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Frankfurt Ripper Aus dem Leben eines Serienkillers von Olden, Martin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.10.2013
  • Verlag: mainbook Verlag
eBook (ePUB)
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Frankfurt Ripper

Name: Klaus Scholz Alter: 60 Wohnort: Frankfurt am Main Erlernter Beruf: Programmierer im Vorruhestand Derzeitige Tätigkeit: Serienmörder Lebensziel: 'Mein Wikipedia-Eintrag soll länger werden als der von Fritz Haarmann.' Bevorzugte Opfer: Beliebig. Hauptsache, die Schlagzeilen stimmen. Hobbys: bloggen, basteln, Kuchen essen, Tee trinken Webseite: frankfurtripper.wordpress.com (mit vielen Videos und Fotos seiner Taten) Waffen: Messer, Hammer, Grillspieß, Schlagbohrer, Bügeleisen, Kettensäge und Kalaschnikow. Familienstand: Ledig. Besucht regelmäßig seine demente Mutter im Pflegeheim. Besondere Kennzeichen: Cord-Sakko und Holzfällerhemd. Sachdienliche Hinweise: 'Frankfurt Ripper' erzählt die Geschichte von Klaus Scholz und ist das Psychogramm eines krank gewordenen Geistes und Satire auf eine ruhmsüchtige Gesellschaft, die sich mit aller Gewalt an den Rand des Abgrunds twittert. Klaus Scholz könnte Ihr Nachbar sein. Der freundliche, ältere Herr mit dem Cord-Sakko, der höflich grüßt, wenn er die Mülltüten rausträgt. Doch wissen Sie, was er darin aufbewahrt? Klaus Scholz lebt in einem Frankfurter Einfamilienhaus, ist zwangsweise im Vorruhestand und besucht seine demente Mutter im Pflegeheim. Sein neues Lebensziel: Er will Deutschlands bekanntester Serienmörder werden. Seine Opfer wählt Scholz danach aus, welche ihm die fettesten Schlagzeilen einbringen. Unter dem Pseudonym 'Frankfurt Ripper' bloggt er im Internet über seine Taten und gewinnt viele Anhänger. Bald zieht sich sein blutiger Pfad durch facebook und Youtube - und es scheint, als mache er vor nichts halt. Wie wird ein Spießer zum Serienmörder? Was weckt die Bestie hinter der Maske des Biedermanns? Martin Olden ist das Pseudonym des Journalisten und Autors Marc Rybicki. Er wurde 1975 in Frankfurt am Main geboren und studierte Philosophie und Amerikanistik an der Goethe-Universität. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Rybicki als Filmkritiker für das Feuilleton der Frankfurter Neuen Presse. Ebenso ist er als Moderator des Senders Radio Fortuna sowie als Werbe- und Hörbuchsprecher tätig. Im Sommer 2011 erschien sein erstes Kinderbuch 'Mach mich ganz - Fabeln und Gedichte über Glaube, Liebe und Hoffnung.' Es folgten die gereimten Erzählungen 'Wer hat den Wald gebaut?' und 'Wo ist der Tannenbaum?' und Anfang 2013 Rybickis erster Krimi 'Gekreuzigt'. Weitere Infos über den Autor gibt es auf www.sonnige-sendung.de und www.facebook.com/krimiautor.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 225
    Erscheinungsdatum: 18.10.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944124278
    Verlag: mainbook Verlag
    Größe: 1058 kBytes
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Frankfurt Ripper

5

Frankfurt, 21. April 2013

Alfred Schubert lehnt sich aus dem schmalen Fenster seines Kiosks. Er schaut mich aus listigen braunen Augen an, während er über seinen kurz getrimmten Oberlippenbart fährt. "Geht`s Ihnen gut, Herr Scholz?"

"Ja, danke."

Schubert grinst. "Das ist schlecht. Sogar sehr schlecht. Wissen Sie auch wieso?"

Ich weiß es nicht. Aber ich werde es sicher gleich erfahren. Wer bei Alfred Schubert Zeitungen, Zigaretten, Saure Drops, Eis, Limonade oder Bier kauft, bekommt Lebensweisheit gratis dazu. Ich bin mir gar nicht mehr sicher, seit wann Schubert den Laden in Sindlingen führt. Er kam aus Berlin, soviel weiß ich noch. War das Mitte der 80er Jahre oder schon Ende der 70er? Ich könnte Mama danach fragen bei meinem nächsten Besuch. Ob ich eine vernünftige Antwort bekäme, ist allerdings fraglich. Auf jeden Fall ist Schubert gut und gerne zehn Jahre älter als ich. Doch er denkt nicht daran, seinen Kiosk zu schließen oder einem jüngeren Nachfolger zu übergeben. Warum sollte er? Die Arbeit erfüllt ihn mit Freude. Das Alter spielt dabei keine Rolle. Im Gegenteil. Das tägliche Geschäft hält ihn scheinbar jung. Früher mochte ich ihn nicht. Da ging mir sein Geschwätz auf die Nerven. Mittlerweile höre ich ihm gern zu. Er ist sehr belesen und seine Sichtweise auf gewisse Themen finde ich interessant.

"Also, warum ist es schlecht, wenn es mir gut geht?", frage ich zurück.

"Sie sind `n ruhiger und ausgeglichener Mensch, Herr Scholz", sagt Schubert. Sein Berliner Dialekt ist noch schwach zu hören. "Und das macht Sie zu einer Gefahr für die deutsche Wirtschaft. Ehrlich. Is` wahr." Er kratzt sich an seinem fast kahlen Schädel. "Schauen Sie, ein zufriedener Mensch ist ein schlechter Konsument. Er hat keinen Kummer, den er mit Alkohol, Tabak oder anderen Drogen betäuben müsste. Er kauft keine teuren Uhren, Autos oder Immobilien, um sich gut und wertvoll zu fühlen. Oder Glücksratgeber, die ihm Tipps geben, wie er sein Leben aus- und einrichten sollte. Nein, so ein Typ hat alles, was er braucht. Der ruht in sich. An Bürgern, die sich wohl fühlen geht Deutschland zugrunde, das sage ich Ihnen."

"Dann fänden Sie es also besser, wenn es mir schlecht ginge?", frage ich entgeistert.

"Aus menschlicher Sicht natürlich nicht. Aber als Unternehmer müsste ich mir das wünschen. Doch zum Glück gehöre ich noch zum alten Schlag, so wie Sie. Ich tanze nicht nach der Pfeife des Mafia-Kapitalismus wie Frau Merkel und Konsorten in Berlin. Soll ich Ihnen sagen, warum unsere Kanzlerin sich dermaßen anbiedert bei Wirtschaftsverbänden und Konzernbossen? Weil sie aus dem Osten kommt! Unter der Knute des Bolschewismus groß geworden ist. Dort lernte sie Strippen ziehen, bespitzeln und intrigieren – steckte aber innerlich voller Neidgefühle auf den Klassenfeind aus dem Westen und seine Konsumgüter. In der ehemaligen Täterä-Tätä gab`s ja nüscht zu koofen . Nach der Wiedervereinigung konnte sie ihren unbefriedigten Trieben freien Lauf lassen und nun ist die Raffgier ihr neues Manifest. Die Merkel muss im Übermaß kompensieren, was ihr früher verwehrt blieb. Wie ein Kind, das nie Weinbrandbohnen probieren durfte und später, als Erwachsener, Alkoholiker wird. Deshalb hält unsere eiserne Lady auch am Euro fest. Es geht nicht um Stabilität und Wirtschaftswachstum, von dem alle Bürger profitieren. Das Wohl des Einzelnen ist, wie gesagt, eher hinderlich für die W

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