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Dunkler Grund William Monk 5 von Perry, Anne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.11.2013
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Dunkler Grund

England zur Zeit Königin Viktorias: In einer Zeitungsannonce wird eine Betreuerin für die Reise, einer vornehmen, herzkranken älteren Dame von Edinburgh nach London gesucht. Eine ideale Aufgabe für die ehemalige Krankenschwester Hester Latterly. Sie soll Mrs. Farraline Gesellschaft leisten und darauf achten, daß sie die genaue Dosis ihrer Digitalis-Medizin einnimmt. Als der Zug in London eintrifft, macht Hester jedoch eine grausige Entdeckung: Mrs. Farraline ist über Nacht gestorben - eines natürlichen Todes, wie zunächst scheint. Doch dann taucht in Hesters Gepäck eine Perlenbrosche der Toten auf. Und als schließlich die Obduktion eine Oberdosis Digitalis als Todesursache ergibt, wird aus der Anklage wegen Diebstahls eine Anklage wegen Mordes. Inspector William Monk, der seiner guten Freundin Hester helfen will, nimmt die Ermittlungen auf und versucht hartnäckig, hinter die Geheimnisse der Familie Farraline zu kommen. Denn daß hinter der Fassade der Familie nicht alles zum besten steht, wird schnell klar... Die Engländerin Anne Perry, 1938 in London geboren, verbrachte einen Teil ihrer Jugend in Neuseeland und auf den Bahamas. Schon früh begann sie zu schreiben. Ihre historischen Kriminalromane zeichnen ein lebendiges Bild des spätviktorianischen Englands und begeistern ein Millionenpublikum. Anne Perry lebt und schreibt in Schottland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 11.11.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641127312
    Verlag: Goldmann
    Serie: William Monk Bd.5
    Größe: 708 kBytes
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Dunkler Grund

Zweites Kapitel

"Komm, Mutter." Alastair nahm ihren Arm und führte sie durch das Gedränge zum Zug, der bereits, gewaltig und schimmernd, eingefahren war; die Türen mit den Messinggriffen standen offen, die polierten Seitenwände der Waggons schienen noch in die Höhe zu wachsen, als sie sich ihnen näherten. Die Lokomotive spuckte ein Rauchwölkchen aus. "Keine Sorge, wir haben noch eine halbe Stunde Zeit", sagte Alastair. "Wo ist Oonagh?"

"Ich glaube, sie erkundigt sich, ob er pünktlich abfährt", antwortete Deirdra und rückte etwas näher an ihn heran, als ein Gepäckträger einen Wagen mit fünf Koffern vorbeischob.

"'n Abend, Miss." Er tippte sich an die Mütze. "'n Abend, Sir. Ma'am."

"Guten Abend", erwiderten sie zerstreut. Sie erwarteten derlei Höflichkeiten und erlebten sie doch als Störung ihres Beisammenseins. Hector hatte den Mantelkragen hochgeschlagen, als wäre ihm kalt; er sah Mary an, obwohl sie sich halb von ihm abgewandt hatte. Eilish ging neugierig auf die offene Waggontür zu. Baird bewachte Marys drei Koffer, und Quinlan trat von einem Fuß auf den anderen, als könne er es nicht erwarten, die Angelegenheit endlich hinter sich zu bringen.

Oonagh stand einen Augenblick lang unentschlossen herum, sah erst Alastair und dann ihre Mutter an. Und dann, als hätte sie einen Entschluß gefaßt, nahm sie Marys Arm und führte sie den Bahnstein entlang, bis sie den Wagen erreicht hatte, in dem zwei Plätze für Mary reserviert waren. Hester folgte ein paar Schritte dahinter. Mary würde nur eine Woche fort sein, und doch mußte eine Fremde, zumal eine Angestellte, in einem solchen Moment darauf achten, nicht allzu präsent zu sein. Noch hatte ihr Dienst nicht begonnen.

Innen sah der Wagen völlig anders aus als der Wagen zweiter Klasse, in dem Hester angereist war. Es war kein großer, offener Fahrgastraum mit harten Sitzen und steifen Rückenlehnen, sondern eine Reihe von separaten Abteilen, in denen sich zwei gepolsterte Sitzbänke gegenüberstanden. Auf jeder von ihnen hätten drei Leute bequem nebeneinander Platz gehabt, und – ein wundervoller Gedanke – allein konnte man sich darauf behaglich ausstrecken und, die Füße unter dem Rock versteckt, ein gemütliches Schläfchen halten. Man konnte sich vor Störungen sicher fühlen, denn ein einziger Blick verriet, daß das ganze Abteil für Mrs. Mary Farraline und Begleitung reserviert war. Hester war bereits blendender Laune. Es würde ganz anders sein als während der langen, anstrengenden Anreise, auf der sie immer nur in kurzen, ständig gestörten Schlummer gefallen war.

Mary betrachtete diesen Komfort als selbstverständlich. Wahrscheinlich war sie schon öfter in Abteilen der ersten Klasse gereist, und sie hatten ihr nichts Interessantes mehr zu bieten.

"Die Koffer sind im Gepäckwagen", sagte Baird. Er stand in der Tür und blickte Mary so direkt ins Gesicht, wie er es sonst bei niemandem tat. "In London wird man sie für dich ausladen. Bis dahin kannst du sie vergessen." Er legte die kleine Reisetasche mit Waschzeug und dem Arzneiköfferchen ins Gepäcknetz über ihrem Kopf.

Alastair sah ihm mürrisch zu, sagte aber nichts, als wäre längst alles gesagt und habe ohnehin nichts bewirkt, damals nicht und heute nicht. Seine Sorge galt seiner Mutter. Er wirkte beunruhigt und ungehalten.

"Es wird dir an nichts fehlen, Mutter. Ich hoffe, es wird eine ereignislose Reise." Er sah Hester dabei nicht an, aber es gab keinen Zweifel, was er meinte. Er beugte sich

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