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dollart-fuck.de Ostfrieslandkrimi von Kottke, Rainer (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.09.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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"Privatdetektiv?" - "Das hier ist Leer in Ostfriesland, verschwundene Katzen bringt die Polizei zurück!" (Walter Hundertmark, Göttberg-Chef und Constanzes Vater) Jo, Spitzname "Blueskohl", frisch gebackener Privatermittler und professioneller Gitarrist, lässt nicht locker. In acht Wochen will er mit seinen Idolen aus dem Rock-Olymp gemeinsam auf der Bühne stehen. Doch zunächst taucht im Großen Meer bei Riepe eine Tote auf und wirbelt die Schicksale aller Beteiligten mächtig durcheinander. Schnell wird klar, das Opfer hat sich vor zwei Jahren am Dollart, am sogenannten Schweinchenstrand, das Taschengeld aufgebessert. Ist die junge Frau ihrem Mörder im Internet auf dollart-fuck.de begegnet? In seinem ersten Fall gibt Jo gleich mal ordentlich Gas und muss am Ende doch erkennen, dass er als Schnüffler noch ganz am Anfang steht ... Ein Ostfrieslandkrimi mit Texas-Blues. Leserstimmen: - Gelungenes Erstlingswerk - Spannend und angenehm kurzweilig - Kurz und knackig. Ein gelungenes Debüt - Gewürzt mit Spannung und Humor - Mal ein anderer Regionalkrimi! Rainer Kottke, Jahrgang 1969, lebt im Landkreis Leer in Ostfriesland. Er ist Inhaber eines kleinen Fachgeschäfts für Gitarren und Zubehör. DOLLART-FUCK.DE ist sein erstes Buch.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 29.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741258077
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 814kBytes
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Wiedersehen macht keine Freude

Über Nacht hatte der Wind aufgefrischt, den Wettfahrten würde das gut tun. Auf dem Weg zum Großen Meer betrachteten Michael und sein Vater mit prüfendem Kennerblick und gut gelaunt die zahlreichen Windmühlen rund um Riepe. An der Abfahrt verließen sie die A31. Die Mühlen gaben stets den ersten Aufschluss darüber, mit welchen Anforderungen die Segler es heute auf dem Wasser zu tun bekommen würden. An der Stellung der Rotoren und an deren Drehgeschwindigkeit ließen sich Windrichtung und Stärke recht gut abschätzen. Das war auch an diesem Morgen nicht schwierig, ein wenig Erfahrung und ein aufmerksames Auge reichten hierfür aus. Nichts öder als eine Schwachwind-Regatta , dachte Michael, während sie das vor Riepe gelegene Gewerbegebiet passierten.

Vorhergesagt war ostfriesisches "Häuptlingswetter", brausender Wind, Wolkenfetzen, die sich rastlos zwischen den Horizonten aneinanderreihen, dazu aber auch reichlich Sonnenschein. Während ein herrlicher Tag am See also noch zum Greifen nah schien, sollten heute für eine Tote zwei Jahre geduldigen Wartens, halb versunken im Morast am Boden des Großen Meeres kaum achtzig Zentimeter unter der Wasseroberfläche, endlich zu Ende gehen.

Es war um kurz nach elf Uhr, als der Vorsitzende des Segelclubs nach eingehenden Beratungen Telefon und Anmeldebögen zur Hand nahm und die Regatta absagte. Da er nur noch die Hälfte der anreisenden Wassersportfreunde erreichen konnte, fanden sich am Vormittag die ersten Schaulustigen am Großen Meer ein. Am Ufer, von der Surfschule bis zu der etwa dreihundert Meter entfernten, mit bunten Langnese-Wimpeln umrahmten Terrasse des Meerwarthauses, reihten sich zunächst vornehmlich die Segler in kleinen Gruppen auf. Sie warteten neugierig, jedes neue Gerücht geschwätzig abwägend, darauf, dass sich die Ereignisse vor ihren Augen weiter entwickeln würden. Da sich die Nachricht von der Toten im See schnell herumsprach, strömten den ganzen Tag Gäste des Campingplatzes, weitere Urlauber und Einheimische aus den nahe gelegenen Dörfern, aus Bedekaspel, Wiegboldsbur und Forlitz-Blaukirchen, hinzu. Außerdem lavierten bald die Lokalredakteure der verschiedenen Tageszeitungen und ein Team des NDR geschäftig durchs Gelände und stellten Fragen, mangels Möglichkeiten oft Leuten, die tatsächlich wenig bis gar nichts zu sagen hatten.

Ab dem Mittag war es schließlich ein Kommen und Gehen. Die verhinderten Regatta-Segler fachten in den mitgebrachten Grills ihre Kohlen an, die im Wind knisterten und rasch durchglühten. Trotz der Leichenbergung, die am südlichen Ende der Nordhälfte des Großen Meers im Gange war, mangelte es nicht an Appetit und der würzige Geruch des Gegrillten gaukelte eine ungetrübte sommerliche Atmosphäre vor. Mit dem bloßen Auge gab es aus der Entfernung kaum etwas zu sehen, Ferngläser waren Mangelware und die Zoomaufnahmen der handlichen Urlaubsknipsen verpixelten zu unbrauchbar lausigen Fotos. Ein paar Jungs spielten mit einem Fußball Beachvolleyball. Einige Mädchen sonnten sich, kicherten und nippten an Coladosen. Sogar auf dem Wasser kam eine Weile Leben auf, als zwei Surfer ihr Können demonstrierten, was deren Begleiterin und die NDR-Leute vom Ufer aus filmten. Um vierzehn Uhr erreichte weitgehend unbemerkt der angeforderte Leichenwagen das Erholungsgebiet. Von Riepe aus kommend bog der Wagen bereits in die erste Zuwegung zum Großen Meer ein. Er streifte nur am Rande das Areal des Campingplatzes, holperte vorbei an der privaten Tordurchfahrt des Segelclubs und folgte dem von der Polizei am Morgen abgesperrten Feldweg entlang des Schöpfwerkkanals bis ans Wasser hinauf. Der Fahrer rauchte vor seinem Auto, denn es dauerte dann doch fast zwei Stunden noch, bis die Schlauchboote von Feuerwehr und Technischem Hilfsdienst an dieser weit abseitigen Grünfläche, die an allen anderen Tagen des Jahres den Urlaubern des Campingplatzes als Hundewiese diente, endlich anlegten. Nochm

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