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Die verdammt hübsche Lis von Kaltenkind, Alexander (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Die verdammt hübsche Lis

Es geht immer um den gleichen Scheiß. Jemand ist weg, tot oder steckt in jemandem, in dem er nicht stecken sollte. Kombinationsmöglichkeiten und Verkettungen sind beliebig, aber Scheiße bleibt Scheiße. Elies Parks verschwindet. Genau genommen wird sie mitgenommen, aber auch das trifft ihren Zustand nicht richtig. Überhaupt ist hier nichts richtig. Ihr ganzes Leben ist nicht annähernd normal verlaufen. Warum gerade am Ende etwas anderes erwarten? Jedenfalls: Jax Halen ermittelt. Unfreiwillig. Kaum einen Tag später die Leiche. An sich nichts Ungewöhnliches, außer, dass es meist erst die Leiche und dann den Fall gibt. Hier geht es jedoch um Sachbeschädigung und Diebstahl. Er hätte also auf eine echte Enthauptete verzichten können. Nur zwei Dinge machen es erträglich: Die Kohle stimmt und jeder wird sein persönliches Problem los. Letzteres hätte Halen voll und ganz genügt. Und wie es der Zufall will, nichts anderes verbindet ihn mit Elies Parks. Eine zehn Jahre alte und noch immer unbeglichene Rechnung. Sein persönliches Problem: Joe Irgendwas. Alexander Kaltenkind ist ein Pseudonym. "Die verdammt hübsche Lis" ist der erste Science-Fiction-Krimi um den Privatermittler Jax Halen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 212
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783748170600
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 384 kBytes
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Die verdammt hübsche Lis

Echt ...

Jax Halen

Anständig angefangen - dann Schnüffler

Trotz seiner 1,93 Meter von einem 1,50-Meter-Toaster im Novemberregen gepfählt

Zu schwach - untrainiert - die Zeichen nicht erkannt

So würde es auf meinem Grabstein stehen. Vermutlich müsste die Rückseite genutzt werden. Ich bezweifelte, dass irgendwer die Kohle für ein Mausoleum zusammenkratzen wollte, um meine ganze Scheiße für die Nachwelt festzuhalten.

In diesem Moment, das Unausweichliche über mir, wünschte ich, still und heimlich im Matsch aufgelöst zu werden.

Kein Grabstein.

Keine Schmach.

Nicht eingemeißelt in Stein. Nicht gepfählt auf unechtem Asphalt.

Selbst Liva Vennix' Schicksal bekam einen süßlichen Beigeschmack, während ich das Ding fliegen sah.

Es pisste in Strömen.

Ehrlich gesagt, ich erinnerte mich nicht, jemals so durchnässt im Regen gestanden zu haben.

Aber um fair zu sein: Ich erinnerte mich auch nicht, jemals einen so hoch springenden Toaster gesehen zu haben. Vor allem aus der Nähe. Was in dieser Nacht bedeutete, dass das Ding im hohen Bogen auf mir landen wollte.

Endgültig.

Nichts an diesem Ort war echt. Nicht das Wetter, nicht die auf alt getrimmten Gemäuer, die ich vor einigen Sekunden fluchtartig verlassen hatte. Selbst diese Flucht war's nicht. Ich lief auf Autopilot und einer Sache in die Arme, vor der jeder mit Restverstand fliehen wollte.

Ein gesunder Überlebenstrieb hätt's aber auch getan.

Bis jetzt verdankte ich's Glück und Zufall, noch aus einem Stück zu bestehen und zu atmen. Dass ich überhaupt hinterherhinken konnte, war mehr, als mir die Erfahrung zugestand.

Glück und Zufall - ich glaub' weder an das eine noch an das andere. Beides unecht und gefährlich, vor allem, wenn du dich drauf verlässt.

Also: Wem verdankte ich's, im Regen auf diesem Vorplatz zu stehen? Hinter mir der Hauseingang, vor mir die Karre. Wie arrangiert, so stand ich zwischen meinen Optionen.

Keine Aussichten.

Kein Zufall.

Egal, was nun passieren sollte, auch Glück hätte nicht weiter weg sein können.

Meine Fresse war blutverschmiert und brannte mit jedem Regentropfen, der mir die aufgeplatzte Augenbraue ausspülte. Und doch, das echteste Gefühl stellte sich erst ein, als ich das Ding über mir sah. Den Knüppel in den kleinen Krallen, zum letzten Stich ausholend. Es flog.

Ich spürte förmlich, wie mir der Toaster den hölzernen Gehstock von oben durch den Körper rammen würde. Ich schmeckte schon das metallene Ende den Rachen entlang nach unten treiben.

Alles echt.

Alles in Zeitlupe.

Alles noch nicht geschehen.

...nichts

Das Bett war kein außergewöhnliches. Standardmaße, die Lis' Körper genügend Platz ließen. Unruhiger Schlaf konnte aufgefangen werden, aber für jede weitere Person war nur unter außergewöhnlichen Umständen Platz.

So wie in dieser Nacht.

Irgendetwas in ihr erwartete ihn jeden Abend, auch wenn sie aus der Erfahrung wusste, dass ein System dahinter lag. Alle Tage wieder wurden die Standardmaße ihres Bettes zum Bersten gebracht. Präzise wie ein Uhrwerk, sie konnte sich auf ihn verlassen. Er war auf die Minute berechenbar.

Jedes Mal tat sie, als würde sie schlafen, denn normale Menschen schliefen um diese Uhrzeit. Als das Ritual vor Jahren begonnen hatte, riss es Lis noch aus dem Schlaf. Sie schreckte hoch, er beruhigte sie und brachte sie zurück in die Horizontale. Dann schloss er ihre Augen. Später erwartete sie ihn, machte sogar Platz auf der Matratze, damit er sie beim Einsteigen nicht gleich zerquetschte. Sie blieb liegen und hielt die Augen geschlossen.

Wie jedes Mal - so auch in dieser Nacht - rollte er auf sie. Überwand ihren ersten nackten Schenkel und machte es sich auf ihr bequem. Das Bett ächzte unter der gemeinsamen Last. Sein Ellbogen grub sich neben ihrem Kopf in die Unterlage. Da blieb kein Rau

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