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Die Garde des Satans - Thriller von Conrad, Oliver (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2017
  • Verlag: Verlag DeBehr
eBook (ePUB)
4,99 €
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Die Garde des Satans - Thriller

Hans Vilander fliegt im Frühsommer 1972 im Auftrag eines Hamburger Unternehmens mit einem Sportflugzeug nach Rumänien, um für hohe Regierungsbeamte bestimmte Bestechungsgelder abzuliefern. Das Flugzeug, sein Pilot und das Geld verschwinden nach der illegalen und riskanten Landung spurlos. Ehemalige rumänische Geheimdienstler scheinen involviert, und diese gehen keineswegs zimperlich mit ihren Opfern um. Vilander muss gefunden werden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Fünfundzwanzig Jahre später versucht sein Sohn Mark Vilander, das Schicksal seines Vaters aufzuklären und schaltet ein auf Osteuropa spezialisiertes Ermittlungsbüro ein. Ehemalige Mitglieder der rumänischen Geheimpolizei Securitate, die nach dem Fall des kommunistischen Regimes im Dezember 1989 ein kriminelles Beziehungsgeflecht etabliert haben, versuchen mit den ihnen vertrauten Methoden die Ermittlungen zu behindern. Der Autor lebt und arbeitet in Rumänien - Korruption und Gewalt stehen auch heute noch auf der Tagesordnung des armen Landes. Die Securitate, die ehemalige Geheimpolizei, hat ihre Macht nicht verloren und spinnt im Hintergrund ihre blutigen Fäden. Der Autor entblöst ein System, dem nicht wenige ausgeliefert sind. HOCHSPANNUNG PUR! Der Autor lebt und arbeitet in Rumänien - Korruption und Gewalt stehen auch heute noch auf der Tagesordnung des armen Landes. Die Securitate, die ehemalige Geheimpolizei, hat ihre Macht nicht verloren und spinnt im Hintergrund ihre blutigen Fäden. Der Autor entblößt ein System, dem nicht wenige ausgeliefert sind. HOCHSPANNUNG PUR!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 250
    Erscheinungsdatum: 01.01.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783957533531
    Verlag: Verlag DeBehr
    Größe: 580 kBytes
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Die Garde des Satans - Thriller

0 9.06.1972 Lacul Valiug

Das Licht des Vollmondes schimmerte silbern auf der Oberfläche des von Tannenwäldern gesäumten Stausees. Kein Luftzug kräuselte das wie gegossenes Blei wirkende Wasser, sodass sich die Konturen der umliegenden, bewaldeten Berge gestochen scharf widerspiegelten. Vilander überflog den See mit geringer Geschwindigkeit in westlicher Richtung. Die Positionslichter des Flugzeuges waren ausgeschaltet, und nur die Beleuchtung der Instrumente erhellte das von höchster Konzentration gezeichnete Gesicht des Piloten, dessen Hände ruhig das Steuerhorn hielten. Eine Sekunde lang wünschte er sich, in diesem Moment in jener Fieseler Storch zu sitzen, die er in der letzten Phase des zweiten Weltkrieges als gerade mal Zwanzigjähriger geflogen hatte und die für eine Landung, wie sie ihm nun bevorstand, konstruiert wurde. Dieser einmotorige, italienische Piaggio- Tiefdecker , den er in diesem Moment steuerte, verzieh keine Fehler, aber er verfügte über einen außergewöhnlich leisen Motor, und gerade deswegen war er für diesen Flug ausgewählt worden. Vilander überflog einen am rechten Ufer des Sees gelegenen, noch hell beleuchteten Gebäudekomplex mit einem vorgelagerten, weit in den See hineinragenden Bootsanleger. Die niedrige Flughöhe ließ ihn die Farben der roten Tretboote erkennen, die bewegungslos auf dem Wasser lagen und trotz des bunten Anstriches irgendwie trist wirkten.

Es war die Erholungsanlage Tre Ape oberhalb der Siedlung Garina, das vor dem zweiten Weltkrieg noch Wolfsberg hieß, und wo sich wohlhabende Bürger aus Resita, hauptsächlich Angehörige der auch als Banater Schwaben bekannten deutschen Minderheit in den zwanziger Jahren ihre Ferienhäuser gebaut hatten. Vilanders Auftraggeber hatten gründliche Vorarbeit geleistet: Wie alle markanten Punkte der Flugroute war auch diese Ferienanlage für sogenannte ausgewählte Werktätige exakt beschrieben worden. Eine in Folklore-Gewänder gekleidete Blaskapelle spielte auf der Terrasse mit ohrenbetäubender Lautstärke, und eine kräftig gebaute, in ein knöchellanges Gewand gehüllte Frau sang mit ebenso kräftiger Stimme rumänische Volkswaisen. Vilander fragte sich, wie es wohl jemand in unmittelbarer Nähe dieser Kapelle freiwillig aushielt, wenn die Geräusche, die sie produzierte, sogar bis in die Kanzel des Flugzeuges zu hören waren. Die großen, gelben Sonnenschirme, die immer noch aufgespannt waren, verdeckten teilweise die Sicht auf die Tische, aber dennoch war zu erkennen, dass die Terrasse gut besucht war.

Der Überflug der kleinen Maschine blieb von den zahlreichen Gästen nicht zuletzt wegen der lauten, alle anderen Geräusche überdeckenden Musik unbemerkt. Es waren in der Mehrzahl Angehörige der Verkehrspolizei, Männer mittleren Alters mit Ihren Ehefrauen, für die die Polizeidirektion in Resita ein Sommerfest ausgerichtet hatte. Ein schon recht betagter Ikarus -Bus, dessen taubenblaue Lackierung so matt war wie seine verkratzten Seitenfenster, hatte die Polizisten und ihre Begleiterinnen am frühen Morgen von der fünfzig Kilometer weit entfernten Bezirkshauptstadt hinauf in die Berge von Semenic nach Tre Ape gefahren. Es folgte eine ebenso unerträglich lange wie langweilige Begrüßungsansprache des Polizeichefs, einem schnauzbärtigen Riesen um die Fünfzig, der als Einziger der Gäste seine Uniform trug. Die Rede ließ jedes rhetorische Talent vermissen, und so war jedermann froh, als der Vortrag endlich zu Ende war und eine reichliche Mahlzeit aufgetragen wurde. Es war die typische Speisefolge für festliche Anlässe; Bauernsuppe mit Rindfleisch, Sarmale - kleine Krautwickel mit Polenta -, gegrillte Forellen aus dem See und als Nachspeise Clatite - mit Kirschkonfitüre gefüllte Pfannkuchen. Der freie N

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