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Die Tochter Roman von Cole, Martina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.08.2009
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Die Tochter

Er ist der Albtraum jeder Frau

Patrick Kelly gilt als der meistgefürchtete Mann in London. Er hat nur einen weichen Punkt - seine Tochter Mandy. Als diese Opfer eines brutalen Verbrechers wird, will Kelly sie rächen - um jeden Preis. Dabei kann ihn auch die Polizistin Kat Burrows nicht aufhalten, zumal sie selbst Mutter ist und Kellys Motive verstehen kann. Außerdem fühlt sie, dass eine gefährliche Faszination von diesem harten Mann ausgeht.

Martina Cole ist Englands erfolgreichste Krimiautorin. Alle ihre Romane erreichten sofort nach Erscheinen die Nummer-Eins-Position auf den Bestsellerlisten. Coles Bücher spielen in den Brennpunkten der Großstädte, sie sind kompromisslos und authentisch und haben immer starke Frauen im Mittelpunkt. Martina Cole hat einen Sohn und eine Tochter und lebt in Essex.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 700
    Erscheinungsdatum: 03.08.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641026455
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: The Ladykiller
    Größe: 692 kBytes
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Die Tochter

'Alles, worum ich dich gebeten hatte, war, deine matschigen Schuhe auszuziehen. Herrgott noch mal, George, bist du schwer von Begriff oder was? Kapierst du nicht mal die einfachsten Dinge?'
Elaine Markham sah in das ausdruckslose Gesicht ihres Mannes und bezwang den Drang, ihm ihre Faust hineinzuschlagen. Unwillkürlich biss sie die Zähne zusammen und unternahm einen konzentrierten Versuch, sich zu entspannen. Erneut wanderte ihr Blick zu der feuchten Erde, die überall auf dem Küchenboden verschmiert war.
Mit einem tiefen Seufzer holte sie den Scheuerlappen unter der Spüle hervor, knallte die Tür des Küchenschranks zu und füllte einen Plastikeimer mit Wasser. George Markham beobachtete, wie seine Frau ein paar Spritzer Domestos ins Wasser gab. Dann ließ er sich auf einem der Küchenstühle nieder und begann seine Gartenschuhe auszuziehen, wobei er sorgsam darauf achtete, den Boden nicht noch mehr zu beschmutzen.
Elaine drehte sich mit dem Wassereimer in der Hand um und kreischte ihn an: 'Kannst du das nicht über einem Blatt Zeitungspapier machen? Bist du so blöd, dass du nicht einmal an so etwas Simples denken kannst?'
George starrte seine Frau einige Sekunden lang an und kaute auf seiner Unterlippe.
'Es tut mir leid, Elaine.' Seine Stimme war leise und verunsichert. Ihr Klang ließ seine Frau die Augen zusammenkneifen.
George streifte seine Schuhe ab, ging zur Küchentür und stellte sie nach draußen. Vorsichtig schloss er die Tür und wandte sich zu seiner Frau.
'Gib schon her, Elaine. Ich mach die Sauerei selbst weg.' Er lächelte sie traurig an und rief damit ein Schnaufen hervor. Verärgert schüttelte sie den Kopf.
'Nein. Du machst es nur noch schlimmer. Mein Gott, George, kein Wunder, dass du auf der Arbeit nicht weiterkommst. Fällt einem ja schon schwer zu verstehen, warum sie dich überhaupt jeden Tag hinkommen lassen.' Sie stellte den Eimer mit dem dampfenden Wasser auf den Boden und kniete sich nieder. Während sie anfing, den Boden zu schrubben, schimpfte sie weiter.
'Ehrlich, du schaffst es wirklich, einen zur Weißglut zu bringen. Nichts kannst du anpacken ... überhaupt nichts..., ohne es irgendwie zu vermasseln. Erinnere dich nur an letzte Woche ...'
George beobachtete, wie die üppigen Pobacken seiner Frau sich unter ihrem Kittel bewegten, während sie arbeitete und redete. Die Fettrollen an ihren Hüften schwabbelten bedenklich, als sie den Boden schrubbte. Vor seinem geistigen Auge sah er sich von seinem Stuhl aufstehen und sie mit aller Kraft in den Hintern treten, sodass sie mitsamt ihrem Wassereimer durch die Küche flog. Die Vorstellung brachte ein Grinsen auf seine Lippen.
'Was grinst du denn so?' Es fiel ihm schwer, in die Wirklichkeit zurückzukehren und sich auf Elaines Gesicht zu konzentrieren. Sie starrte ihn über ihre Schulter hinweg an. Ihr knallgrüner Lidschatten und die rubinroten Lippen leuchteten grell im Licht der Neonröhre.
'Nichts . nichts, Liebling.' Er klang verlegen.
'Ach, hau einfach ab, George. Geh mir aus den Augen.'
Er starrte weiter seine Frau an, ihre starken Arme und Hände, die den Putzlappen auswrangen, ihre Finger, die zudrückten, bis der letzte Tropfen Wasser entwichen war. Er wünschte sich, es wäre Elaines Hals, den er so zudrückte. Stattdessen wandte er sich zur Hintertür.
'Wohin gehst du denn jetzt?' Ihre Stimme war hoch und gereizt.
George blickte sie an.
'Ich muss noch ein paar Dinge im Schuppen erledigen.' Elaine drehte ihre Augen zur Decke.
'Prima, und warum um alles in der Welt bist du dann überhaupt schon reingekommen, verdreckst hier den Boden und richtest so ein Chaos an?' Sie breitete ihre Arme zu einer fragenden Geste aus.
'Ich wollte nur eine Tasse Tee. Aber ich seh ja, dass du beschäftigt bist .'
Hastig stürzte er aus der Küche und zog sich draußen vor der Hintertür wieder seine Gartenschuhe an. Elaine starrte ein paar Sekunden lang die geschlossene Tür an. Wie immer, nachdem sie

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