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Die Macht des Präsidenten Thriller von Clancy, Tom (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.05.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Die Macht des Präsidenten

Eine schwimmende Erdgasanlage vor der litauischen Küste explodiert nach einem Bombenanschlag. Ein venezolanischer Staatsanwalt wird gemeuchelt. Bei einem Handstreich gegen einen russischen Truppenzug gibt es Dutzende Tote. Eine anarchische Welt ist die beste Tarnung, den eigentlichen Plan mit scheinbar zusammenhanglosen Übergriffen zu verschleiern. Nur ein Mann erkennt das Muster hinter all den perfiden Terroranschlägen rund um die Welt. Kann US-Präsident Jack Ryan den skrupellosen Drahtzieher zur Strecke bringen - oder stürzt das gestörte Gleichgewicht der Kräfte die Welt ins bodenlose Chaos?

Tom Clancy hatte mit seinem ersten Thriller, Jagd auf Roter Oktober, auf Anhieb internationalen Erfolg. Der Meister des Techno-Thrillers stand seitdem mit allen seinen großen Büchern an der Spitze der internationalen Bestsellerlisten. Tom Clancy starb im Oktober 2013.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 816
    Erscheinungsdatum: 29.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641206482
    Verlag: Heyne
    Serie: Jack Ryan .18
    Originaltitel: Commander in Chief (A Jack Ryan Jr. Novel)
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Die Macht des Präsidenten

Prolog

D ie Norweger verkauften ihren geheimen U-Boot-Stützpunkt an die Russen, und zwar über eBay.

Kein Scherz.

Tatsächlich wurde die Transaktion über Finn.no, das regionale Pendant zu der Online-Handelsplattform, abgewickelt, und der Käufer war nicht der Kreml, sondern ein Privatmann, der die Anlage umgehend an einen russischen Staatskonzern verpachtete. Gleichwohl war der Stützpunkt die einzige nichtrussische militärische Dauereinrichtung an der strategisch wichtigen Barentssee, und allein die Tatsache, dass die Nato den Kauf überhaupt duldete, sagte alles über die Kriegsbereitschaft des Bündnisses.

Und der Vorgang verriet auch einiges über die russischen Absichten. Als der Käufer auf "kaufen" klickte, trat Norwegen den Stützpunkt der Königlich Norwegischen Marine Olavsvern für rund fünf Millionen Dollar ab, also für ein Drittel des Preises, den das Land eigentlich verlangt hatte, und für ein mickriges Prozent dessen, was die Nato einst in seinen Bau gesteckt hatte.

Mit diesem Geschäft schlugen die Russen zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie erwarben eine strategisch günstig gelegene Anlage, die sie nach Belieben nutzen konnten, und entzogen sie gleichzeitig dem Zugriff des Westens.

Olavsvern ist ein imposanter Komplex wie aus einem James-Bond-Film. Nördlich des Polarkreises nahe der Stadt Tromsø in eine Bergflanke gehauen, bietet er direkten Zugang zum Meer und verfügt über ein unterirdisches Tunnelsystem, massive U-Boot-Bunker mit sprengsicheren Toren, ein Trockendock, das große Kriegsschiffe aufnehmen kann, einen 3000 Quadratmeter großen Tiefwasserkai, Mannschaftsquartiere mit Notstromversorgung und 15 000 Quadratmeter Landfläche, die, da tief in den Fels getrieben, gegen einen direkten Atomangriff geschützt sind.

Zum Zeitpunkt des Verkaufs verdrehten die Befürwor ter - darunter auch der norwegische Ministerpräsident - jedes Mal die Augen, wenn jemand das Geschäft als unklug kritisierte: Der Käufer habe versprochen, dass die Russen die Einrichtung zur Versorgung ihrer Ölplattformen nutzen würden - schließlich bohrten sie überall in der Barentssee, sodass daran nichts Verwerfliches sei. Doch die Tinte unter dem Vertrag war kaum trocken, da war die Ölindustrie auch schon vergessen, und die gewaltige U-Boot-Höhle nahm eine Flotte von Forschungsschiffen auf, die im Auftrag eines von Kreml-Insidern geführten Staatskonzerns unterwegs waren. Und Kenner der russischen Kriegsmarine und der nachrichtendienstlichen Infrastruktur in der Arktis wussten, dass Forschungsschiffe häufig Hand in Hand mit Kreml und Staatskonzernen arbeiteten, Überwachungsmaßnahmen durchführten und sogar Mini-Kampf-U-Boote in internationalen Gewässern manövrieren ließen.

Der norwegische Ministerpräsident, der den Handel gebilligt hatte, schied bald darauf aus dem Amt und wurde neuer Nato-Generalsekretär. Wenig später versetzten die Russen ihre Nordflotte in volle Gefechtsbereitschaft und verstärkten ihre Aktivitäten in der Barentssee um das Fünffache gegenüber den letzten Tagen, als Olavsvern noch ein wachsames Auge auf sie gehabt hatte.

D er russische Präsident Walerij Wolodin stand mit zufriedener Miene in der arktischen Kälte, denn er dachte gerade an Olavsvern, obwohl er sich rund 400 Kilometer weiter östlich befand.

Es war ein verheißungsvoller Morgen hier in der Sajda-Bucht, der Heimat der 31. U-Boot-Division, und Wolodin dachte deshalb an den großen Stützpunkt in Norwegen, weil er sich völlig darüber im Klaren war, dass die heutige Operation nicht die geringsten Erfolgsaussichten gehabt hätte, wäre Olavsvern noch von der Nato betrieben worden.

Der russische Präsident stand im Bug der Pjotr Weliki, eines atomgetriebenen Raketenkreuzers der Kirow-Klasse, der das Flaggschiff der Nordflotte bildete. Er trug einen Burberry-Mantel

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