text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Füchsin Kriminalroman von Bruen, Ken (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.04.2016
  • Verlag: Polar Verlag
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Füchsin

Angie, kaltschnäuzig und herzlos, manipuliert sie Männer wie Frauen, um sie für ihre Pläne einzusetzen. Auch wenn die erste Bombe im Paradise Cinema nicht explodiert, hält sie die Southeast London Police Squad um Detective Sergeant Brand mit weiteren Bombenankündigungen und Erpressungen in Atem. Als sinnlichste, verrückteste Serienmörderin überhaupt terrorisiert sie die Straßen Londons. Ist unberechenbar, wild, wütend. Ganz wie Detective Sergeant Brand, der für seine knochenbrecherischen Methoden berüchtigt ist und sich wenig um politische Korrektheit schert. So entwickelt sich ein Drama voller schwarzem Humor. Bruen spinnt eine schnelle, scharf geschliffene Geschichte voller respektloser Schurken auf beiden Seiten des Gesetzes.

1951 in Galway geboren, studierte Ken Bruen am Trinity College in Dublin und promovierte dort über Metaphysik. Ein Vierteljahrhundert lang lebte und lehrte er seine Muttersprache in Asien, Südamerika und Afrika, bevor er seine schriftstellerische Karriere begann. Seine Bücher wurden mehrfach mit renommierten nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet und seine Jack-Taylor-Reihe wurde 2010 als Serie verfilmt. Bruen lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in seiner Geburtsstadt Galway. Im Polar Verlag erschien 2015 'Kaliber'. Ein weiterer Band aus der Detective-Sergeant-Brand-Serie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 168
    Erscheinungsdatum: 29.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783945133323
    Verlag: Polar Verlag
    Größe: 404 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Füchsin

1

Sergant Doyle hatte die Füße auf einen Hocker gelegt. Im Revier war es ruhig, Ärger nicht zu erwarten. Im Fernsehen lief Fußball, da trieb der Pöbel sich nicht auf der Straße rum. Er hatte aus der Kantine ein Plunderstück gemopst und freute sich schon den ganzen Tag darauf.

Er schlug The Sun auf und wollte gerade zubeißen, als das Telefon klingelte. Nach einem schnellen Bissen nahm er den Hörer ab.

Eine männliche Stimme sagte: "Darf ich vorschlagen, dass Sie diesen Anruf aufnehmen?"

"Alle Anrufe werden routinemäßig aufgenommen."

Ein Teigklumpen hatte sich in seinem kaputten Backenzahn festgesetzt, er versuchte, ihn mit dem Finger rauszupulen.

Der Mann sagte: "Sie sind mit den Gedanken woanders, wie ich merke."

Doyle seufzte und sagte: "Ich bin ganz Ohr, glauben Sie mir."

"Das ist auch gut so. In drei Minuten explodiert eine Bombe. Das ist keine Warnung, eher ein Weckruf. Kennen Sie das Paradise Cinema?"

"Nahe Waterloo Avenue? Liegt da die Bombe?"

In Doyles Ohr gab es einen lauten Knall, instinktiv hielt er den Hörer weg. Als der Lärm erstarb, fragte er: "War sie das?"

Er hörte leises Kichern, dann: "Ups, das Timing ging leicht daneben, daran arbeiten wir noch. Und Sie kümmern sich darum, Dreihunderttausend zusammenzukriegen, damit wir nicht noch eine Bombe legen müssen. Ist ja keine große Summe, oder? Legen Sie los, wir bemühen uns derweil, erst mal nichts mehr in die Luft zu jagen. Morgen rufen wir wieder an und erkundigen uns, wie Sie vorankommen. Ach, falls es Sie interessiert, im Paradise lief irgendein Schrottfilm mit Tom Cruise, wir haben der Öffentlichkeit also einen Gefallen getan. Bis dann."

Klick.

Doyle behielt den Hörer am Ohr, drückte die Verbindung weg und begann, die betreffenden Abteilungen zu verständigen. Der Teigklumpen hatte seinen Zahn bereits zum Summen gebracht, er sagte laut: "Oh fuck."

Das Paradise Cinema war eine relativ neue Bereicherung des Kulturangebots im Stadtteil. Es wurde hauptsächlich von Besuchern aus der Nachbarschaft frequentiert und war meistens gut besucht. Die Bombe war in einer der Toiletten explodiert und hatte niemanden verletzt. Panik und Furcht waren jedoch schnell verbreitet; die Menge, aus Angst, es könnte noch eine Bombe hochgehen, hatte sich drängelnd und schubsend auf die Straße hinausgeschoben. Das Sprengstoffteam war angerückt und hatte die Straße abgeriegelt. Superintendent Brown war vor Ort und wies die Beamten an, die Menge zurückzuhalten.

Er brüllte Chief Inspector Roberts an, jeden verfügbaren Mann loszuschicken und alle zu befragen, die eventuell etwas gesehen haben oder wissen könnten. Er fragte: "Wo sind Porter Nash und Ihr Busenfreund Brant? Wo ist der, wenn man ihn sucht?"

Roberts hatte keine Ahnung und sagte: "Keine Ahnung."

"Sie sind vielleicht ein Scheißpolizist. Da sind hoffentlich keine Terroristen am Werk."

"Ich glaube nicht, Sir. Der Anrufer hat Geld gefordert. Ich glaube, es geht um einfache Erpressung."

Brown, kurz vorm Herzkasper, schrie: " Einfach? Seit wann zum Teufel ist Erpressung einfach?"

Roberts wollte zurückschnauzen Sie blöder Arsch wissen genau, was ich meine, beließ es aber bei: "Ich glaub nicht, dass es was Internationales ist."

"Das lässt uns ja alle wieder ruhig schlafen - der Chefdetektiv hat gesprochen."

Ein Sprengstoffexperte kam aus dem Kino und rettete Roberts davor, antworten zu müssen.

Brown fragte ihn: "Womit haben wir's zu tun?"

Der Bombentyp sagte: "Unterste Schublade, würde ich sagen."

Brown atmete tief durch, flehte innerlich den Großmeister der Freimaurer um Geduld an, sagte: "Könnten Sie das so ausdrücken, dass ich Sie verstehe?"

Der Bombentyp wechselte einen Blick mit Roberts, in seinen Augen war zu lesen: Wenn dieses Arschloch dein Boss ist, hast du mein Beileid, Kumpel.

La

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen