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Du gehörst mir Psychothriller von Schoenle, Annemarie (eBook)

  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Online verfügbar

Du gehörst mir

Der Feind ist näher als du denkst - Annemarie Schoenles 'Du gehörst mir' jetzt als eBook bei dotbooks. Das Paradies auf Erden hatte Wolf ihr versprochen. Das sichere Gefühl der Geborgenheit, er hatte es ihr mit dem Eheversprechen gegeben. Doch nun hat er es ihr genommen. Schlimmer noch: Melanies Beschützer ist zum Verfolger, zu ihrem schlimmsten Albtraum geworden. Seine brennende Eifersucht treibt ihn immer weiter an. Auf Schritt und Tritt folgt er ihr, beobachtet sie, überwacht sie - ja, er jagt sie. Sie muss raus aus dieser Falle, sie braucht einen Plan. Doch schafft sie es, den Mann zu täuschen, der sie besser kennt als jeder andere? Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Du gehörst mir' von Annemarie Schoenle. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag Die Romane Annemarie Schoenles werden millionenfach gelesen, zudem ist sie eine der begehrtesten Drehbuchautorinnen Deutschlands (u. a. Grimme-Preis). Sie ist Mutter einer erwachsenen Tochter und lebt mit ihrem Mann in der Nähe von München. Bei dotbooks erschienen bereits Annemarie Schoenles Romane 'Frauen lügen besser', 'Frühstück zu viert', 'Verdammt, er liebt mich', 'Nur eine kleine Affäre', 'Du gehörst mir', 'Eine ungehorsame Frau', 'Ringelblume sucht Löwenzahn' und'Ich habe nein gesagt' sowie die Erzählbände 'Der Teufel steckt im Stöckelschuh', 'Die Rache kommt im Minirock', 'Die Luft ist wie Champagner' und 'Das Leben ist ein Blumenstrauß'. Die Website der Autorin: www.annemarieschoenle.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 360
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955207731
    Verlag: dotbooks
    Größe: 985 kBytes
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Du gehörst mir

Erster Teil

1

Es war auf der Neujahrsparty, die Melanies Freundin Sarah in Jimmys Kneipe gab. Im Hintergrund dudelte Countrymusic, und Sarahs Cousine sagte, Männer und Frauen seien nicht kompatibel, man müsse sie separieren, so wie die Briten und Iren, die Israelis und Palästinenser. Und schon landete man bei der Weltpolitik. Ein Lachsbrötchen in der einen und ein Glas Prosecco in der anderen Hand gab man Schlagzeilen und Leitartikel wieder. Ging es nun darum, die Welt zu retten, oder darum, an Öl zu kommen? Oder um beides, wie Frank, Melanies Kollege, erklärte. Aber hatte es jemals einen Krieg gegeben, der die Welt rettete?

Melanie redete sich in Eifer, war sich aber nicht sicher, ob man ihr nur aus Höflichkeit oder aus Interesse zuhörte. Jede Gelegenheit ergreifen, um sich einzumischen und gegen Missverständnisse zu protestieren - ein Standardsatz ihres Vaters. Nicht Missstände: Missverständnisse. Auch Kriege stellten zeitgebundene Missverständnisse dar, wenn man das Wort zerlegte und auf die wahre Bedeutung zurückführte.

Das sei kleinkariertes Denken, dieses schwammige Antikriegsgeschwätz, meinte ein langer blonder Mensch, den Melanie noch nie bei Sarah gesehen hatte und den sie sich weiß Gott nicht in einem Kampfanzug im Dreck liegend vorstellen konnte. Und doch nahm er eine lächerlich kriegerische Haltung ein, die Beine gespreizt und fest am Boden, ganz Mann, der wusste, dass der blaue Planet ein gefährlicher Ort war und ohne Kriege nicht auskommen konnte. Brandherde könne man nicht löschen mit einem Ölzweig in der Hand und der Friedenstaube auf der Schulter.

"Ach", sagte Sarah spöttisch. "Du wärst also bereit, durch fremde Kontinente zu marschieren und dir ein Bein abschießen zu lassen oder gar deinen Kopf?"

"Er hat Diabetes, er wird nirgendwohin marschieren", erwiderte die Freundin des blonden Menschen ironisch. Melanie wanderte mit ihrem Glas weiter zu einer Gruppe von Leuten, die sie aus der Redaktion kannte. Sie arbeitete als freie Journalistin für Tageszeitungen und einen Rundfunksender. Schrieb Artikel über Autoren, verfasste Fernseh- und Filmkritiken und machte Rundfunkinterviews, das letzte mit einem jungen Schriftsteller, der ein Buch über Dreißig- bis Vierzigjährige und ihr neues Lebensgefühl herausgab. Melanie war es schwer gefallen, sich mit ihm zu unterhalten, obwohl sie genau in die Sparte derer fiel, die er angeblich so genau studiert und seziert hatte.

"Wir wollen doch weder was zu tun haben mit den Revoluzzern von achtundsechzig noch mit den infantilen Spaßtrotteln der neunziger Jahre", argumentierte er zufrieden. "Wir leben in einer Medienwelt und sind pragmatisch geworden."

"Pragmatiker haben keine Visionen", wandte Melanie ein.

"Hitler hatte eine Vision, und wohin hat's geführt?"

Eine so dumme Antwort war es nicht wert, kommentiert zu werden, und Melanie erinnerte sich, dass sie, wie oft in letzter Zeit, das Gefühl hatte, sich unendlich zu langweilen. Größtenteils hatte sie es nur noch mit den selbstgefälligen Angehörigen diverser Egowerkstätten zu tun, die das eigene Ich genauso inbrünstig anbeteten wie fromme Christen die Heilige Dreifaltigkeit. Und die inzwischen medial so abgeklärt waren, dass sie weder kritisierten noch etwas verändern wollten, sie wollten nur noch profitieren. Gott sei Dank arbeitete sie nicht nur als Journalistin, sondern auch als Assistentin ihres Vaters. Kümmerte sich um seinen Bürokram, um Pressetermine und um seine Werkstatt, die überquoll von all den Utensilien, die er als politischer Aktionskünstler in seinen Regalen hortete.

Die Erinnerung an jenes Autorengespräch deprimierte sie so sehr, dass sie von Prosecco zu Wodka wechselte. Sie war eine leidenschaftliche Wodkatrinkerin. Da die Leute immer annahmen, sie habe lediglich Wasser in ihrem Glas, hielten sie sie für eine Abstinenzlerin und für stocknüchtern, auch wenn sie es gar nicht mehr war. Das barg Vorteile, und sei es

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