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Ein dunkles Spiel Kriminalroman von Habekost, Britta (eBook)

  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)

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Ein dunkles Spiel

Die tödliche Macht der Begierde: 'Ein dunkles Spiel' von Britta Habekost jetzt als eBook bei dotbooks. Welche Abgründe lauern hinter der Fassade eines Menschen? Dieser Frage muss sich Hauptkommissarin Jelene Bahl stellen, als sie die Ermittlungen im Mordfall an einer zweifachen Mutter in die Vergangenheit führen. Am selben Tatort wurde fünf Jahre zuvor eine traumatisierte und schwer verletzte Frau aufgefunden, die sich tagelang in der Hand von brutalen Entführern befand - doch der Fall wurde nie aufgeklärt. Schon bald stoßen die Kommissare auf verstörende Parallelen. Aber wer spielt die entscheidende Rolle im geheimnisvollen Doppelleben beider Opfer? Ein Verdächtiger wird gefasst, doch Jelene ahnt: Die Wahrheit ist viel dunkler, als es den Anschein hat ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Ein dunkles Spiel' von Britta Habekost. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. JETZT BILLIGER KAUFEN! Überall, wo es gute eBooks gibt. Britta Habekost studierte Geisteswissenschaften und verwirklicht sich seit 2009 als Schriftstellerin mehrerer Genres. Unter Pseudonym veröffentlichte sie bereits einen historischen Roman, einen Krimi und verschiedene Novellen. Sie ist die Ehefrau und Co-Autorin des Kabarettisten Christian Chako Habekost, mit dem sie gemeinsam die sehr erfolgreiche Krimi-Reihe 'Elwenfels' schrieb.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 360
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958248281
    Verlag: dotbooks
    Größe: 1226 kBytes
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Ein dunkles Spiel

Kapitel 3

Im Besprechungszimmer des Dezernats 9.1 für Gewaltverbrechen staute sich die warme Luft wie in einer Glasglocke. Jelene freundete sich mittlerweile durchaus mit dem Gedanken an, umzukippen. Die Hitze hatte für deutsche Verhältnisse schon absurde Ausmaße angenommen. Die versammelten Ermittler schienen darauf zu warten, dass irgendjemand das Wort ergriff und einen Anfang machte, aber sogar Landin starrte benommen vor sich hin.

In diesem Moment öffnete sich die Tür, und ein unbekannter Mann trat ein. Er nickte der Runde mit einem knappen Lächeln zu und setzte sich auf den freien Stuhl neben Landin. Jelene erkannte ihn wieder. Es war der Mann, der sie vom Fenster aus angestarrt hatte. Seltsamerweise empfand sie ein Gefühl unerwarteter Verletzlichkeit und verschränkte instinktiv die Arme vor der Brust.

"Ah ja, das wäre der erste Punkt, zu dem ich jetzt gekommen wäre", verkündete Landin. "Wir haben unsere freie Stelle endlich besetzt. Das ist Kriminaloberrat Ralf Fehling aus Stuttgart." Landin war aus seiner Erstarrung erwacht und klopfte dem Mann freundschaftlich auf die Schulter, der es ungerührt über sich ergehen ließ. "Von Stuttgart nach Mannheim. Es kann nur aufwärtsgehen. Willkommen jedenfalls."

Der Mann erhob sich und sah jeden Einzelnen im Besprechungszimmer an. Er sieht gut aus, dachte Jelene, aber er ist unzufrieden mit seiner Figur und hat Probleme, seinen muskulösen Oberkörper mit den etwas zu fleischigen Hüften in Einklang zu bringen. Er trug trotz Hitze einen Anzug, und keiner der Hemdknöpfe war geöffnet. Ein Haarschnitt, der hart an der Grenze zum Militärischen war, umrahmte ein scharfkantiges Gesicht mit klaren, blauen Augen. Eine gewisse Strenge ging von diesem Gesicht aus, die Jelene von all denjenigen kannte, die bei der Polizei schnelle Karriere gemacht hatten und den hohen Dienstgrad nicht mit ihrem noch relativ jungen Lebensalter rechtfertigen konnten.

"Ralf Fehling ist vor zwei Wochen hierhergekommen", sagte Landin. "Er war fünfzehn Jahre beim LKA in Stuttgart und hat dort für die Abteilung Menschenhandel und Zwangsprostitution gearbeitet."

"Oh, dann wird Ihnen hier aber auch nicht langweilig", sagte Lydia Kastner, die Sekretärin des Dezernats. Damit fasste sie den hauptsächlichen Einsatzbereich des Dezernats 9.1 für Gewaltverbrechen zusammen. Mannheim hatte neben einem Drogenproblem auch eines mit Bandenkriminalität, was durch die Nähe zu Frankfurt nicht weiter verwunderlich war. Unter die Fälle von Mord und Totschlag, die sie bislang bearbeitet hatten, fielen zu vierzig Prozent die weiblichen Opfer von Schlepperbanden, die im Rotlichtmilieu arbeiteten.

Der Neue bedachte die Sekretärin mit einem kurzen Nicken, lächelte jedoch immer noch nicht. Jelene schätzte ihn auf allerhöchstens 47, aber etwas sagte ihr, dass Ralf Fehling wahrscheinlich jünger war. Warum war er vom LKA nach Mannheim gewechselt? Landin erklärte es nicht. Ebenso wenig, warum niemand intern für diesen Karrieresprung ausgesucht worden war. Es gab im Präsidium einige Kandidaten, die die Nachfolge des Mannes hätten antreten können, auf den Landin jetzt zu sprechen kam.

"Er besetzt die Stelle von Jens Richter, unserem geschätzten Kollegen ..."

"Mein Bedauern übrigens", sagte Fehling. Kriminaloberrat Jens Richter war im letzten Jahr an Krebs gestorben. Lungenkrebs. Und das, obwohl er der Gesundheitsapostel des Präsidiums gewesen war, Vegetarier, Nichtraucher und Marathonläufer. Es war zum Verrücktwerden.

"Ich brauche nicht lange, um mir hier einen Überblick zu verschaffen", kündigte der Neue an. Seine Stimme war rau und warm, aber ohne eine erkennbare Sprachmelodie. Wenigstens schwäbelt er nicht, dachte Jelene.

"Trotzdem wäre ich dankbar, wenn mir der ein oder andere ein bisschen was zeigt." Jetzt war da doch ein Lächeln. Ein bisschen wölfisch vielleicht, aber immerhin.

"Der Kaffeeautomat steht in der

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