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Die großen Western 52 Das Schlitzohr von Barner, G. F. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.10.2014
  • Verlag: Kelter
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Die großen Western 52

Diese Reihe präsentiert den perfekten Westernmix! Vom Bau der Eisenbahn über Siedlertrecks, die aufbrechen, um das Land für sich zu erobern, bis zu Revolverduellen - hier findet jeder Westernfan die richtige Mischung. Lust auf Prärieluft? Dann laden Sie noch heute die neueste Story herunter (und es kann losgehen). John Blunt, der sich selbst den größ ten und gerissensten Hehler westlich von Del Rio in Texas nannte, hockte hinter dem Tisch, als hätte ihn der Schlag getroffen. Der große, dicke Mann, für den der gefürchtete Grenz bandit Tyler Coburn und einige andere Schurken laufend in Texas Pferde und Vieh stahlen, atmete rasselnd. Was, zum Teufel, war nur passiert? Wenn Blunt auch geizig war, so hatte er doch bis jetzt beinahe zweitausend Dollar ausgegeben, um den Texas Ran ger Tom Kelly tot zu sehen. Alle hinter hältigen Anschläge Blunts waren jedoch mißlungen. Vor acht Wochen hatte er zwei mexikanischen Pistoleros dreihun dert Dollar gezahlt. Beide waren nun tot, und selbst der verrufene, tödlich schnelle Skalpjäger Bat Kilroy, dem Blunt fünfzehnhundert Dollar "Ab schußprämie" für Kelly im voraus ge zahlt hatte, lebte nun nicht mehr. Adam Pierce, der Revolvermann und persönliche Leibwächter John Blunts, lehnte an der Wand des Hotelzimmers in Acuna und blinzelte müde. Pierce war zwar erschöpft, doch hellwach. Er hatte Blunt nie gemocht. Dieser dicke Bursche machte sich nie die Finger selbst schmutzig. Er ließ immer andere die Dreckarbeit verrichten, und manch mal behandelte er auch Pierce wie den letzten schmutzigen Hofhund. Jetzt hat es ihn voll erwischt, dachte Pierce voller Schadenfreude, fünfzehn hundert Dollar verloren, die er bestimmt niemals wiedersieht, das haut den dicken Halun ken glatt um, was? Pierce blickte gleichmütig vor sich nieder. Niemand ahnte, daß Kilroy ihm, wenige Stunden bevor er aus dem Hin terhalt auf Tom Kelly und dessen Hund Rex gefeuert hatte, die Satteltaschen mit den fünfzehnhundert Dollar über geben hatte.

G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde quasi als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Sein überragendes Werk beläuft sich auf 764 im Martin Kelter Verlag erschienene Titel. Seine Leser schwärmen von Romanen wie 'Torlans letzter Ritt', 'Sturm über Montana' und ganz besonders 'Revolver-Jane'. Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. So unterschiedliche Romanreihen wie 'U. S. Marines' und 'Dominique', beide von ihm allein geschrieben, beweisen die Vielseitigkeit dieses großen, ungewöhnlichen Schriftstellers.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 07.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863774295
    Verlag: Kelter
    Größe: 728kBytes
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Die großen Western 52

John Blunt, der sich selbst den größ-ten und gerissensten Hehler westlich von Del Rio in Texas nannte, hockte hinter dem Tisch, als hätte ihn der Schlag getroffen. Der große, dicke Mann, für den der gefürchtete Grenz-bandit Tyler Coburn und einige andere Schurken laufend in Texas Pferde und Vieh stahlen, atmete rasselnd. Was, zum Teufel, war nur passiert?

Wenn Blunt auch geizig war, so hatte er doch bis jetzt beinahe zweitausend Dollar ausgegeben, um den Texas Ran-ger Tom Kelly tot zu sehen. Alle hinter-hältigen Anschläge Blunts waren jedoch mißlungen. Vor acht Wochen hatte er zwei mexikanischen Pistoleros dreihun-dert Dollar gezahlt. Beide waren nun tot, und selbst der verrufene, tödlich schnelle Skalpjäger Bat Kilroy, dem Blunt fünfzehnhundert Dollar "Ab-schußprämie" für Kelly im voraus ge-zahlt hatte, lebte nun nicht mehr.

Adam Pierce, der Revolvermann und persönliche Leibwächter John Blunts, lehnte an der Wand des Hotelzimmers in Acuna und blinzelte müde. Pierce war zwar erschöpft, doch hellwach. Er hatte Blunt nie gemocht. Dieser dicke Bursche machte sich nie die Finger selbst schmutzig. Er ließ immer andere die Dreckarbeit verrichten, und manch-mal behandelte er auch Pierce wie den letzten schmutzigen Hofhund.

Jetzt hat es ihn voll erwischt, dachte Pierce voller Schadenfreude, fünfzehn-hundert Dollar verloren, die er bestimmt niemals wiedersieht, das haut den dicken Halun-ken glatt um, was?

Pierce blickte gleichmütig vor sich nieder. Niemand ahnte, daß Kilroy ihm, wenige Stunden bevor er aus dem Hin-terhalt auf Tom Kelly und dessen Hund Rex gefeuert hatte, die Satteltaschen mit den fünfzehnhundert Dollar über-geben hatte. Kilroy war sich immer ein Stück größer als andere vorgekommen. Er und Pierce hatten sich vom ersten Se-hen an nicht gemocht, und um Pierce zu beweisen, daß er groß genug war, auch einen Ranger zu töten, hatte ihm Kilroy die Satteltaschen übergeben.

Es war Kilroys "Geschäftsbedingung" gewesen, sein Geld stets vor einem Auftrag zu kassieren. Wahrscheinlich hatte er, wenn sein Auftrag fehlschlug oder sogar tödlich für ihn endete, wenigstens mit dem Geld in der Tasche sterben wollen.

Nicht einmal Kilroys vier Skalpjägerfreunde, die auf den Kerl in Del Rio gewartet hatten, hatten es für denkbar gehalten, daß sich ein Mann wie Kilroy jemals von seinem Geld getrennt haben sollte.

Und doch war es so gewesen. Wie diese vier heruntergekommenen Strolche nahm ganz Del Rio an, daß Kilroy die fünfzehnhundert Dollar dort versteckt haben mußte, wo ihn sein gerechtes Schicksal ereilt hatte. Alles, was Beine hatte, suchte nun fieberhaft nach Kilroys Dollars.

Sogar Pierce hatte mitgesucht, und er war sicher, kein Mensch würde auf die Idee kommen, dieses Geld bei ihm zu vermuten.

"Pierce!"

"Wenn du meine ganz ehrliche Meinung hören willst - nein", antwortete

Pierce achselzuckend. "Du hättest diese Narren sehen müssen, Blunt. Sie haben jeden Stein umgeworfen und jede Felsplatte hochgehoben, unter der etwas versteckt sein konnte. Ich habe viel gesehen, aber einen solchen Haufen Narren noch nicht. Statt erst nach Spuren zu sehen und zu suchen, sind sie wie Heuschrecken auf das Gelände gestürzt. Sie haben alles umgewühlt, was auf zweihundert Schritt in der Runde von der Stelle entfernt liegt, an der Kilroy gestorben ist."

"Läßt sich dieser Idiot erschießen", giftete Bunt. "Mein gutes Geld. Glaubst du, es ist für immer verloren?"

"Was sonst?" murmelte Perce kühl. "Vielleicht hat es lä

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