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Fear Thriller von Abbott, Jeff (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.09.2016
  • Verlag: Aufbau-Verlag
eBook (ePUB)
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Fear

Ein Thriller mit Nebenwirkungen Miles Kendrick tötete bei einer Schießerei aus Versehen seinen besten Freund. Die Ärztin Allison Vance hilft ihm ins Leben zurückzufinden. Bis sie offenbar bei einem Bombenanschlag ums Leben kommt. Hat sie zuviel über FROST, ein geheimes Medikament, gewusst? Miles beginnt Nachforschungen über ihren Tod anzustellen - und gerät schnell ins Fadenkreuz eines skrupellosen Killers. 'Fear' wird Sie nicht mehr loslassen - bevor der letzte Schuss verklungen ist. Jeff Abbott, geboren 1963, hat Englisch und Geschichte studiert und lebt in Austin. Seine Romane wurden bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Als Aufbau Taschenbuch erschien von ihm der Thriller 'Fear'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 426
    Erscheinungsdatum: 01.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841212542
    Verlag: Aufbau-Verlag
    Größe: 2145 kBytes
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Fear

1

Ich habe meinen besten Freund getötet.

Miles starrte die Worte an, klare schwarze Linien auf dem weißen Papier. Zum ersten Mal hatte er die Wahrheit niedergeschrieben. Er setzte den Stift erneut an.

Ich wollte ihn nicht töten. Ich hatte es nicht vor. Aber ich hab's getan.

"Deine Seele bloßzulegen nützt gar nichts." Andy hockte auf der Kante des Küchentisches und sah Miles beim Schreiben zu. "Sie wird dich hassen."

Miles sagte: "Das wird sie nicht."

Andy zündete sich eine Zigarette an und blies den blauen Rauch über das Geständnis, während Miles weiterschrieb. "Du hast Allison wochenlang Lügen aufgetischt ..."

"Lügen ist ein bisschen zu krass."

"Nicht so krass wie Mord. Du wirst dich nicht besser fühlen, wenn du ihr sagst, was du getan hast." Andy beobachtete, wie sich das Rauchfähnchen über der Zigarettenspitze kräuselte.

"Halt die Klappe." Miles beendete sein Geständnis. Andy schlenderte durch die Küche, kramte im Kühlschrank und gönnte sich ein frühes Bier.

"Priester behaupten, eine Beichte wäre gut für die Seele, aber dieses Geständnis ist ausgesprochen schlecht. Sogar für deine Seele. Wir haben eine Abmachung, Miles."

"Das hier betrifft dich nicht." Miles setzte seinen Namen - seinen echten Namen, Miles Kendrick - unter das Schreiben. Allison kannte seinen echten Namen nicht.

"Wenn du ihr erzählst, was passiert ist, betrifft mich das sehr wohl." Andy schlug die flache Hand auf den Tisch. "Lass mich lesen, was du geschrieben hast." Miles schob ihm den Papierbogen zu, dann ging er zur Küchentheke und goss schwarzen Kaffee in eine Tasse. Normalerweise trank er seinen Kaffee jeden Morgen gleich nach dem Aufstehen, heute jedoch war es ihm wichtiger gewesen, erst sein Geständnis zu verfassen, bevor ihn der Mut verließ.

Miles ging ins Bad, spritzte sich kaltes Wasser ins Gesicht. Betrachtete sich im Spiegel.

Ich war einmal jemand , dachte er. Ich war ich, ein anständiger Kerl, der typische Amerikaner mit einem Heim, einem Beruf und einem Leben. Jetzt weiß ich nicht mehr, wer ich bin. Mein altes Ich ist tot, das neue möchte nicht geboren werden.

" Lügen!", brüllte Andy aus der Küche.

Miles wischte sich das Gesicht ab und ging zurück. "Ich habe die Wahrheit geschrieben."

Andy schlug mit der Faust auf das Geständnis. "Die Wahrheit, an die du dich erinnerst. Nicht die echte Wahrheit."

"Es ist alles, was ich noch weiß."

"Du hast diese Cops nicht gerettet."

"Du weißt, dass es so war."

"Und ich denke jeden Tag an den hohen Preis, Miles."

Miles umrundete Andy, nahm den Papierbogen, faltete ihn zusammen und steckte ihn in ein Kuvert. "Ich muss ehrlich zu ihr sein."

"Du verletzt unsere Abmachung."

"Diese Abmachung gibt es nur in deiner Einbildung. Ich muss los. Und wenn ich zurückkomme, bist du nicht mehr hier."

"Ich möchte nicht unfreundlich werden, Miles", sagte Andy, "aber wenn du ihr dieses Geständnis gibst, bringe ich dich um."

Miles blieb an der Wohnungstür stehen, streifte sich eine Jacke über und steckte das Geständnis in die Tasche.

"Ich werde es tun, Miles." Andys Stimme war leise, und Miles' Haut prickelte, als würde jemand mit einem Eiswürfel über seinen Brustkorb streichen. "Ich werde dir einen Revolverlauf in den Mund stecken und auf den Abzug drücken. Dann ist unsere Rechnung beglichen." Andy lief in der Küche auf und ab - mit verschränkten Armen und funkelndem Blick.

"Nur zu, versuch's doch." Miles machte die Tür hinter sich zu und lehnte sich dagegen. Nach einer Weile rannte er die Treppe hinunter, vorbei an dem einladenden Zimtduft aus der Bäckerei im Parterre des Mietshauses. Vor der Haustür hielt er inne, reckte den Hals und schaute die schmale Straße hinauf und hinunter. Er musterte jedes Fahrzeug, jeden Fußgänger.

Niemand, der ihm auflauerte. Keine Autos, in denen Meuch

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