text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Exaflop Thriller von Schnorf, Hans C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.09.2014
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
5,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Exaflop

Phil Moser, Manager eines Hedgefonds mit Sitz am Z rcher See, verspekuliert sich komplett und wird fristlos entlassen. Um zu beweisen, dass er nicht der Versager ist, f r den sein Vater ihn h"lt, gr ndet Phil einen eigenen Hedgefonds. Gemeinsam mit einem skrupellosen, aber brillanten Mediziner heckt er einen gef"hrlichen Plan aus, ber den er jedoch zusehends die Kontrolle verliert. Schlieálich stehen sogar Menschenleben auf dem Spiel. Hans C. Schnorf, Jahrgang 1961, lebt und arbeitet als Neurologe, K nstler und Schriftsteller im Kanton Z rich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 289
    Erscheinungsdatum: 01.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783734992629
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 1379 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Exaflop

EINS

Endlich! Er hatte es geschafft. Man warf ihm anerkennende Blicke zu, klopfte ihm im Vorbeigehen auf die Schulter, gratulierte. Euphorie war kurzlebig, soviel hatte ihn seine Erfahrung in der Finanzindustrie gelehrt. Umso mehr wollte Phil Moser seinen vorläufigen Ruhm genießen. Mit 38 Jahren hatte er den bisherigen Höhepunkt seiner Karriere erreicht. Er war nicht nur Executive Lead Manager von Uranus Capital Global Biotech , eines auf Aktien von Pharma- und Biotechnologieunternehmen spezialisierten Hedgefonds mit Sitz in Pfäffikon, am Zürcher See. Er hatte zudem vor knapp einem Monat einen veritablen Coup gelandet. Jakob Fisch und dessen Zwillingsbruder Dan, die Gründer und Besitzer von Uranus Capital, sorgten dafür, dass sich diese Neuigkeit in der Szene herumsprach: Phil hatte bei einer tollkühnen Wette auf die Genfer Biotechnologiefirma Symbionic gesetzt und gewonnen. Die Aktien hatten sich in kurzer Zeit vervierfacht, als die erfolgsversprechenden Zwischenresultate von Symbionics Krebsmedikament Troczyta bekannt worden waren. Balsam für die gequälten Seelen der Zwillinge, die von der Vorstellung besessen waren, dass Uranus Capital bankrottgehen könnte, vor allem seit die Finanzmärkte in sich zusammenfielen wie ein misslungenes Soufflé.

Phil würde dafür sorgen, dass weitere Karrierehöhepunkte folgten. Er würde dieses Ziel mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verfolgen, denn er wusste nur zu gut, dass dem Sohn eines verarmten Musiklehrers nichts geschenkt wurde, erst recht nicht in der Welt der Finanzen. Auf dem gestrigen Flug hatte an seinem Sitz das Leselämpchen gebrannt, während die anderen Fluggäste schliefen, und einmal im Hotel St Regis angekommen, hatte er sich nicht ins Bett gelegt, sondern seinen Laptop eingeschaltet. Wagemut, vor allem aber harte Arbeit hatten ihn dorthin gebracht, wo er jetzt war. Der Preis dafür war, dass er sich kaum noch daran erinnerte, wie es sich anfühlte, eine Frau zu küssen oder gar ihre Haut auf der seinen zu spüren. Da half es auch nicht viel, dass Sabrina dort drüben, Analystin einer Zürcher Großbank, ihm eine Kusshand zuwarf. Das tat sie bei jedem erfolgreichen Mann. Sabrina konnte ihm gestohlen bleiben. Bei Julia wäre das etwas anderes. Doch Julia schien ihm in letzter Zeit aus dem Weg zu gehen. Oder bildete er sich dies bloß ein? Julia verwirrte ihn, brachte ihn dazu, zu stammeln wie ein Pubertierender. In ihrer Gegenwart verlor er seine Selbstsicherheit, ein zutiefst verstörender Zustand. Das musste sich ändern, sobald er wieder in Pfäffikon war! Jetzt aber galt es, Hände zu schütteln und neue Kontakte zu knüpfen. Wozu sonst war er zur 26. J.-P.-Morgan-Healthcare -Konferenz nach San Francisco gereist, zum Mekka der Biotechnologietagungen? Alle mit Rang und Namen kamen hierher. Alle. Jakob Fisch war ebenfalls hier, selbstverständlich, obwohl er süffisant zu lächeln pflegte, wenn das Gespräch auf eine internationale Biotechnologiekonferenz wie diese hier fiel. Er verglich sie nämlich mit einem Lebensmittelmarkt, bei dem es einerseits Verkäufer und anderseits Hausfrauen gab. Die Pharma- und Biotechnologiefirmen waren die Verkäufer, die anstatt Wurst, Käse oder Gemüse Erfolgsträume neuer Medikamente anboten; Medikamente, die oftmals im Versuchsstadium steckten und deren Erfolgsaussichten ungewiss waren. Die Hausfrauen auf dem Markt waren die Fondsmanager, die das ihnen anvertraute Geld in Aktien dieser Pharma- oder Biotechnologiefirmen investierten. Ähnlich der Hausfrau, die von Stand zu Stand eilt, auf der Suche nach dem Händler mit der pikantesten Salami, dem reifsten Bergkäse und dem frischesten Gemüse, versuchte ein Fondsmanager, eine erfolgreiche Biotechnologiefirma und somit die nächste heiße Aktie ausfindig zu machen. Ebenfalls den Hausfrauen rechnete Jakob die Analysten zu, die mehrheitlich im Dienste einer Bank standen und de

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen