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Friesenanker. Ostfrieslandkrimi von Jorritsma, Sina (eBook)

  • Verlag: Klarant
eBook (ePUB)
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Friesenanker. Ostfrieslandkrimi

Am Strand von Borkum wird eine männliche Leiche mit Kopfverletzung angespült. Fast zeitgleich taucht an Land ein Anker auf – an ihm klebt getrocknetes Blut. Ist der blutige Anker die Tatwaffe? Aber warum hat ihn der Täter nicht einfach in der Nordsee versenkt? Die Inselkommissare Mona Sander und Enno Moll nehmen die Ermittlungen auf. Bei dem Opfer handelt es sich um den reichen Unternehmer Hauke Clüver. Am Abend seines Todes wollte er mit seiner Familie einen Mondscheintörn unternehmen – ist auf der Privatyacht der Clüvers ein tödlicher Streit eskaliert? Und welche Rolle spielt der verschwundene vorbestrafte Matrose der Yacht? Ins Visier der Ermittler gerät auch Haukes betrogene Ehefrau. Möglicherweise hat sie den offen zur Schau gestellten Affären ihres Mannes ein für alle Mal ein Ende gemacht ... In der "Mona Sander und Enno Moll ermitteln" - Reihe sind erschienen: 1. Friesenbraut 2. Friesenkreuz 3. Friesenlauf 4. Friesenflirt 5. Friesenwahn 6. Friesenstalker 7. Friesenjuwel 8. Friesenwrack 9. Friesenbarbier 10. Friesenstrand 11. Friesenlist 12. Friesenblues 13. Neu: Friesenanker Alle Ostfrieslandkrimis von Sina Jorritsma können unabhängig voneinander gelesen werden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783965860100
    Verlag: Klarant
    Größe: 282 kBytes
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Friesenanker. Ostfrieslandkrimi

Kapitel 3

Mona musste zugeben, dass die Spurenlage mehr als dürftig war. Nach wie vor hatten sie und Enno keinen Hinweis auf ein kriminelles Geschehen. Für den Rückweg in den Ort nahmen die Ermittler den Bus von der nahe gelegenen Haltestelle Neuer Deich aus. Der Oberkommissar lehnte sich auf der Sitzbank zurück und schaute Mona von der Seite aus an.

"Lass dir keine grauen Haare wachsen. Vielleicht hat wirklich nur jemand einen dreckigen Anker weggeworfen. Umweltsünder gibt es sogar auf Borkum."

"Ja, möglicherweise", murmelte Mona. Doch vollends überzeugt war sie nicht. Der Faltklappanker machte einen neuen Eindruck, schien kaum benutzt worden zu sein. Weshalb hätte ihn jemand entsorgen sollen?

Die Kommissarin sah ein, dass sie und ihr Kollege nicht nach Belieben ihre Zeit verplempern durften. Also stiegen sie am Inselbahnhof aus dem Bus und widmeten sich ihrer eigentlichen Aufgabe. Es gelang ihnen im Lauf des Tages, insgesamt drei Taschendiebe dingfest zu machen. In einem Fall bekamen sie es mit einem Duo zu tun, das sich als Liebespaar getarnt hatte. Mona hatte das zweifelhafte Vergnügen, das Mädchen einer Leibesvisitation zu unterziehen. Doch die Prozedur lohnte sich.

"Kannst du mir erklären, wieso du zwei Smartphones in deinem BH versteckst?", fragte sie die mutmaßliche Täterin.

Das Früchtchen zuckte mit den Schultern.

"Ich bin gern immer erreichbar."

"Dann kannst du mir ja bestimmt die Passwörter nennen, oder?"

"Mein Gedächtnis ist nicht das beste."

Inzwischen hatten allerdings schon die wahren Besitzer der Telefone den Verlust ihrer Geräte auf der Polizeistation gemeldet, sodass sie ihr Eigentum zurückbekommen konnten. Mona tippte die Strafanzeigen und setzte später gemeinsam mit Enno die ertappten Täter in die Fähre nach Emden. Von dort waren sie am Morgen gekommen. Wie so viele andere Kleinkriminelle hatten sie versucht, als Tagestouristen getarnt auf der Insel Beute zu machen.

Diesmal waren die Kommissare im Dienstwagen unterwegs. Auf dem Rückweg zur Wache kamen sie natürlich wieder am Tüskendördeich vorbei.

"Einen Faltklappanker braucht man in der Sportschifffahrt", murmelte Mona vor sich hin.

"Ja, sicher. Worauf willst du hinaus?"

"Auf nichts Bestimmtes, Enno. Das war nur so ein Gedanke."

Doch in Wirklichkeit reifte in Mona ein Plan. Sie verriet allerdings ihrem Kollegen noch nichts davon. Er mochte es nicht, wenn sie Alleingänge startete. Und die Kommissarin musste sich selbst gegenüber zugeben, dass ihre Soloaktionen schon öfter schiefgegangen waren. Vor nicht allzu langer Zeit war sie bei einer solchen Gelegenheit mit einer Pistole bedroht und gefesselt worden.

Aber diesmal will ich mich ja nur umhören , sagte Mona zu sich selbst.

Nachdem der Papierkram erledigt war, wünschte sie Enno einen schönen Feierabend und fuhr zu ihrer Wohnung in der Walfangerstrate. Dort vertauschte sie ihre Jeans und das T-Shirt gegen ein Sommerkleid, über das sie eine leichte weiße Strickjacke zog. Mona betrachtete sich kritisch in ihrem großen Spiegel. Sie hoffte, nicht wie eine Zivilfahnderin der Polizei auszusehen. Doch sie fand es schwierig, sich selbst objektiv zu beurteilen.

Also ging sie zu ihrer Vermieterin hinunter. Frau Klasing gehörte das Haus, und sie vermietete mehrere Ferienwohnungen darin. Mona war ihre einzige ganzjährige Mieterin.

"Moin, Frau Klasing. Wie sehe ich aus?"

Die Kommissarin stellte diese Frage, während sie sich einmal um die eigene Achse drehte. Die ältere Frau schmunzelte.

"Richtig schick, Mona. Bist du auf Männerfang?"

Sie überhörte die Bemerkung.

"Also wirke ich nicht wie eine Polizistin?", hakte sie nach.

Frau Klasing schüttelte heftig den Kopf.

"Das wollte ich nur wissen", erklärte Mona. "Ich wünsche noch einen schönen Abend."

Sie schnappte sich ihre Handtasche und schwang sich wie

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