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Fähre ins Jenseits Ein Niederelbe-Krimi von Eckmann, Peter (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Fähre ins Jenseits

Auf der Schwebefähre in Osten wird der ehemalige Kommandant eines Konzentrationslagers von einem früheren Häftling wiedererkannt. Um der Bestrafung zu entgehen, beginnt eine Spirale des Todes. Die Schwebefähre stellt ein wichtiges Bindeglied über die Oste zum Schlupfwinkel des Verbrechers dar. Die Zeit vor fünfzig Jahren wird beschrieben und das Leben mit der Fähre, die eine der wenigen Verbindungen über die Oste zu der Zeit darstellt. Es gibt einen Toten, die Kommissare Krüsmann und Hansen der Stader Kriminalpolizei sind gefordert. Die Suche nach dem Mörder erfordert das Auffinden fünfzig Jahre alter Unterlagen. Verbissen versucht der Nazi-Verbrecher, seine Identität zu verbergen, es führt zu einem weiteren Mordversuch. Der Roman spielt 1965 im Osteland zwischen Osten und Otterndorf. Das Buch blickt zurück zu den letzten Tagen des Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar. Der Weg eines überlebenden Häftlings von 1945 bis 1965 wird lebendig. Der Tage der Entdeckung des früheren Lagerkommandanten stellt sein ruhig gewordenes Leben auf den Kopf. PETER ECKMANN, geboren 1947, lebt im Niederelbe-Dreieck in der Nähe von Cuxhaven, Ingenieur der Verfahrenstechnik, schreibt unter dem Pseudonym Allan Greyfox Wildwest- und Detektivromane. Seit Ende 2015 gibt es den ersten Thriller. Er spielt in Manhattan, wenige Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges. Der Held ist Michael Callaghan, der Enkel des Revolverhelden der Wildwest-Serie. Dieses Buch ist der zweite Thriller, der in der Heimat des Autors spielt. Es blickt zurück in die Abgründe des Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 188
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783744808293
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 813kBytes
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Fähre ins Jenseits

Die Kommissare

Ihr Schatz hat in zwei Wochen Geburtstag. Gabriele Husemann ist zum wiederholten Mal zu dem Jagdgeschäft in der Stockhausstraße unterwegs. Der Verkäufer hatte ihr versprochen, ihr preiswert eine kleine Taschenpistole zu beschaffen.

Sie hatte viel Zeit und Geduld gebraucht, um ihrem Freund Werner Hansen, ohne dass er hellhörig wurde, abzuluchsen, worüber er sich zu seinem Geburtstag freuen würde. Sie hatte nach gelegentlichen Fragen, verteilt zwischen mehreren Küssen, herausgefunden, dass er historische Waffen sammelt. Zwei hat er bisher erst, eine Parabellum von Luger, und einen Peacemaker von Colt. Weil sie sich das nicht merken kann, hat sie sich die Bezeichnungen aufgeschrieben. Der nette Verkäufer bei Waffen-Schmidt hat ihr versprochen, ihr für wenig Geld eine winzige Pistole, einen Deringer, zu besorgen. Zweimal war sie schon umsonst in dem kleinen Laden in dem Eckhaus Am Backeltrog gewesen, heute sollte es wohl klappen.

Vor ihr ist ein Kunde im Laden. Er scheint ein Jäger zu sein, er lässt sich gerade von Herrn Schmidt zwei Flinten zeigen. Wohlwollend fallen die Blicke vom Kunden und vom Verkäufer auf die attraktive junge Frau mit der roten Mähne.

Herr Schmidt sieht sie an. "Ich habe etwas für Sie", und blickt dann zu seinem Kunden. "Macht es Ihnen etwas aus, einen Moment zu warten? Ich hole nur eine Waffe aus dem Schrank in meinem Lager."

"Kein Problem, ich werde ein wenig mit der Flinte spielen." Er nimmt die Waffe, hält sie in Augenhöhe und visiert über das Korn. Nebenher versucht er unauffällig, einen Blick auf die hübsche junge Frau neben sich zu werfen.

Der Waffenhändler erscheint mit einer kleinen Schachtel und stellt sie vor Gabi auf den Ladentisch. "Wenn Sie mal schauen möchten, ich werde derweil meinen anderen Kunden weiter bedienen."

Gabriele Husemann öffnet den Behälter, der vielleicht halb so groß wie ein Schuhkarton ist. Das erste, was sie sieht, ist ein Tuch. Darin ist eine kleine Waffe eingewickelt, die höchstens zehn Zentimeter lang ist. Sie ist jetzt doch überrascht, so klein hatte sie die Waffe nicht erwartet. Aber sie ist hübsch, aus vernickeltem Stahl, mit einer kleinen Ziselierung, die wird ihrem Freund bestimmt gefallen. "Was soll sie denn kosten?"

Der Waffenhändler räuspert sich. "Ich dachte an einhundertzwanzig Mark."

"Oh", sie schluckt, "das ist mehr, als ich erwartet hatte. Haben Sie nicht etwas von unter einhundert Mark gesagt?"

"Ja, das ist richtig. Dafür ist diese hier ein besonders schönes Stück."

Die junge Frau sieht sich wieder die Waffe an, nimmt sie dann in die Hand.

Der andere Kunde sieht ihr über die Schulter und blickt dann den Händler an. "Ich habe zuhause noch eine ähnliche Pistole, die kann ich Ihnen für sechzig Mark lassen." Sie spürt seinen warmen Atem an ihrem Hals und dreht sich zu dem Kunden um. "Das ist schon ein deutlicher Unterschied. Ich müsste mir die Waffe in den nächsten Tagen ansehen können."

Der Händler Schmidt blickt etwas verärgert seinen Kunden an. "Sie wollen mich wohl als Händler verlieren, was?"

"Nun stellen Sie sich nicht so an, Sie verdienen an mir doch genug." Er wendet sich an Gabi. "Ich kann Sie jetzt gleich zu mir mitnehmen, ich wohne in der Goebenstraße, das ist nur einen Katzensprung von hier entfernt."

Huch! Das geht der jungen Frau jetzt doch ein wenig zu schnell, außerdem ist ihr der Kunde irgendwie unangenehm. Sie hat während ihrer Zeit als erzwungener Prostituierte auf dem Strich an der Reeperbahn einen siebten Sinn für Männer erworben. Und dieser siebte Sinn meldet sich jetzt. Auf der anderen Seite sind sechzig Mark nicht viel Geld.

"Ich könnte Sie anschließend nach Hause bringen", ergänzt der Kunde, als er ihr Zögern bemerkt.

"Gut, ich sehe mir die Waffe mal an." Sie blickt Herrn Schmidt an. "Wir sehen uns bestimmt noch mal, Sie verlieren mich nicht als Kunde."

Der Händler nickt. "Das ist scho

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