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Friesenkoch. Ostfrieslandkrimi von Jorritsma, Sina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.12.2019
  • Verlag: Klarant
eBook (ePUB)
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Friesenkoch. Ostfrieslandkrimi

Die Rückkehr auf seine Heimatinsel Borkum endet für den Starkoch Tiemo Kopper mit dem Tod. Die Umstände sind bizarr, denn beim Abschmecken seines eigenen Gerichts bricht der Koch vor laufenden Kameras leblos zusammen. Angerichtet hatte er ausgerechnet einen Kugelfisch, der bei falscher Zubereitung tödlich ist. Wieso hat der Friesenkoch die gefährliche und hierzulande illegale japanische Fisch-Spezialität gewählt? Hat er sich versehentlich während seiner Fernsehshow selbst vergiftet oder steckt ein abgebrühter Mordplan dahinter? Die Kommissare Mona Sander und Enno Moll stoßen in ihren Ermittlungen auf eine Reihe an Verdächtigen, die sich wie durch Zufall alle derzeit auf der ostfriesischen Insel aufhalten ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 06.12.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783965861060
    Verlag: Klarant
    Größe: 377 kBytes
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Friesenkoch. Ostfrieslandkrimi

Kapitel 1

Kommissarin Mona Sander war der Appetit vergangen. Sie rümpfte die Nase, als ihr ein Silbertablett mit "provencalischen Heringshäppchen" präsentiert wurde.

"Nein, danke. Mir ist schon schlecht."

Oberkommissar Enno Moll stand direkt neben ihr. Er blinzelte seiner Kollegin freundlich zu und knuffte sie sanft in die Flanke.

"Komm schon, Mona. Sei nett."

Sie rollte genervt mit den Augen und strich ihre widerspenstigen rotblonden Haare zurück.

"Dafür gibt es ja wohl überhaupt keine Veranlassung, mein Lieber! Wir spielen hier die Bodyguards für einen selbstgefälligen Möchtegern-Star ..."

"Tiemo Kopper dürfte momentan wohl der berühmteste Sohn Borkums sein", fiel Enno ihr ins Wort. "Seine Kochshows im Fernsehen erzielen Traumquoten, und er hat eine große Anhängerschaft in den sozialen Medien."

"Das ist mir doch egal!", fauchte die Kommissarin. "Nur wegen diesem Kerl hat der Chef uns dazu gezwungen, uns in Schale zu werfen. Und nun sehen wir aus wie Schießbudenfiguren!"

"Ich finde, dass dir dein Kostüm sehr gut steht", sagte Enno mit seiner üblichen Bärenruhe. Mona blickte an sich herab. Sie trug ein taubengraues Geschäftskostüm mit knielangem Rock, dazu eine hochgeschlossene weiße Bluse. Die Kommissarin kam sich vor wie bei einem Bewerbungsgespräch für eine Anstellung bei der Sparkasse. Normalerweise bevorzugte sie legere Kleidung. Jeans und Rollkragenpullover passten ihrer Meinung nach besser zu Borkum als ihre formelle Montur.

Auch Enno hatte für die aktuelle Aufgabe seine geliebte schäbige Lederjacke ablegen müssen und seinen schwarzen Anzug angezogen, den er normalerweise nur auf Beerdigungen trug. Nach Monas Meinung erinnerte ihr hochgewachsener und beleibter Kollege momentan an einen ostfriesischen Bauern, der sich als FBI-Agent verkleiden wollte. Obwohl Mona für ihr vorlautes Mundwerk berüchtigt war, hätte sie Enno niemals damit aufgezogen. Sie verstand sich mit ihm so gut wie mit keinem anderen Menschen auf der Welt.

Mona warf einen sehnsüchtigen Blick durch die hohen Panoramafenster. Der Beherbergungsbetrieb befand sich unmittelbar oberhalb der Borkumer Promenade. Dahinter breitete sich die Nordsee bis zum Horizont aus, an dem momentan ein postkartenreifer Sonnenuntergang stattfand. Die Kommissarin beglückwünschte sich selbst wieder einmal dazu, auf einer so schönen Insel wie Borkum wohnen und arbeiten zu dürfen. Dieser Gedanke würde es ihr hoffentlich leichter machen, die nächsten Stunden zu überstehen.

Mona verabscheute nämlich Kochshows. Als TV-Zuschauerin boykottierte sie diese Sendungen. Und nun musste sie auch noch Leibwächterin für diesen überheblichen Küchenstar Kopper spielen!

Es war, als ob sie durch ihre Gedanken den Spitzenkoch angelockt hätte. Nun kam nämlich Kopper in seiner blütenweißen Kochjacke auf sie und Enno zugeschlendert.

"Na, Herr Wachtmeister?" Kopper klopfte Monas Dienstpartner gönnerhaft auf die Schulter. "Hast du die Lage im Griff?"

"Herr Moll ist Kriminaloberkommissar!", blaffte sie, bevor Enno etwas entgegnen konnte. Dabei warf sie dem Koch einen Unheil verkündenden Blick zu.

Kopper blickte auf die Kommissarin hinab.

"Die Kleine ist wohl mit dem falschen Fuß aufgestanden", gab er mit spöttischem Unterton von sich.

Niemand außer Enno durfte es wagen, Mona wegen ihrer geringen Körpergröße aufzuziehen. Und er tat es auch stets nur in freundschaftlicher Absicht, was man von dem TV-Star nicht behaupten konnte. Kopper zeigte nur allzu deutlich, dass er sich allen anderen Anwesenden haushoch überlegen fühlte. Sein Tross an Mitarbeitern, die mit ihm angereist waren, dienerte ohnehin vor ihm. Für Mona war das ein weiterer Grund, sich von diesem Kerl garantiert nichts gefallen zu lassen.

Enno, der die berüchtigten Temperamentsausbrüche seiner Kollegin kannte, schob sich schnell zwischen Kopper und Mona.

"Wir konnten noch kei

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