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Die Senatorin von Lampe, Rob (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.09.2019
  • Verlag: hansanord Verlag
eBook (ePUB)
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Die Senatorin

Nina Schmidt will Senatorin in Hamburg werden. Sie hat beste Chancen, der Bürgermeister unterstützt sie. Doch mitten im heißen Wahlkampf, in einer Talk-Show, begegnet sie dem Mann, der ihr vor Jahren das Teuerste genommen hat, was sie im Leben besaß. Eine Strafe hat Sven Mehnert dafür nie bekommen. Er tauchte ab. Jahrelang. Doch jetzt sitzt er Nina gegenüber, lächelt selbstsicher und macht ihr vor laufender Kamera ein unglaubliches Angebot. Die Senatorin ist die spannende Geschichte einer alleinerziehenden Mutter, die ganz nach oben möchte. Aber ist Nina Schmidt auch bereit, den Preis für eine solche Karriere zu bezahlen? Ein außergewöhnlicher Kriminalroman, der unerbittlich auf sein Finale im Hamburger Rathaus zuläuft. Es geht um Freundschaft, Vertrauen, große Pläne und die Frage, wer hier eigentlich wen verrät.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 338
    Erscheinungsdatum: 25.09.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783947145232
    Verlag: hansanord Verlag
    Größe: 3434 kBytes
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Die Senatorin

Kapitel 1

Wenn alle Zukunft vor ihnen liegt und die Welt dazu. Und beide darauf warten, entdeckt zu werden.

Wenn keine Sorgen da sind, aber Jugend und Schönheit und die bewundernden Blicke.

Dann sprechen Freundinnen auch über ihre Schwestern. Lästern sogar über sie. Weil es dazu gehört und nicht böse gemeint ist, sondern Übermut. So sprechen auch Nina und Alexandra, beste Freundinnen, über Saskia, Ninas Schwester.

Saskia hatte sich nämlich einen Lackbodysuit zugelegt.

"Mit Slip ouvert ", flüsterte Nina laut und deutlich und dann lachten die zwei Freundinnen und erklärten sich gegenseitig, wie so ein Schlitzreißverschluss funktionierte und vor allem, was man damit anstellen könne.

Schwestern, Schlitze, Reißverschlüsse wurden aber zur Nebensache, wenn Theo erschien. Theo, Alexandras heimlicher Schwarm, lehnte Brezn knabbernd an der Holzwand eines geschlossenen Verkaufsstandes kurz vor dem Ausgang der Wiesn. Es wirkte, als habe er auf Alexandra gewartet.

"Passt du uns etwa ab?", fragte Alexandra.

"Wie kommst du darauf?"

"Es macht den Eindruck auf mich."

"Das ist schön, dass ich Eindruck auf dich mache."

"Fragt sich nur welchen." Alexandra schaute spöttisch.

Theo grinste. - So ging es seit Wochen. Die zwei neckten sich. Ansonsten passierte nichts zwischen ihnen. Was Alexandra, so dachte Nina, wenig ähnlich sah. Normalerweise fackelte die spontane, rothaarige Alexandra nicht lang, wenn ihr einer gefiel.

Vielleicht gefiel ihr Theo besonders? Deswegen sparte Alexandra ihn sich auf oder legte ihn sich zurecht wie einen Fußball auf dem Elfmeterpunkt.

"Aber ich habe heute keine Zeit für dich", sagte Alexandra.

"Dann machen wir einen Quickie."

Alexandra lachte. Es klang wie ein Gurren.

"Nicht frech werden", und betonte es so, dass es auch "Mach nur weiter so, Theo" hätte heißen können.

Alexandras Vater winkte genervt herüber. Er wollte nach Hause fahren.

"Sonst bekommst du es mit ihm zu tun", ergänzte Alexandra, "meinem Vater."

Theo hatte keine einfallsreiche Erwiderung parat und biss in die Brezn. Alexandra tänzelte davon:

"Komm, Nina."

"Ach was, die Tram kommt gleich."

"Ist kein Problem, ehrlich. Können wir noch quatschen."

"Dein Vater soll keinen Umweg fahren wegen mir." - Um nicht weiter mit der Freundin diskutieren zu müssen, Alexandra war ihr da überlegen, verlangsamte Nina die Schritte, ließ sich zurückfallen. Alexandra winkte noch mit ihrer Handtasche, Nina winkte zurück:

"Wir sehen uns morgen!"

Dann schaute Nina sich nach Theo um.

Wo war er geblieben? Eben noch hatte er zwischen Bude und Laterne gestanden, jetzt war er weg.

Während Wiesnbesucher zum Ausgang schlenderten, ging Nina gegen den Strom und hoffte, Theo zu erspähen. Theo war groß, er würde die meisten um Kopfeslänge überragen. Aber er blieb für Nina unauffindbar. Auch zwischen die Buden schaute sie; vielleicht machte Theo sich einen Spaß, verbarg sich dort. - Was voraussetzte, dass Theo sie wirklich wahrgenommen hatte. Na ja, dass er hatte er wohl, so klein sollte sie sich selbst nicht machen. Aber er musste mit ihr ein Spiel spielen wollen, ähnlich wie er es bei Alexandra mit den Wortwechseln trieb. - Nina blieb stehen. Was dachte sie darüber nach, was Theo über sie denken könnte? Was wollte sie überhaupt von ihm?

Gar nichts wollte sie.

Also kehrte sie um. Irgendwie war sie unzufrieden. Aber warum, fragte sie sich, der Abend war schön gewesen.

Natürlich war die Tram weg. Nina würde die paar Minuten bis zur nächsten Tram warten, statt durch die mitternächtliche Kälte zu laufen. Als aber eine feiernde Meute um die Ecke kam, entschied sich Nina weiter zu gehen.

"Schöne Frau, schöne Figur. Willste küssen?", rief einer der Männer. Nina ging schneller, traute sich schließlich, sich umzuschauen -

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