text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Namen der Toten Kriminalroman von Bailey, Sarah (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.01.2018
  • Verlag: Penguin Verlag
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Namen der Toten

Detective Richard Vega fühlt sich wie in einem schlechten Traum, als nahe der südenglischen Kleinstadt Tunbridge Wells die Leiche eines 15-Jährigen gefunden wird. Denn vor sechs Jahren stand er an derselben Stelle schon einmal über die Leiche eines Teenagers gebeugt, der auf dieselbe Weise getötet wurde. Hat Vega damals den Falschen verhaftet? Hat er erneut Schuld auf sich geladen? Denn dies wäre nicht der einzige Tod, der auf seinem Gewissen lastet ... Sarah Bailey hat Kriminologie und Angewandte Psychologie studiert. Sie ist verheiratet, hat einen Sohn und lebt in Tunbridge Wells, einer Kleinstadt im Südosten Englands, wo auch ihre Krimireihe um Detective Richard Vega spielt. "Die Namen der Toten" ist ihr erster Roman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 09.01.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641218935
    Verlag: Penguin Verlag
    Serie: Richard Vega .1
Weiterlesen weniger lesen

Die Namen der Toten

2

Ostermontag, abends

BIST DU HIER ?? : D

Die Nachricht war die vierte, die Cherry ihm geschickt hatte. Richard Vega stand jetzt seit zwanzig Minuten draußen vor dem Musikclub, konnte sich aber nicht dazu aufraffen, hineinzugehen und ihr Gesellschaft zu leisten, noch nicht. Er würde warten, bis er sie spielen hörte, und dann erst hinaufgehen.

Der kleine Laden lag im ersten Stock eines Gebäudes mit einer georgianischen Säulenreihe. Er hatte einen unebenen Holzboden, eine schwer zugängliche Bar und kleine, dunkle Nischen, die durch zusätzliche Wände zwischen den tragenden Balken entstanden waren. Die Akustik war fragwürdig, und es war grundsätzlich gerammelt voll und heiß. Er hatte nicht wirklich Platzangst, er mochte einfach keine drängelnden Menschenmassen.

Nein, hier draußen gefiel es ihm besser. Zwischen den Bögen konnte er mehr Beobachter als Teilnehmer sein. Er zog seine Lederjacke enger um die Schultern und nahm einen Zug an seiner Selbstgedrehten.

Es war das Osterwochenende im wohlhabenden Kurort Royal Tunbridge Wells. Die Linden an der Kurpromenade The Pantiles waren mit Lichterketten geschmückt und die Pubs und Restaurants mit ihren prächtigen Fassaden hell erleuchtet. Die Gerüche und die Gespräche schwappten hinaus auf die gepflasterte Straße.

Die Temperatur lag nur knapp über dem Gefrierpunkt, aber The Pantiles war trotzdem voller junger Menschen, die das Geld ihrer Eltern unter die Leute bringen und richtig Dampf ablassen wollten. Und sei es auch nur für eine Nacht.

Vegas Blicke folgten dem Schauspiel, wobei er die Dealer aus London zu ignorieren versuchte, die sich dreist unter die Menge mischten. Er war nicht im Dienst. Er würde nicht einschreiten. Schließlich hatte er Cherry versprochen, sich ihr Konzert anzuhören, und auch wenn sie es nicht zugeben würde, war ihm klar, dass sie sich ziemlich Sorgen machte, wie es beim Publikum ankommen würde. Wenn es ihm gelang, sie ein wenig zu beruhigen, war das die überteuerten Getränke und sein Unbehagen in der jugendlichen Menge schon wert.

Aus den Fenstern oben drangen die ersten Fetzen Musik, also zog Vega ein letztes Mal an seiner Zigarette und machte sich bereit, in die erzwungene Intimität des Grey Lady einzutauchen.

Er stieg gerade die schmale Treppe hoch, als er ein vertrautes Summen in seiner Brusttasche spürte. Eigentlich hatte er heute Abend nicht darauf reagieren wollen. Doch die Macht der Gewohnheit ließ ihn einen Blick auf die Nummer des Anrufers werfen, noch bevor er überhaupt realisiert hatte, dass er sein Handy aus der Tasche gezogen hatte.

MIT - Murder Investigation Team.

Nein. Nicht heute Abend. Er ließ es klingeln, bis der Anrufer zur Mailbox durchgestellt wurde. Trotzdem machte es ihn kribblig. Er war fast dankbar, dass der Anrufer es ein zweites Mal versuchte, noch ehe er den ersten Treppenabsatz erreicht hatte. Hinter ihm bildete sich bereits eine Schlange, sodass er unter gemurmelten Entschuldigungen wieder nach draußen trat. Er nahm den Anruf am schmiedeeisernen Geländer an, von dem man den Lower Walk überblicken konnte und wo es ein bisschen ruhiger war.

" DS Vega."

"Abend, Rich. Hier ist Phil. Sorry, Kumpel. Ich weiß, dass du heute Abend nicht dran bist ..."

"Was kann ich für dich tun?"

" DI Rosen hat einen verdächtigen Todesfall, gleich an der Romford Road. Sie bittet um das Vergnügen deiner Gesellschaft. Scheinbar bin ich ihr nicht gut genug. Frechheit, was?"

"Was soll ich sagen, Phil? Die Frau hat Geschmack. Davon mal abgesehen, hast du irgendeine Idee, warum sie ..." In diesem Moment wurde Vega klar, warum seine Vorgesetzte ihn wollte statt des genauso fähigen DS Phil Llewellyn, der heute Bereitschaft hatte.

Gleich an der Romford Road ...

"Sprichst du von Spine

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen