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Die Rubicon-Mission Thriller von Swallow, James (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.08.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Rubicon-Mission

"Die britische Antwort auf Jason Bourne." Daily Mail
Eine skrupellose serbische Gang, die Geld mit gefälschten Atomwaffen macht. Ein in Ungnade gefallener russischer General, dem eine echte in die Hände fällt. Ein rachsüchtiger somalischer Warlord mit einer Mission, für die er die Welt in Schutt und Asche legen würde. Eine überforderte geheime Regierungsorganisation ohne die Mittel, ihn zu stoppen. Nur ein Mann sieht vorher, was auf die Welt zukommt: der britische Agent Marc Dane. Doch wird er in der Lage sein, die Katastrophe zu verhindern?

James Swallow wurde für seine Drehbücher unter anderem für einen BAFTA Award nominiert und hat zahlreiche erfolgreiche Video- und Hörspiele, Kurzgeschichten und Science-Fiction-Romane verfasst. Mit Die Rubicon-Verschwörung legte er seinen ersten Thriller um den britischen Agenten Marc Dane vor. James Swallow lebt und arbeitet in London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 672
    Erscheinungsdatum: 20.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641226046
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Marc Dane .2
    Originaltitel: Exile (Marc Dane 2)
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Die Rubicon-Mission

2

"Also ich finde die P-90 besser." Jürgen Goss hob die Hände, als hielte er die belgische Maschinenpistole tatsächlich im Anschlag. Er richtete seine imaginäre Waffe quer durch das viel zu kleine und viel zu schlecht beleuchtete Büro auf einen ebenfalls imaginären Gegner. "Zack, zack! Direkt nebeneinander!" Er ließ sich gegen die Lehne sinken, sodass der Schreibtischstuhl bedenklich knarrte, und kicherte leise. "Und dann noch dieses coole, durchsichtige Magazin. Da siehst du genau, wie die Patronen eine nach der anderen ..."

"Für den Nahkampf völlig in Ordnung, zugegeben." Marc Dane hockte auf der Kante von Goss' ziemlich unordentlichem Schreibtisch und zuckte mit den Schultern. "Aber mir wäre etwas mit mehr Durchschlagskraft lieber."

"Ein Sturmgewehr?"

Dane nickte. "Eine SCAR-L mit 5,56-Millimeter- NATO -Geschossen und extra großem Magazin. Dazu die ACOG -Zieloptik und ein Lasermarkierer. Ich steh auf Laser."

"Lässt sich aber nicht so schnell nachladen", bemerkte Goss und rutschte ein Stückchen nach vorne. Der Österreicher war ziemlich dick und versuchte zu ignorieren, dass er sich in dem viel zu schmalen Schreibtischstuhl fühlte, als hätte er einen Schwimmring um die Hüften. Aber er hatte auch keine Lust mehr, bei der Beschaffungsstelle ständig neue Möbel zu beantragen.

"Wenn du das Ziel gleich beim ersten Mal triffst, musst du auch nicht nachladen, oder?", erwiderte Dane. "Weißt du, wo dein Problem liegt?"

"Du sagst es mir bestimmt gleich." Goss seufzte.

Der Engländer tat so, als würde er mit einem Gartenschlauch seinen Rasen sprengen. "Viel zu viel Aufwand für viel zu wenig Ertrag."

"Wenn genügend Blei in der Luft ist, muss irgendjemand dran glauben."

"Ja, genau!", erwiderte Dane. "Deine Teamkameraden, wenn wir so blöd sind und uns in deine Schusslinie verirren."

Goss verdrehte die Augen. "Das musst du mir jedes Mal wieder aufs Butterbrot schmieren, stimmt's?" Anfang des Monats hatten sie bei einem Onlineturnier eine schmachvolle Niederlage gegen vier ziemlich unverschämte Schüler aus Texas hinnehmen müssen, nachdem Jürgens mangelhafte Disziplin an der Waffe zu einem klassischen Fall von Eigenfeuer geführt und das Match beendet hatte. "Mit einer richtigen Waffe könnte ich bestimmt viel besser umgehen."

Da legte sich ein Schatten auf Danes Miene. "Das ist bloß viel weniger spaßig, als du denkst."

Goss ging nicht weiter darauf ein. Der Engländer benahm sich manchmal ziemlich eigenartig. In der Regel war er ein gutmütiger und fleißiger Kerl, sogar was diesen ganzen nervtötenden Bürokram anging, und eigentlich immer zu einem Späßchen bereit - nur manchmal eben nicht. Dann schlug seine Stimmung um, als würde eine Wolke sich vor die Sonne schieben, und er wurde düster und unzugänglich.

Dane war, genau wie sein Kollege, Mitte dreißig, aber damit war auch schon das Ende der Gemeinsamkeiten erreicht. Goss hatte einen zerzausten Schopf aus fettigen schwarzen Haaren über einer hohen Stirn und dazu ein Gesicht, das besser zu einem Schuljungen als zu einem erwachsenen Mann gepasst hätte. Danes kurzes schmutzig-blondes Haar und seine Bartstoppeln hingegen bildeten den Rahmen für verwegene Gesichtszüge mit einem viel zu ernsten Ausdruck. Goss saß, wenn er ehrlich zu sich selber war, viel zu lange am Schreibtisch und machte viel zu wenig Sport, sodass sein Körper immer mehr Speck ansetzte. Dane hingegen wirkte hager und bestand überwiegend aus Sehnen und Muskeln.

Goss wusste nicht viel über den Mann, der erst vor Kurzem zu der Untersuchungskommission der Vereinten Nationen in Kroatien gestoßen war, aber er hatte ein paar Gerüchte gehört. Angeblich hatte er den britischen Geheimdienst unter eher unglücklichen Umständen verlassen. Allerdings hatte Goss nie nachgefragt. Nach seiner Erfahrung galten persönliche Fragen bei Engländern allgemein als sehr unhöflich.

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