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Ein Fall für Schröder: Der Spieler Kriminalroman von Heinze, Doris (eBook)

  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Ein Fall für Schröder: Der Spieler

Eine internationale Verschwörung und ein deutscher Ermittler: Der Krimi 'Ein Fall für Schröder - Der Spieler' von Doris Heinze als eBook bei dotbooks. Er war ein brillanter Ermittler - doch nun hat sich Karl Hieronymus Schröder auf die Insel Nordstrand zurückgezogen. Knifflige Ermittlungen und Verbrecherjagd? Das liegt hinter ihm. Aber es ist so eine Sache mit Ruhe und Frieden: Beides tut gut - kann aber auch ungemein anstrengend sein. Da kommt es Schröder denkbar gelegen, dass die britische Polizei ihn um Hilfe bittet: Das indische Software-Genie Rahul Meta sitzt im Transit Bereich des Frankfurter Flughafens fest und muss dringend zur Zusammenarbeit überredet werden. Schröder weiß, dass er die Finger davon lassen sollte. Das wäre klug. Das wäre richtig. Aber schon ist er mitten drin in einem Fall, der immer verzwickter wird - denn Meta ist spurlos verschwunden. Und die russische Mafia, die es auf ihn abgesehen hat, nicht einmal das größte Problem ... Spektakuläre Schauplätze, ein Abgrund des Verbrechens und ein Ermittler, der selbst mit einem Ruhepuls von 140 die Nerven behält: ein temporeicher Kriminalroman! Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Ein Fall für Schröder - Der Spieler', der erste Kriminalroman von Doris Heinze rund um Karl Hieronymus Schröder. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Doris Heinze, geboren in Mülheim an der Ruhr, arbeitete als leitende Redakteurin für Kino- und Fernsehfilme des NDR. Außerdem schrieb sie zahlreiche Drehbücher und war an der Entwicklung erfolgreicher TV-Charaktere wie Charlotte Lindholm aus dem TATORT Hannover und Klaus Borowski aus dem TATORT Kiel maßgeblich beteiligt. Doris Heinze lebt heute mit ihrer Familie in Nordfriesland. Bei dotbooks veröffentlichte Doris Heinze die beiden Kriminalromane rund um den Ermittler Karl Hieronymous Schröder: 'Der Spieler' und 'Die Tote im Kofferraum'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 311
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961481989
    Verlag: dotbooks
    Größe: 902 kBytes
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Ein Fall für Schröder: Der Spieler

PROLOG
Kiew, 5. Februar, 16.25 Uhr

Sie witterte den fremden Geruch, noch bevor sie die Tür zu ihrem Apartment an der dicht befahrenen Velyka Vasyl'kivska öffnete. Der Hauch eines übereifrigen Aftershaves. Jemand war in ihrer Wohnung gewesen.

Dabei hatte der Tag so unerwartet sonnig begonnen. Endlich einmal hatte sie alle Zeit der Welt. Sie liebte es, durch die Stadt zu streifen, sich treiben zu lassen, ohne Auftrag, ohne Ziel. Zu spüren, wie die schwarzen Gedanken langsam von ihr abfielen. Vor einer Ewigkeit, so schien es ihr, war sie in die Überzeugung hineingeboren worden, dass Schwierigkeiten allesamt vorübergehend waren. Sie hielt daran fest, auch wenn das Leben sie längst anderes gelehrt hatte. Unvermittelt kam ein Gefühl der Unbeschwertheit über sie. Sie fühlte sich stark. Und so jung, wie sie tatsächlich war.

Sie schlenderte zu dem kleinen Park am Goldenen Tor und setzte sich auf eine der freien Bänke. Als Kind war sie oft mit ihrem Vater hier gewesen, und das wegen eines zotteligen Bronzekaters. Immer wieder hatte ihr Vater dessen Geschichte erzählt. Solange der Kater lebte, galt er als Maskottchen des kleinen Restaurants gegenüber. Ob er tatsächlich Glück gebracht hat?

Ein Lächeln überflog ihr Gesicht, sie schloss die Augen. Vor langer Zeit hatten ihre Eltern hier ihren Hochzeitstag gefeiert. Sie liebten es zu feiern, genauso ausgiebig und intensiv, wie sie es gewohnt waren zu arbeiten. Dann wurden frohe Lieder gesungen, und hochprozentiger Gorilka wurde getrunken. Sie sangen ihren Kummer weg und ihre Traurigkeit. Und die Wehmut, die über ihren Tagen lag. Für sie war das Leben nicht vorstellbar ohne Lieder und nicht ohne Gorilka. Weit nach Mitternacht waren sie durch den Schnee nach Hause geschlingert. Sie hatten sich untergehakt und aneinander festgehalten. Sie hatten sich nicht losgelassen. Nach seinem Tod hatte man dem Kater ein Denkmal gesetzt. Gerne hätte sie so etwas für ihre Eltern getan. "Wenn du an uns denkst, werden wir da sein", hatte der Vater zu ihr gesagt. Es war ihre letzte Begegnung gewesen.

Unter einem der gewaltigen Kastanienbäume saßen Studenten in dicken Pullovern. Über ihre Laptops gebeugt diskutierten sie angeregt die politische Entwicklung und philosophierten über menschliche Destruktivität. Reden schien ihnen Spaß zu machen, genau wie das Leben. Sie war nie so frei gewesen wie diese Studenten. Am Morgen hatte sie eigentlich vorgehabt, wieder einmal zum alten Friedhof Baikowoje hinauszufahren. Das Grab der Dichterin Lesja Ukrainka hatte es ihr angetan. "Gegen die Hoffnung hoffe ich", hatte sie geschrieben, kämpferisch und voller Optimismus. Diesen Optimismus spürte sie noch heute. Überhaupt schienen die Toten so etwas wie Verbündete zu sein. Ihnen konnte man sich anvertrauen. Doch die Sonne hatte ihr so verführerisch ins Gesicht geschienen, dass sie es sich anders überlegt hatte.

Sie sah sich um. Zwei alte Männer spielten Schach. Ihre Augen glitten eher beiläufig, fast gelangweilt über die Figuren. Ihre faltigen Gesichter zeigten keine Regung. Schach war Krieg und eine ernste Angelegenheit. Die Zuschauer versuchten es ihnen gleichzutun. Auf der Bank daneben drei edel gekleidete junge Frauen. Sie lachten und schwatzten, ununterbrochen und alle zugleich. Vielleicht hatten sie sich nichts zu sagen, vielleicht stimmte es auch, dass Frauen im selben Moment reden, zuhören und die gesamte Umgebung im Blick haben konnten. Sie selbst jedenfalls hatte diese Fähigkeit schon früh an sich entdeckt. Ein Umstand, von dem sie profitierte, auch wenn Reden nicht gerade zu ihren bevorzugten Leidenschaften zählte.

Ein kühler Windstoß ließ sie zusammenzucken. Eine weiße Wolke schob sich langsam vor die Sonne. Mit etwas Fantasie sah sie aus wie ein strubbeliger Kater. Sie fröstelte. Auch die Frauen hatten für einen Moment aufgehört zu reden und blickten erwartungsvoll zum Himmel. Nur die beiden alten Männer setzten ihr Spiel ungerührt fort. Sie w

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