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Falsche Wahrheit Thriller von Baldacci, David (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.05.2017
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Falsche Wahrheit

Auch Killer haben Sorgen ...

Will Robie ist der professionellste und beste Auftragskiller der US-Regierung. Er infiltriert die feindseligsten Länder der Welt, überwindet die fortschrittlichsten Sicherheitsmaßnahmen und beseitigt Bedrohungen, ehe sie Amerika überhaupt erreichen.
Doch dann, urplötzlich, versagt Robie. Bei einem Einsatz in Übersee bringt er es nicht fertig, den Abzug zu drücken. Ohne seine tödlichen Fähigkeiten ist Robie ein Mann ohne Mission und Lebensinhalt. Um wiederzubekommen, was er verloren hat, muss er sich dem stellen, was er 20 Jahre lang zu vergessen versuchte: seiner eigenen Vergangenheit.

'Falsche Wahrheit' ist der vierte Band aus David Baldaccis spannender Thriller-Reihe um den Auftragskiller Will Robie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 479
    Erscheinungsdatum: 26.05.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732539840
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Lübbe Thriller .4
    Originaltitel: The Guilty
    Größe: 569kBytes
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Falsche Wahrheit

KAPITEL 1

Will Robie kauerte an einem Fenster in einem verlassenen Gebäude, reglos wie eine Statue, lautlos wie ein Schatten.

Er war nicht in den USA, sondern in einem Land, das derzeit Verbündeter der Vereinigten Staaten war. Doch schon morgen könnte sich das ändern.

Robie war im Lauf der Jahre in vielen leerstehenden Gebäuden gewesen, überall auf der Welt - taktisch positioniert an Fenstern wie diesem, auf sich allein gestellt wie auch diesmal, eine Waffe in der Hand wie auch jetzt wieder. Doch das Alleinsein gehörte zu seinem Job. Man tötet nicht aus großer Entfernung mit einem Präzisions-Scharfschützengewehr, dessen Kugel dem Objekt das Gehirn wegpustet, wenn andere Leute einem zuschauen.

Robie selbst war eine taktische Waffe, blitzschnell einsatzbereit und ebenso schnell wieder verschwunden. Langzeitstrategien fielen in den professionellen Bereich anderer, hauptsächlich von Politikern. Sicher, sie konnten ebenfalls gute Attentäter sein, nur benutzten sie keine Kugeln, sondern Gesetze, die sie durchpaukten, weil sie von Leuten bestochen wurden, die mehr Geld hatten, als gut für sie war. Und sie fügten einer viel größeren Zahl von Menschen schweren Schaden zu, als Will Robie es je könnte.

Robie suchte die Straße vier Stockwerke unter ihm mit Blicken ab.

Alles ruhig.

Aber so wird es nicht bleiben. Nicht, sobald ich getan habe, weshalb ich hier bin.

Eine Stimme erklang in seinem Ohrmikro. Sie gab eine lange Reihe aktueller Informationen durch und bestätigte noch einmal sämtliche Details des "Exekutionsplans", wie er zutreffend genannt wurde. Robie nahm alles in sich auf, wie er es schon in der Vergangenheit oft getan hatte. Er verarbeitete die Informationen, stellte Fragen und erhielt den Befehl, sich bereitzuhalten.

Das alles gehörte zur professionellen Gleichung. Es war normal - falls es in einer Situation, die damit endete, dass jemand eines gewaltsamen Todes starb, so etwas wie Normalität überhaupt gab.

Es war nie Robies Lebensziel gewesen, andere Menschen auf Befehl einer Elite zu töten. Und doch war er hier - als Teil einer Einheit, die unter falscher Flagge agierte und eng mit einem Geheimdienst verbunden war, der auf der ganzen Welt unter seinem Akronym mit drei Buchstaben bekannt war.

CIA.

Robie hatte sich seinem jetzigen Job langsam, Schritt für Schritt, angenähert. Zuerst kam die Ausbildung, bei der die Ziele anfangs aus Papier bestanden, dann aus Ton und schließlich aus Puppen, aus deren Wunden verblüffend echt aussehendes Blut spritzte, das sich in Köpfen und Körpern aus Stoff oder Plastik befand. Wann genau Plastikfleisch und Hollywoodblut zu echtem Fleisch und Blut geworden waren, konnte Robie nicht sagen. Vielleicht hatte sein Unterbewusstsein es verdrängt. Jedenfalls hatte er nie einen Blick zurück geworfen und herauszufinden versucht, wie er an diesen Punkt hier gelangt war.

Er hatte mit grobkalibrigen Waffen geschossen, hatte mit Klingen zugestochen und Fäuste geschwungen, hatte Finger, Beine, Ellbogen, sogar seinen Kopf mit wuchtigen und präzisen Bewegungen eingesetzt und eine erschreckend große Zahl von Menschen getötet, ohne sich groß Fragen über die moralische Bewertung seines Tuns zu stellen.

Offizielle Auftragsmörder, die Fragen stellten, waren nicht besonders beliebt und deshalb zum größten Teil arbeitslos. Oder - wahrscheinlicher - tot.

In letzter Zeit jedoch hatte Robie sich angewöhnt, Fragen zu stellen. Deshalb war er nicht mehr so beliebt wie zuvor bei dem Geheimdienst mit der Drei-Buchstaben-Abkürzung. Der in der Mitte stand für Intelligence. Robie war mitunter der Meinung, dass es bei diesem Verein entschieden an Intelligenz mangelte.

Er schüttelte den Gedanken ab, denn heute Abend musste er wieder einen Abzug betätigen.

Er nahm das Nachtsicht-Fernglas auf und ließ den Blick über das schmale Gebäude ih

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