Eishexe. Dem bodenständigen Kommissar widerstrebt es, dass eine Legende um ein misshandeltes Mädchen aus dem 17. Jahrhundert die Ermittlungen beeinflusst. Doch im Ort herrscht Hysterie. Nur seine Frau, Schriftstellerin Erika Falck, scheint einen kühlen Kopf zu bewahren. Schon lange recherchiert sie in dem alten Fall. Gemeinsam versuchen sie, Licht in das Dickicht aus Geschichten und Gerüchten zu bringen.

Der neue Fjällabacka-Krimi, der Nummer eins -Bestsellererfolg aus Schweden!

Camilla Läckberg, Jahrgang 1974, stammt aus Fjällbacka - der kleine Ort und seine Umgebung sind Schauplatz ihrer Kriminalromane. Weltweit hat Läckberg inzwischen über zwanzig Millionen Bücher verkauft, sie ist Schwedens erfolgreichste Autorin. Heute lebt Camilla Läckberg in einer großen Patchworkfamilie in Stockholm.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 752
    Erscheinungsdatum: 02.01.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843715966
    Verlag: Ullstein
    Größe: 4435 kBytes
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Die Eishexe

Niemand konnte wissen, wie das Leben des Mädchens ausgesehen hätte. Wer sie geworden wäre. Welchen Beruf sie ergriffen, wen sie geliebt, um wen sie getrauert, wen sie verloren hätte und wen erobert. Ob sie Kinder bekommen hätte und zu was für Menschen diese wiederum geworden wären. Auch wie das Mädchen als erwachsene Frau ausgesehen hätte, ließ sich nicht sagen. Im Alter von vier Jahren war alles noch unfertig. Die Augen changierten zwischen grün und blau, das bei der Geburt noch dunkle Haar war nun hell, aber das Blond hatte einen leichten Rotstich und konnte sich bestimmt wieder ändern. Im Moment war es besonders schwer zu erkennen. Sie lag mit dem Gesicht auf dem Grund des Sees. Ihr Hinterkopf war mit geronnenem Blut bedeckt. Nur die wogenden langen Strähnen vorne am Haaransatz wiesen hellere Nuancen auf.

Man konnte nicht behaupten, dass eine unheimliche Stimmung über der Szenerie lag. Nicht unheimlicher, als wenn das Mädchen nicht im Wasser gelegen hätte. Die Geräusche des Waldes klangen genauso wie immer. Das Licht wurde durch die Bäume gefiltert, wie immer, wenn um diese Tageszeit die Sonne schien. Das Wasser, das sie umgab, bewegte sich kaum, und nur wenn hin und wieder eine Libelle auf der Oberfläche landete, breiteten sich Ringe auf dem Wasserspiegel aus. Die Verwandlung hatte eingesetzt, und allmählich würde das Mädchen ein Teil des Waldes und des Wassers werden. Wenn niemand sie fand, würde die Natur das Ihre tun und sich das Kind wieder aneignen.

Noch wusste niemand, dass sie nicht mehr da war.

"GLAUBST DU, DEINE Mutter heiratet in Weiß?" Erica drehte sich im Doppelbett zu Patrik um.

"Sehr witzig, echt", sagte er.

Erica knuffte ihn lachend in die Seite.

"Wieso belastet es dich so, dass deine Mutter heiratet? Dein Vater ist schon lange wieder verheiratet, und das findest du doch auch nicht seltsam."

"Ich weiß, es ist albern von mir." Patrik schüttelte den Kopf, schwang die Beine aus dem Bett und zog sich die Socken an. "Ich mag Gunnar und freue mich, dass Mama nicht allein sein muss ..."

Er stand auf und schlüpfte in seine Jeans.

"Wahrscheinlich ist es nur ein wenig ungewohnt für mich. Mama war allein, seit ich denken kann, und wenn man das gründlich analysiert, spukt bestimmt irgendein Mutter-und-Sohn-Ding in mir herum. Ich finde es nur so ... merkwürdig ... meine Mutter hat ein ... Liebesleben."

"Du findest es also merkwürdig, dass sie und Gunnar miteinander schlafen?"

Patrik hielt sich die Ohren zu.

"Hör auf!"

Erica warf ihm lachend ein Kissen an den Kopf. Es flog umgehend zurück, und kurz darauf herrschte Krieg. Patrik stürzte sich auf sie, aber die Rauferei ging schnell in Zärtlichkeiten und tiefe Atemzüge über. Sie strich sanft über seine Hosenknöpfe und öffnete den oberen.

"Was macht ihr?"

Majas helle Stimme ließ sie innehalten. Sie schauten zur Tür. Dort stand nicht nur Maja, sondern sie wurde flankiert von ihren kleinen Zwillingsbrüdern, die genau wie sie belustigt die Eltern im Bett beobachteten.

"Wir haben uns nur ein bisschen gekitzelt." Außer Atem stand Patrik auf.

"Reparier endlich diesen Haken!", zischte Erica und zog die Bettdecke über ihren nackten Oberkörper.

Dann setzte sie sich auf und zwang sich, die Kinder anzulächeln.

"Geht schon mal runter und deckt den Frühstückstisch, wir kommen gleich."

Patrik, der sich mittlerweile vollständig angezogen hatte, scheuchte die Kinder vor sich her.

"Wenn du es nicht schaffst, diesen Haken anzubringen, frag doch Gunnar. Der ist doch allzeit bereit mit seiner Werkzeugkiste. Falls er nicht gerade an deiner Mutter rumschraubt ..."

"Es reicht." Lachend ging Patrik aus dem Zimmer.

Mit einem Lächeln auf den Lippen legte Erica sich wieder ins Bett. Sie konnte es sich erlauben, sich mit dem Aufstehen noch ein wenig Zeit

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