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Die Schleuser AG von Lehman, Ben (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Die Schleuser AG

Der eklige Streit mit seiner Freundin Melanie beschäftigt Siegmund Knabe auf seinem gesamten Heimweg. Wahrscheinlich war es das nun gewesen und die Beziehung ist beendet. Als der nicht mehr ganz so junge, doch gut aussehende und elegant gekleidete Theologiestudent seine sündhaft teure Münchner Dachgeschosswohnung betreten will, wundert er sich, dass er nicht abgeschlossen hat. Kurz darauf wird er ermordet. Natürlich vermisst ihn seine Ex-Freundin nicht. Aber auch sonst meldet ihn niemand als vermisst. Erst nach einer Woche geht eine Hausbewohnerin aus der Donnersbergerstraße zur Polizei, um einen süßlich-ekligen Geruch im Haus zu melden, der von Tag zu Tag schlimmer wird und der aus der Wohnung des freundlichen und netten Siegmund Knabe zu kommen scheint. Als Kriminalkommissar Wanninger nach ein paar Wochen, in denen er krankgeschrieben war, endlich wieder in der K3 auftaucht, hat er für sein Team schlechte Neuigkeiten: Er geht in Pension und der K3 wird ein Neuer vor die Nase gesetzt, ein Herr Dr. Kunz. Keiner im Team ist begeistert und Dr. Kunz macht sich auch gleich unbeliebt, indem er von Dr. Dobler bei Amtseintritt angeberisch die 'schwierigsten Fälle' verlangt. Und so darf sich die K3 zusätzlich zu einem vielleicht vorsätzlich herbeigeführten tödlichen Unfall mit Fahrerflucht, der noch immer ungeklärt ist, nun auch noch mit dem Mord an Siegmund Knabe beschäftigen. Doch es bleibt nicht dabei und die K3 hat alle Hände voll zu tun. Ist der Ordner, den die K3 in Knabes Wohnung findet und in dem fünf Personen und deren Zahlungsein- und -ausgänge verzeichnet sind, der Schlüssel zum geheimnisvollen Hintergrund dieser Mordfälle? Oder stecken doch verschiedene Täter mit unterschiedlichen Motiven hinter den Verbrechen? Wie gut, dass Wanninger seiner K3 auch weiterhin zur Seite steht ... Ben Lehman stammt aus Bayern und lebt heute am Starnberger See. Nach Ende seiner jahrelangen Tätigkeit als Entwickler und Leiter eines Softwarehauses suchte er eine neue Herausforderung als Autor. Etliche Fantasyromane und Krimis sind inzwischen als eBooks und Taschenbücher veröffentlicht. Scheinbar unlösbare Kriminalfälle lassen den erfahrenen Ermittler der Münchner Mordkommission, Sepp Wanninger, manchmal fast verzweifeln, in den Fantasyromanen taucht die Jugend in eine andere Welt ein.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 219
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783742771889
    Verlag: neobooks Self-Publishing
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Die Schleuser AG

1.

Als Siegmund Knabe, Theologiestudent in fortgeschrittenem Alter, die Tür zu seiner edlen Dachterrassenwohnung in der Donnersbergerstraße in München-Neuhausen aufschloss, war er bereits so gut wie tot, ahnte es allerdings noch nicht.

Er kam gerade von seiner Freundin Melanie Fink zurück, mit der er sich gestritten hatte, bereits zum wiederholten Male. Sie wohnte in der Winzererstraße am Rande Schwabings. Dieses Treffen war besonders heftig verlaufen, möglicherweise war es jetzt zwischen ihnen endgültig aus. Auf dem Rückweg im 33er Bus war er anderen Fahrgästen aufgrund seiner Selbstgespräche aufgefallen, denn er war noch immer äußerst erregt. Noch nie hatte ihm eine Freundin derart die Meinung gepfiffen. Unverschämt! Wer war er denn? Auch ein älterer Herr, der ihm gegenüber gesessen hatte, hatte ihn einige Zeit beobachtet und ihn dann mitfühlend gefragt: "Alles in Ordnung?" Siegmund hatte den Kopf geschüttelt und gemurmelt: "Meine Sache, kümmern Sie sich um Ihren eigenen Scheiß."

"Tu ich sowieso, Sie unfreundlicher Mensch, Sie ...", hatte der andere ungehalten reagiert und war an der nächsten Haltestelle kopfschüttelnd ausgestiegen. Siegmund hatte diese Antwort wahrscheinlich automatisch gegeben, er war innerlich einfach noch total aufgelöst und fluchte still vor sich hin.

Für Melanie sollte das wirklich das entscheidende Gespräch gewesen sein. Sie hatte sich vorgenommen, absolut ruhig zu bleiben, leider hatte sie es nicht hinbekommen. Es brodelte zwischen ihnen bereits seit einiger Zeit. Dieses Gespräch sollte jedoch die Wende bringen. Das hatte Melanie bis zuletzt gehofft, doch es war alles schiefgegangen.

"Ich werde nächsten Monat dreißig Jahre alt, Siegmund", hatte sie begonnen. "Wir sind seit mehr als vier Jahren zusammen und du weichst mir in letzter Zeit nur noch aus. Ich mache das nicht mehr länger mit."

Siegmund hatte erst gestutzt und dann versöhnlich gekichert. "Reg dich nicht auf, Liebling, ich bin bereits fünfunddreißig. So ist eben das Leben, jedes Jahr kommt wieder eins drauf."

"Schlimm genug, dass du noch immer nicht rausrücken willst, was aus uns werden soll."

"Damit brauche ich nicht rauszurücken, du weißt es genau. Ich werde katholischer Pfarrer und du wirst meine Haushälterin und so weiter und so weiter." Dabei grinste er genüsslich.

"Nie und nimmer", ging sie auf. "Du hast versprochen, Wissenschaftler oder wenigstens Religionslehrer zu werden und dass wir beide bald eine Familie gründen. Immer wieder hast du das versprochen!"

"Ja, ja, wenn wir uns im Bett vergnügten und alles gut lief. Gesagt hab ich das nur, weil du mir keine Ruhe gelassen hast. Aber eigentlich war das immer nur dein Wunsch, niemals meine Absicht, Liebes."

"Liebes?", war sie explodiert. "Liebes? Du verdammter Mistkerl. Niemals hätte ich mich auf dich einlassen sollen. Mit einem ehrlichen Mann könnte ich längst eine Familie und ein oder zwei Kinder haben und du hältst mich von einer Aussprache zur nächsten hin. Ich weiß nicht einmal genau, ob du wirklich noch studierst, gehst ja kaum mehr hin. Du wirst mir immer fremder."

Melanie war total in Rage. "... und dauernd schleppst du irgendein anderes Auto an, was machst du eigentlich damit? Ich begreife nicht, was das soll, mal ein schickes, dann wieder eine alte verrostete Karre, angeblich von einem deiner Freunde. Und was für merkwürdige Kerle das sind, deine sogenannten Freunde. Entweder darf ich sie nicht kennenlernen oder sie kommen nur, wenn ich nicht da bin. Wie die schon aussehen. Und jeder kommt allein, oft sogar heimlich, das sind doch keine Freundschaften, was bedeutet das überhaupt? Und woher hast du das viele Geld, auch für die Dachterrassenwohnung? Deine Eltern sind alles andere als reich, ich habe sie schließlich kennengelernt ..."

"Viel Geld soll ich haben?", hatte Siegmund ihren Ausbruch gestoppt. "Du tickst ja nicht richtig! Schön wär s. BAföG natürlich,

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