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Die großen Western 241 Einstern-Marshal von Waco, G. F. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.03.2018
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Die großen Western 241

Diese Reihe präsentiert den perfekten Westernmix! Vom Bau der Eisenbahn über Siedlertrecks, die aufbrechen, um das Land für sich zu erobern, bis zu Revolverduellen - hier findet jeder Westernfan die richtige Mischung. Lust auf Prärieluft? Dann laden Sie noch heute die neueste Story herunter (und es kann losgehen). Edward Ryan reitet über einen langen Kamm. Der Stern an seiner linken Brust funkelt, wenn der Mond aus den Wolken tritt. Es ist kein gewöhnlicher Stern, wie ihn ein Sheriff tragen würde. Ed Ryan ist seit über vier Jahren Staatenmarshal. Ein Mann, der überall und nirgends auftauchen kann und mit besonderen Vollmachten ausgestattet ist. Und jeder Sheriff und jeder Townmarshal hat sich ihm zu beugen. Alles an ihm ist schwarz: Der Hut, die Lederhose, das Hemd, die Chaps und die Kolben der beiden schweren 45er an den Oberschenkeln. Sie ragen weit nach den Seiten aus den Halftern. Der Mann im Sattel seines pechschwarzen Rapphengstes nimmt den Stern ab und steckt ihn in die Tasche. Am Horizont erkennt er die Lichter von zwei großen Ranches. Er seufzt tief und bitter. Die Lichter zur linken Hand gehören zur Balkenranch. Dort ist er aufgewachsen. Aber er ist sicher, daß er für die Bewohner so gut wie tot ist. Er seufzt noch einmal. Dann lenkt er den Rappen herum, treibt ihn durch das Buschwerk dieses Plateaus. 'Niemand wird mich erkennen. Zwölf Jahre sind eine höllisch lange Zeit. Mein Stern könnte dieses Land verrückt machen. Lassen wir ihn also für eine kleine Weile in der Tasche. Los, King, Marbuck City wartet auf uns beide!' preßt er durch die Zähne. Die Dunkelheit schluckt Mann und Pferd. Kurz vor der Stadt hört er ihren Lärm. Sie lebt erst in der Nacht richtig, denn sie liegt mitten im Rinderland. Und die Boys der beiden großen Ranches haben heute ihren Monatslohn erhalten. Deshalb wird es heute rauh und hart in Marbuck City zugehen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 27.03.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740927882
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 252 kBytes
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Die großen Western 241

Edward Ryan reitet über einen langen Kamm.

Der Stern an seiner linken Brust funkelt, wenn der Mond aus den Wolken tritt.

Es ist kein gewöhnlicher Stern, wie ihn ein Sheriff tragen würde.

Ed Ryan ist seit über vier Jahren Staatenmarshal. Ein Mann, der überall und nirgends auftauchen kann und mit besonderen Vollmachten ausgestattet ist.

Und jeder Sheriff und jeder

Townmarshal hat sich ihm zu beugen.

Alles an ihm ist schwarz:

Der Hut, die Lederhose, das Hemd, die Chaps und die Kolben der beiden schweren 45er an den Oberschenkeln. Sie ragen weit nach den Seiten aus den Halftern.

Der Mann im Sattel seines pechschwarzen Rapphengstes nimmt den Stern ab und steckt ihn in die Tasche.

Am Horizont erkennt er die Lichter von zwei großen Ranches. Er seufzt tief und bitter. Die Lichter zur linken Hand gehören zur Balkenranch. Dort ist er aufgewachsen. Aber er ist sicher, daß er für die Bewohner so gut wie tot ist.

Er seufzt noch einmal. Dann lenkt er den Rappen herum, treibt ihn durch das Buschwerk dieses Plateaus.

"Niemand wird mich erkennen. Zwölf Jahre sind eine höllisch lange Zeit. Mein Stern könnte dieses Land verrückt machen. Lassen wir ihn also für eine kleine Weile in der Tasche. Los, King, Marbuck City wartet auf uns beide!" preßt er durch die Zähne.

Die Dunkelheit schluckt Mann und Pferd.

Kurz vor der Stadt hört er ihren Lärm. Sie lebt erst in der Nacht richtig, denn sie liegt mitten im Rinderland. Und die Boys der beiden großen Ranches haben heute ihren Monatslohn erhalten.

Deshalb wird es heute rauh und hart in Marbuck City zugehen. Ed Ryan weiß, daß die Reiter der Balkenranch und der Bar Tree sich nicht gerade lieben. Darum kommt er genau heute, weil er es gleich erleben will.

Er lenkt den Rappen weit um die Häuser herum und kommt von hinten auf den Hof des größten Mietstalles der Stadt.

Ed Ryan kennt ihn noch.

Nun sieht er das Schild über dem Eingang zu den Ställen.

"Hier können Pferde eingestellt und gemietet werden. Red Cloud, Besitzer", liest er.

Nicht mehr Dan Holbers, dieser alte Büffel. Warum, zum Teufel, mag er seinen Stall verkauft haben? denkt Ryan unruhig.

Ehe er aus dem Sattel steigt, kommt ein Junge eilig auf den Hof.

"Hallo, ich möchte mein Pferd hier einstellen", sagt Ed Ryan ruhig.

Der Junge dreht sich um und ruft in den Stall: "Kaliko, komm raus, hier ist ein Fremder, er will sein Pferd einstellen!"

Ed Ryan fühlt alte Erinnerungen in sich aufsteigen, als er den Namen hört.

So hieß der Broncobuster auf der Balkenranch, die Big Sam, Ed Ryans Vater, gehört. Aber es wird kaum dieser alte Halbindianer sein.

Dann erschrickt er fast, denn der alte Mann ist wirklich Kaliko. Er sieht darin eine Bestätigung seiner schlimmen Ahnungen, daß auf der Balkenranch nicht alles richtig ist. Dieser wilde und verwegene Reiter hätte nie die Ranch verlassen, wenn es keinen Grund gäbe.

Kaliko ist neben dem Sattel Ryans und fragt: "Wo ist dein Stern, Marshal? Junge, es wird verdammt Zeit, daß du kommst. Dein Alter hat nichts mit dem Verdruß zu tun. Laß dich nicht auf den verkehrten Gaul setzen, wie sie es wollen. Ich hause unten am River. Du solltest mich bald besuchen, vielleicht weiß ich ein wenig mehr als diese alten Narren hier zusammen."

"Woran hast du mich erkannt, Kaliko?" fragt der große Mann.

Kaliko zeigt seine blitzenden Zähne.

"Ich brachte dir den richtigen Sattelsitz bei. Daran erkannte ich dich. Und du gleichst Big Sam wie ein Ei dem anderen. Nur - es ist schon zwanzig Jahre her, daß er so ausgesehen hat wie du. Keine Angst, niemand wird dir ansehen, aus welchem Corral du stammst, denn du hast dich mächtig verändert. Nicht nur, daß du den Namen deiner Mutter angenommen hast. - Na, wo ist dein Stern?" fragt er wieder.

"Du verdammter Hundesohn - hier sitzt er. Nur damit du endlich Ruhe gibst!" murmelt Ed

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