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Die schwarze Fledermaus 04: Ein harmloser Fall von Schröder, Angelika (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.07.2014
  • Verlag: BLITZ-Verlag
eBook (ePUB)
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Die schwarze Fledermaus 04: Ein harmloser Fall

Ein wertvolles Feuerzeug verschwindet. Nicht weiter merkwürdig, doch Lieutenant McGrath bindet den blinden Staatsanwalt Tony Quinn mit in die Suche ein. Die Schwarze Fledermaus macht gute Miene zum offenbar abgekarteten Spiel - und sticht in ein bizarres Netz aus Gier, Hass und Tod. Das Team um Tony Quinn gerät zwischen die Fronten eines brutalen Mafiaclans. Angelika Schröder, geboren in Westfalen, hat im Siegerland studiert und arbeitet heute an einer Grundschule im Sauerland - nach einigen Zwischenaufenthalten an so exotischen Orten wie Delhi, Kathmandu, Cuzco, München und Hagen. Ihre ersten Reiseberichte schrieb sie bereits 1979 für die Heimatzeitung. Dann folgte aufgrund beruflicher Belastung eine längere schöpferische Pause. Erst in den neunziger Jahren publizierte sie wieder in Zeitungen und Anthologien. 2004 entdeckte sie ihre kriminelle Ader und veröffentlichte ihren ersten Roman, Mordsliebe, für den sie 2005 den Alfred-Müller-Felsenburg-Preis für aufrechte Literatur erhielt. Außerdem bekam sie den Krimipreis der Stadt Singen für ihren Kurzkrimi 'Ein Investor für Meßkirch'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 30.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783957190048
    Verlag: BLITZ-Verlag
    Größe: 1627 kBytes
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Die schwarze Fledermaus 04: Ein harmloser Fall

Kapitel I – Ein wertvolles Feuerzeug

Regen trommelte gegen die Fensterscheiben, als der blinde District Attorney Tony Quinn in seinem Büro saß und einen komplizierten Schriftsatz in das Mikrofon des Aufnahmegerätes diktierte. Er hatte Anweisung gegeben, ihn nicht zu stören, da der schwierige Fall seine gesamte Aufmerksamkeit beanspruchte. Trotzdem klopfte seine Sekretärin aus dem Vorzimmer an die Tür, und noch bevor sie wegen der Störung um Entschuldigung bitten konnte, drängte ein Besucher sie beiseite und betrat forschen Schrittes den Raum.

"Verschwinden Sie, ich werde schon alles selbst erklären", sagte er und schob die junge Frau hinaus. "Lieutenant McGrath schickt mich zu Ihnen. Er meint, Sie wären der richtige Mann für den Fall, und da ich es eilig habe, bin ich sofort gekommen. Aber ..." Er hielt inne und musterte Quinn. Besonders lange verharrte sein Blick auf den von Narben umgebenen toten Augen. "Wo bin ich denn hier gelandet? Ich glaube, ich habe das falsche Stockwerk erwischt. Sie können unmöglich der Mann sein, den der Lieutenant meinte. Entschuldigen Sie die Störung." Er drehte sich um und wollte den Raum wieder verlassen.

Quinn kannte diese Reaktion seit Langem und es machte ihm nichts mehr aus. "Wenn Sie kein Vertrauen zu mir haben, suchen Sie sich einen anderen District Attorney. Doch wenn Lieutenant McGrath Sie geschickt hat, sind Sie hier richtig. Überlegen Sie es sich."

"Hm, ja dann ..." Noch einmal schaute der Besucher sich um, betrachtete das Diktafon, die Schreibmaschine für Blinde, die vielen Akten, die sich auf einer Seite des Schreibtisches stapelten, dann räusperte er sich und nahm umständlich Platz. Es handelte sich um einen jungen Mann, der sympathisch wirkte. Der groß karierte Anzug stammte sicher nicht von der Stange, aber er entsprach auch nicht der neuesten Mode. Die Taschen schienen ausgebeult, und irgendwie machte der Anzug einen etwas überbenutzten Eindruck. Kurze blonde Haare umrahmten ein rundes, weiches Gesicht. Wie ein Gangster sah er nicht aus, doch als Opfer eines Verbrechens schien er zu unsicher und zu nervös. Der Staatsanwalt schaltete mit unhörbarem Seufzer das Aufnahmegerät aus und legte das Mikrofon beiseite.

"Wie heißen Sie?", fragte er seinen Besucher. "Und worum geht es?"

Noch einmal zögerte dieser, doch dann legte er los: "Mein Name ist Tom Austen und ich war vorhin im Museum. Die Ausstellung mit den alten Malern aus Europa wurde eröffnet. Nicht dass Sie glauben, ich würde mich für so etwas interessieren. Aber meine Mutter hat verlangt, dass ich die Tochter ihrer Freundin dorthin begleite. Meine Mutter ist sehr engagiert in Sachen Kultur und erhält deshalb regelmäßig Eintrittskarten für alle möglichen Veranstaltungen. Können Sie sich vorstellen, dass ein junges, hübsches Mädchen sich tatsächlich für alte Schinken aus Europa interessiert? Sie war extra aus Boston gekommen, um sich das Zeug anzusehen. Sie haben sicher davon in der Zeitung gelesen ... äh, ich meine ... tut mir leid, Sir." Er schwieg verlegen.

"Was ist passiert?", fragte Quinn ruhig, ohne auf den Fauxpas einzugehen. Auch an dieserart Versprecher hatte er sich längst gewöhnt.

"Während wir also so von einem Bild zum anderen gehen, sehe ich da einen Kerl, der mit dem Feuerzeug spielt, das mein Onkel vor einiger Zeit verloren hat. Angeblich verloren. Jetzt glaube ich, es wurde ihm geklaut. Als der Typ im Museum in die Eingangshalle ging, um sich eine Zigarette anzuzünden, bin ich ihm gefolgt und habe mir Feuer geben lassen. Ich wollte das Ding aus der Nähe sehen. Jetzt bin ich ganz sicher, dass e

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