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Doktormacher-Mafia Kriminalroman von Schütz, Erich (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.06.2011
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
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Doktormacher-Mafia

Leon, Journalist aus Stuttgart, tr"umt nicht von einem akademischen Grad, sondern von der ganz groáen Story. Bei Recherchen ber falsche Doktoren und Professoren ger"t er in das Netz einer international operierenden Titelh"ndler-Organisation. Leon dringt tief in die mafi"sen Strukturen ein, bekommt ein nicht ganz seri"ses Angebot und trifft auf die mysteri"se 'Spinne'. Die Spur f hrt ihn an den Bodensee ... Erich Sch tz, Jahrgang 1956, ist freier Journalist. Er arbeitet als Autor von Fernsehdokumentationen und kulturellen Reiseberichten und ist Herausgeber verschiedener Restaurantf hrer. Aufgewachsen im S dbadischen, lange Zeit in Berlin und Stuttgart zu Hause, lebt er heute in sberlingen am Bodensee.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 470
    Erscheinungsdatum: 13.06.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839237663
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 1647 kBytes
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Doktormacher-Mafia

" Gefälschte Urkunden ... und die Lizenz, Professoren zu ernennen (S. 303-304)

Die Kommissarin fährt mit ihrem Assistenten auf dem Grundstück von Thanner vor. Die beiden steigen aus und klingeln. Eine junge, attraktive Frau öffnet. – Die Kommissarin lächelt irritiert. "Wir möchten zu Herrn Professor Thanner." – "Er erwartet Sie", antwortet die junge Frau und führt die beiden Kriminalisten in ein Arbeitszimmer. Es ist karg eingerichtet, an der Wand hängen Bilder von kleinen Indiokindern. Sie haben große, dunkle, runde Augen und lachen.

Die Kommissarin lächelt ebenfalls. Der Assistent warnt: "Nur nicht einwickeln lassen." – Schnitt – Eine zweite Tür geht auf, ein Mann tritt ein. Er geht auf die Kommissarin zu, streckt ihr seine Hand entgegen und stellt sich vor: "Thanner." – Schnitt, das gleiche Ritual mit dem Assistenten. – Schnitt – Danach bittet Thanner seinen Besuch, Platz zu nehmen, und bietet einen Kaffee oder Tee an. Beide wählen Kaffee, er schließt sich dem Wunsch an und ruft: "Lena, wären Sie so freundlich und würden uns drei Kaffee bringen?" – Schnitt – Die Kommissarin fragt direkt: "Sie sind Herr Professor Doktor Doktor Thanner? Stimmt es so?" –

Er lacht. "Wenn Sie wollen, können Sie meinen Ingenieurstitel auch noch dazu nennen, müssen Sie aber nicht, Sie können auch alle Titel weglassen, sagen Sie Herr Thanner zu mir, oder muss ich Sie mit Ihrem Titel Kommissarin ansprechen?" – "Ingenieur sind Sie auch?" – "Ja, ich habe ursprünglich Maschinenbau studiert in Karlsruhe. Promoviert habe ich erst später und seit zehn Jahren bin ich eben auch Gastprofessor an unserer Universität in Guatemala." – Die Kommissarin lächelt: "Was sind denn Ihre Vorlesungsgebiete?" – Thanner steht auf. Er geht zum Fenster, dreht sich um und schaut seine beiden Besucher an: "Lassen wir doch diese Spielchen, ich habe für Sie hier eine kleine Dokumentation erstellt. Sie fassen alle juristischen Verfahren der vergangenen Jahre hier in Deutschland zum Thema Gastprofessur in einem Land außerhalb der EU zusammen.

Ich muss nicht jeden Tag jedem Polizisten die, zugegeben nicht einfache, Rechtslage erklären. Sie finden hier juristische Gutachten, Anklageschriften und schließlich die Richterentscheidungen auf einen Blick. Ich habe Ihnen die Stellungnahmen verschiedener Ministerien im Anhang dazugeheftet. Es langweilt mich, bitte jetzt nicht auch noch Sie." – Die Kommissarin schaut Thanner cool an. Sie lächelt, steht auf und sieht ihm ins Gesicht: "Ich denke, Sie haben nicht ganz verstanden. Betrügereien sind unser Metier nicht. Wir sind von der Mordkommission.

Es sollte doch auch in Ihrem Interesse sein, dass wir den Mörder Ihres ehemaligen Kollegen Klaiber finden, oder langweilt Sie dieses Thema auch?" – "Nein, aber das haben Sie nicht angesprochen, lassen wir es damit gut sein, also, was wollen Sie wissen, was kann ich für Sie tun?" – Schnitt – Der Assistent räuspert sich, steht nun ebenfalls auf und konfrontiert Thanner: "Wo waren Sie in der Mordnacht?" – Schnitt – Ohne zu überlegen, reicht Thanner der Kommissarin kalt lächelnd ein Flugticket: "Fragen Sie nach, ich saß wie immer first class, man kennt mich bei KLM." – Die Kommissarin schaut auf das Datum des Flugtickets. – Thanner setzt nach: "Was kann ich noch für Sie tun?" –

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