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Die falsche Neun Thriller von Kerr, Philip (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.10.2016
  • Verlag: Tropen
eBook (ePUB)
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Die falsche Neun

Nur weil Fußball ein Sport ist, heißt das nicht, dass immer fair gespielt wird - schon gar nicht, wenn es um junge Nachwuchstalente und internationale Verbände geht. Trainer Scott Manson landet wieder mittendrin im Sumpf des korrupten Spitzensports. Scott Mansons Karriere als Fußballtrainer in der Premier League ist vorbei, bevor sie richtig begonnen hat. Nach einem Skandal bei London City und einem kurzen Intermezzo bei einem chinesischen Verein, dessen Eigentümer ein windiger Geschäftsmann ist, scheint Scotts Ruf endgültig ruiniert. Da erhält er einen Hilferuf vom FC Barcelona: Stürmerstar Jérôme Dumas ist nicht zum Training erschienen und wird seit einem Urlaub auf seiner Heimatinsel vermisst. Scott hat nur wenige Wochen Zeit, den Kicker zu finden. Auf seiner Spurensuche von Paris bis auf die Antillen begegnet Scott einem mörderischen System, das den Kampf um junge Talente auf ein anderes, tödliches Spielfeld verlegt hat. Philip Kerr, geboren 1956 in Edinburgh, war New-York-Times-Bestsellerautor. Für seine Bestseller "Game over" und "Das Wittgensteinprogramm" wurde er u. a. mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet. Kerr war begeisterter Anhänger von Arsenal London. Er ist im März 2018 verstorben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 29.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783608100259
    Verlag: Tropen
    Serie: Scott Manson Bd.3
    Originaltitel: The false nine
    Größe: 2850 kBytes
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Die falsche Neun

Kapitel 1

Wenn ich ein bisschen Aufmunterung brauche, lese ich immer auf Twitter ein paar Tweets über mich selbst und bin jedes Mal zutiefst beeindruckt vom wahren Sportsgeist und der grundlegenden Fairness der britischen Öffentlichkeit.

Manson, du nichtsnutziger Drecksack! Deine beste Leistung bei City war deine Kündigung. #CityinderKrise

Hast du wirklich gekündigt, Manson? Oder wurdest du gefeuert wie die ganzen anderen überbezahlten Hackfressen von Trainern? #CityinderKrise

Du lässt uns hängen, Manson. Hättest du nicht hingeworfen, hätten wir jetzt nicht Kolchak am Hals und wären Viertletzter. #CityinderKrise

Komm zurück in die Crown of Thorns, Scott. Mourinho hat's auch getan. Warum nicht du? Alles ist vergeben und vergessen. #CityinderKrise

Dein Gelaber bei @ BBCMOTD über Chelsea hältst du wohl für besonders schlau, du schwarzer Klugscheißer. Colin Murray ist nichts gegen dich.

Bloß weil du auf dem Cover der GQ warst, heißt das noch lange nicht, dass du kein Hurensohn bist, Manson. Ein schwarzer Hurensohn im Maßanzug.

Komm zurück, Scott. Seit du weg bist, ist Fußball kacke. Kolchak ist einfach zu dämlich. #CityinderKrise

Wann verrätst du endlich, warum du City verlassen hast, Manson? Dein Schweigen schadet dem Verein. #CityinderKrise

Ich bin eigentlich nur bei Twitter, weil mein Verleger meint, dass das den Verkauf meines Buchs in der Vorweihnachtszeit ankurbelt. Es gibt eine neue Taschenbuchauflage mit einem Extrakapitel über mein kurzes Gastspiel bei London City. Nicht, dass viel drinstehen würde. Ich hatte dem Clubeigentümer, Viktor Sokolnikow, eine Geheimhaltungsverpflichtung unterschreiben müssen, also darf ich nicht enthüllen, warum ich den Verein verlassen habe, was hauptsächlich mit Bekim Develis Tod zusammenhing, soweit ich das sagen darf. Das neue Kapitel musste natürlich von Viktors Anwälten abgesegnet werden. Um ehrlich zu sein ist es nicht das Papier wert, auf dem es gedruckt ist, und kein Tweet der Welt kann daran etwas ändern.

Ich bin kein Fan von Social Media. Ich glaube, wir wären alle besser dran, wenn jeder Tweet fünf Pence kosten würde oder man vor dem Abschicken eine Briefmarke draufkleben müsste. Die Meinung der meisten Leute, einschließlich meiner, ist einen Scheiß wert. Und damit meine ich die der Vernünftigen. Klar gibt's auch jede Menge Hass auf Twitter, und ein Großteil davon hat mit Fußball zu tun. In gewisser Weise überrascht mich das nicht. Früher, als eine Stadionzeitung nur ein Pfund gekostet hat und ein Ticket nicht mehr als zehn, waren die Leute im Fußball etwas nachsichtiger. Heute, wo man für ein Ticket bei einem Spitzenverein wie ManU sechs, sieben Mal so viel abdrücken muss, ist es verzeihlich, dass die Fans mehr von ihrer Mannschaft erwarten. Na ja, fast.

Das Komische ist, dass ich die netten Sachen, die die Leute über mich twittern, nie groß beachte, aber bei Beleidigungen und Beschimpfungen kann ich irgendwie nicht anders. Ich bemühe mich zwar, sie zu ignorieren, aber das ist schwer, okay? Da hat Twitter was von einer Flugreise; wenn alles gut läuft, macht man sich keine großen Gedanken, aber man kann gar nicht anders, als sich Gedanken zu machen, wenn irgendwas schiefgeht. Seltsam auch, dass ein kleiner Teil von mir findet, dass die negativen Tweets immer auch ein Körnchen Wahrheit enthalten. Wie dieser hier:

Hättest du es drauf, wärst du jetzt bei nem anderen Verein, Manson. Ohne Zarco würdest du immer noch Hütchen einsammeln.

Oder dieser:

Tief in dir drin wusstest du doch, dass das eine Nummer zu groß war für dich. Deshalb hast du verkackt, du Vollpfosten. #CityinderKrise

Und manchmal, wenn auch eher selten, liest man etwas, was für das Spiel selbst interessant ist. Wie der hier:

Du hast nie kapi

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