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G.F. Barner 26 - Western Die Todgeweihten von Barner, G. F. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.05.2015
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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G.F. Barner 26 - Western

Packende Romane über das Leben im Wilden Westen, geschrieben von einem der besten Autoren dieses Genres. Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. Interessiert? Dann laden Sie sich noch heute seine neueste Story herunter und das Abenteuer kann beginnen. Die Furcht, die wie ein Gespenst ist, hat er nie so stark empfunden wie jetzt. Sein Pferd schnaubt nur einmal, dann hält er ihm die Nüstern zu. Vor ihm liegt die Handelsranch mit ihren dunklen Gebäuden einsam in der Nacht. Nur die eine Laterne auf dem Hof brennt noch, aber das Licht reicht aus, um die Männer zu zeigen, die diesen einsamen Platz bevölkern. Gus Phillips ahnt den Tod, darum die Furcht, darum der schnelle Griff nach den Nüstern des Pferdes. Und der Gedanke ist nun da, der ihn zur panikartiken Flucht treibt: In zwei Minuten bist du vielleicht tot, Gus! Einen Moment zuckt seine Hand, will die Zügel herumreißen. Dann erstirbt auch diese Bewegung. Gus Phillips ist erstarrt. Es ist seltsam, dass er kein Misstrauen spürt, er hat nur das Gefühl, endlich Gewissheit zu haben. Brown und ein Dutzend Blaujacken, ein Dutzend Yankees in ihren neuen Uniformen. Das Gelb ihrer Halstücher leuchtet im Laternenlicht zu Gus hinüber, dem die Angst die Kehle zuschnürt. Verrat, denkt er, und die Erstarrung fällt von ihm ab wie ein Tuch, das der Wind davonflattern lässt. Verrat.

G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde quasi als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Sein überragendes Werk beläuft sich auf 764 im Martin Kelter Verlag erschienene Titel. Seine Leser schwärmen von Romanen wie 'Torlans letzter Ritt', 'Sturm über Montana' und ganz besonders 'Revolver-Jane'. Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. So unterschiedliche Romanreihen wie 'U. S. Marines' und 'Dominique', beide von ihm allein geschrieben, beweisen die Vielseitigkeit dieses großen, ungewöhnlichen Schriftstellers.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 19.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863777463
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Serie: G. F. Barner Bd.26
    Größe: 713 kBytes
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G.F. Barner 26 - Western

Die Furcht, die wie ein Gespenst ist, hat er nie so stark empfunden wie jetzt.

Sein Pferd schnaubt nur einmal, dann hält er ihm die Nüstern zu.

Vor ihm liegt die Handelsranch mit ihren dunklen Gebäuden einsam in der Nacht. Nur die eine Laterne auf dem Hof brennt noch, aber das Licht reicht aus, um die Männer zu zeigen, die diesen einsamen Platz bevölkern.

Gus Phillips ahnt den Tod, darum die Furcht, darum der schnelle Griff nach den Nüstern des Pferdes. Und der Gedanke ist nun da, der ihn zur panikartiken Flucht treibt: In zwei Minuten bist du vielleicht tot, Gus!

Einen Moment zuckt seine Hand, will die Zügel herumreißen. Dann erstirbt auch diese Bewegung. Gus Phillips ist erstarrt. Es ist seltsam, dass er kein Misstrauen spürt, er hat nur das Gefühl, endlich Gewissheit zu haben.

Brown und ein Dutzend Blaujacken, ein Dutzend Yankees in ihren neuen Uniformen. Das Gelb ihrer Halstücher leuchtet im Laternenlicht zu Gus hinüber, dem die Angst die Kehle zuschnürt.

Verrat, denkt er, und die Erstarrung fällt von ihm ab wie ein Tuch, das der Wind davonflattern lässt. Verrat.

Keine Vermutung, die Gewissheit ist es, als er an Byers denkt, den sie mit sieben Mann fanden - und alle tot, nicht mal begraben. Jenseits des Red River acht Tote im Sand, auf deren grauen Uniformen der Staub sich mit dem Blut vermischt hatte.

Der Schreck ist vorbei, die Furcht erlischt wie die Flamme einer ausgedrückten Kerze. Noch ist er nicht fähig, eiskalt zu überlegen, aber er denkt auch plötzlich nicht mehr an Flucht, sondern an Captain Easton, an vierzehn Mann und einen Nachschubweg der Unionstruppen, die diese Männer sich auf ihre Art ansehen wollen.

Sie brauchen Pferde für dieses Unternehmen im Rücken der Unionstruppen. Und Brown, dem die Handelsranch gehört und der ständig zwei Dutzend Pferde in den Corrals hat, will sie ihnen liefern.

Ersatzpferde für eine Gruppe Südstaatler.

Jetzt aber sind Yankees hier, Männer der Unionsarmee, die Todfeinde aller Rebellen aus dem Süden.

Schweinehund, denkt Gus voller Zorn. Byers vertraute dir und deinem Bruder. Captain Easton hat recht behalten mit seiner Vermutung, dass du auf zwei Schultern trägst. Es lohnt sich nicht mehr, dem Süden und den Rebellen zu helfen, was? Der Krieg ist verloren. Das denkst du, darum bist du zum Verräter geworden.

Captain Easton hat ihn hergeschickt, einen Mann, der angeblich aus dem Norden kommt, ein glühender Hasser der Rebellen ist, aber der Mann Phillips ist ein Südstaater, auch wenn er wie ein Yankee spricht. Phillips ist Spion. Er soll herausfinden, ob Brown wirklich ein Verräter ist.

Jetzt glaubt Gus Phillips es zu wissen, es gibt keinen Zweifel mehr.

Warum sonst hat Brown ihm den Auftrag gegeben, mit dem Wagen zur Stadt zu fahren, siebzig Meilen weit, wie?

Ich sollte in der Stadt sein, wenn sie kamen, überlegte Phillips. Das ist es, darum hat er mich weggeschickt, aber er konnte es so wenig ahnen wie ich, dass ein Wagen brechen würde. Ich bin liegen geblieben, habe mir eins der Gespannpferde genommen und bin zurückgeritten. Zu früh, was Mr Brown?

In der Dunkelheit sind sie gekommen wie Diebe. Morgen früh wird der Tau alle Spuren getilgt haben. Und er hätte nichts gesehen, wenn er zurückgekommen wäre, nichts von dem nächtlichen Besuch dieser Yankees erfahren. Captain Easton aber würde in eine Falle geritten sein, um darin wie Byers zu sterben.

Gus würgt, er beugt sich vor, gleitet dann aus dem Sattel. Geräuschlos kommt er zu Boden, steht im feuchten Gras und zieht vorsichtig seinen schweren Gaul an den nächsten Baumstamm.

Er weiß jetzt, was er zu tun hat, der Corporal Gus Phillips, dem Brown sicherlich misstraut hat, obwohl er einen Pferdeknecht brauchte. Browns Interesse, das dem Vorleben von Phillips galt, der Stadt in Kansas, aus der Phillips stammt, den Freunden, die Gus hat - das Interesse eines Verräters, der möglichst viel über sein

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