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Die Hure des Todes Quarantäne Band 1 von Schwarz, Jon W. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.07.2016
  • Verlag: Morawa Lesezirkel
eBook (ePUB)
2,99 €
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Die Hure des Todes

'Man sollte nicht versuchen alles zu verstehen, manchmal ist es besser, Dinge einfach zu akzeptieren.' In einer Zeit, in der Krankheit, Hunger und Elend wie ein Demokles Schwert über den Menschen schwebte, war der Tod für viele der einzige Ausweg aus dieser Hölle. Aurelia und Emilio wählten einen anderen, grausamen Weg um zu überleben. Doch kein menschliches Leben wird je ausreichen, um den Preis dafür zahlen zu können.

Jon W. Schwarz wurde in der Nähe von Lausanne, ende September 1968 geboren und wuchs in Innsbruck bei einer Tante auf. Nach der Lehre als Tischler verzog er, in den 90 Jahren nach Wien. Jon heiratete erst sehr spät und lebt nun mit seiner Frau am Rande von Wien. Das Interesse am Schreiben von Kurzgeschichten, die meist ein humoristisches Ende haben, lebte er schon in seiner Jugend aus. Im Jahr 2015 schrieb Jon den ersten Teil der Trilogie 'Die Hure des Todes' mit dem Titel 'Quarantäne'. Der Roman wurde 2016 von My Morawa veröffentlicht. Die beiden weiteren Teile der Trilogie 'Wahnsinn und Verbindung' kommen beide im gleichen Jahr zur Veröffentlichung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 25.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783990571903
    Verlag: Morawa Lesezirkel
    Größe: 988kBytes
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Die Hure des Todes

Kapitel eins

1

" Sobald er eingeschlafen ist, nimmst Du meinen Revolver und erschießt ihn, keine Sorge er ist geladen !", sagte Onkel Ron damals zu mir. Ich kann mich noch gut erinnern ich war gerade mal 12 Jahre. Tränen füllten meine Augen als ich ihm widersprach: " Nein - ich kann das nicht !".

" Es ist nicht schwerer als einen Fisch zu töten, was ist Dein Problem ?" fragte er in seiner typisch rauen Art und zog dabei seine rechte Augenbraue hoch. Meine Stimme überschlug sich vor Aufregung: " Aber Capone ist kein Fisch, er ist mein Freund ! Erwiderte ich in einem erstickten weinerlichen Ton. " Umso mehr ist es Deine Pflicht, Capone von seinem Leiden zu erlösen !" forderte er erbarmungslos.

So sehr ich meinen Onkel auch bewunderte so sehr hasste ich ihn auch, ein " Nein " hatte er nie akzeptiert. Und die Kälte die einem entgegenschlug sollte man es wagen ihm zu widersprechen, konnte man nicht nur Fühlen nein man sah sie auch wenn sie einem die Haare auf den Armen in die Höhe stehen ließ.

" Capone ist Dein Hund, Du trägst die Verantwortung für ihn. Werde endlich erwachsen und handle wie ein Mann erlöse in von seinem Leid !"

Wir diskutierten noch sicher eine Stunde, doch ich hatte gegen die Argumente und den Nachdruck, den mein Onkel diesen verlieh, keine Chance. Capone war gut zwei Jahre älter als ich und Zeit meines Lebens ein guter, treuer Begleiter, leider war er inzwischen alt und krank, und ja, ich habe letztendlich meinen Hund und Freund, Capone erschossen. Ich war wochenlang völlig verstört, hatte ewig Gewissensbisse deshalb, doch heute verstehe ich den Standpunkt meines Onkels. Sicher wir hätten den Hund auch zum Tierarzt bringen können, um ihn von einem Fachmann einschläfern zu lassen, doch Onkel Ron wollte einerseits den Hund nicht länger, als nötig leiden lassen und andrerseits wollte er mich lehren Verantwortung zu übernehmen. Außerdem war er stets der Meinung es sei wichtig das Leben als Ganzes zu sehen inklusive Geburt und Tod.
2

An meinem siebenten Geburtstag im Jahre 1946 stand er plötzlich vor unserer Tür. Ich werde dieses Bild nie vergessen, in seinem Rücken stand die Sonne, sodass ich von ihr geblendet wurde und sein Gesicht nicht sehen konnte. Die wenigen Worte, die er sprach, sind mir im Laufe der Jahre verloren gegangen, doch ich kann heute noch fühlen, wie sich mein Magen zusammen zog. Wie sich meine Hände verkrampften und meine Beine ihre Kraft verloren. Es schien, als würde mir jemand die Luft zum Atmen nehmen.

Dieser Fremde war ein Kamerad meines Vaters, eine Bekanntschaft die er im Europa machte. In einem dieser Lager die in den Dreißigern von den Deutschen gebaut wurden, lernten sie sich kennen. Als mein Vater eingezogen wurde, um im 2. Weltkrieg in Europa zu kämpfen, war ich gerade mal 4 Jahre und er kam nie zurück, sodass ich ihn hätte kennenlernen können. Doch Onkel Ron schien, durch die Geschichten meines Vaters, mich und meine Mutter recht gut zu kennen. Er versprach meinem Vater sich, vor allem, um mich zu kümmern, sollte er nicht in die Heimat zurückkehren. So war es dann auch, Onkel Ron besuchte uns anfangs mehrmals im Jahr, zahlte meine Ausbildung, überzeugte mich davon mich nicht freiwillig zum Militäreinsatz in Vietnam zu melden und ermutigte mich immer wieder meinen Job nicht an den Nagel zu hängen. Er war ein weiser Mann, mit schier unendlichem Wissen über die Welt und ihre Menschen und teilte gerne seinen geistigen Schatz mit mir.

Eines Tages stand er wieder vor unserer Tür und teilte uns mit das er ein Haus in der Nähe von uns zu kaufen gedachte. Von damals an sah ich in jeden Tag und er wurde zu einem Freund meiner Mutter und zu einem Ratgeber von mir.
3

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