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G.F. Barner 31 - Western Stadt ohne Gesetz von Barner, G. F. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.06.2015
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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G.F. Barner 31 - Western

Packende Romane über das Leben im Wilden Westen, geschrieben von einem der besten Autoren dieses Genres. Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. Interessiert? Dann laden Sie sich noch heute seine neueste Story herunter und das Abenteuer kann beginnen. Es sind Büsche, die die Reiter verdecken. Es sind auch ein paar kleine Felsen, hinter denen man Deckung finden könnte. Und der Mann, der auf einem dieser Felsen hockt und durch die Zweige des Busches herab auf den Rauch, den Corral und das schiefe Haus blickt, sagt heiser: 'Jetzt ißt er, Mike. Ich kann ihn sehen. Er stopft sich den Bauch voll, dieser verdammte Bursche.' 'Ja', sagt der Mann, der keine zehn Yard weiter zwischen vier anderen Männern sitzt. 'Man sagt, mit einem vollen Bauch hat man mehr Schmerzen, was?' Er ist semmelblond, sein Haar ist strähnig und glatt und zwei seiner Zähne ragen über die Oberlippe. Sie sind etwas zu lang, um ganz von der Unterlippe bedeckt zu werden, wenn er lächelt. Er mag hundertsiebzig Pfund wiegen, seine Nase ist scharf und leicht gekrümmt wie ein Adlerschnabel. Und seine Augen sehen bei näherer Betrachtung grau aus, mit einem kleinen Kreis gelber Punkte in der Iris. Die Augenbrauen sind farblos, und die Lippen voll. Wenn jemand, der Erfahrung in diesen Dingen hat, sein Gesicht sieht und die Lippen studiert, dann wird er wissen, was Mikel Todhunter ist: Ein Mann, der seinen wilden Gelüsten lebt und ihnen nachgeht. Er hat kaum Feinde, denn niemand denn niemand wäre so wahnsinnig, sich ihn zum Feind zu machen. Dafür hat er viele Freunde.

G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde quasi als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Sein überragendes Werk beläuft sich auf 764 im Martin Kelter Verlag erschienene Titel. Seine Leser schwärmen von Romanen wie 'Torlans letzter Ritt', 'Sturm über Montana' und ganz besonders 'Revolver-Jane'. Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. So unterschiedliche Romanreihen wie 'U. S. Marines' und 'Dominique', beide von ihm allein geschrieben, beweisen die Vielseitigkeit dieses großen, ungewöhnlichen Schriftstellers.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 23.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959790079
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Serie: G.F. Barner Bd.31
    Größe: 607 kBytes
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G.F. Barner 31 - Western

Es sind Büsche, die die Reiter verdecken. Es sind auch ein paar kleine Felsen, hinter denen man Deckung finden könnte.

Und der Mann, der auf einem dieser Felsen hockt und durch die Zweige des Busches herab auf den Rauch, den Corral und das schiefe Haus blickt, sagt heiser:

"Jetzt ißt er, Mike. Ich kann ihn sehen. Er stopft sich den Bauch voll, dieser verdammte Bursche."

"Ja", sagt der Mann, der keine zehn Yard weiter zwischen vier anderen Männern sitzt. "Man sagt, mit einem vollen Bauch hat man mehr Schmerzen, was?"

Er ist semmelblond, sein Haar ist strähnig und glatt und zwei seiner Zähne ragen über die Oberlippe. Sie sind etwas zu lang, um ganz von der Unterlippe bedeckt zu werden, wenn er lächelt. Er mag hundertsiebzig Pfund wiegen, seine Nase ist scharf und leicht gekrümmt wie ein Adlerschnabel. Und seine Augen sehen bei näherer Betrachtung grau aus, mit einem kleinen Kreis gelber Punkte in der Iris. Die Augenbrauen sind farblos, und die Lippen voll.

Wenn jemand, der Erfahrung in diesen Dingen hat, sein Gesicht sieht und die Lippen studiert, dann wird er wissen, was Mikel Todhunter ist: Ein Mann, der seinen wilden Gelüsten lebt und ihnen nachgeht.

Er hat kaum Feinde, denn niemand wäre so wahnsinnig, sich ihn zum Feind zu machen. Dafür hat er viele Freunde. Zum Beispiel diese fünf Männer, die für die Flying-H-Ranch reiten.

Im Augenblick rauchen sie alle.

Und das sagt genug, denn sie rauchen seine Zigarren. Man kann sich auf diese Art Freunde machen, wenn der Boß keine besseren Zigarren raucht als seine Leute, wenn er keinen besseren Whisky trinkt als sie. Und wenn er ihre Streiche lächelnd hinnimmt. Es fragt sich nur, ob man etwas aus Freude verschenkt, oder ob man dabei berechnend ist. Mikel Todhunter ist berechnend. Er weiß, wie man sich Freunde macht, wie man Feinde behandelt und unbeliebte Burschen klein bekommt. Es kostet Lächeln, Geschenke und Reden. Und jetzt redet er.

"Budd, wo hat er das Brandeisen gelassen?" fragt er sanft, und seine blassen Augenbrauen ziehen sich leicht hoch. "Hast du den Brand wirklich nicht erkennen können?"

"Es ist selbst für mein Glas zu weit, Mikel", sagte der Mann an dem Busch ruhig. "Aber sein Brandeisen hat er in den Stall gebracht. Rechts, gleich neben der Tür, ist ein Brett. Da hat er es hingelegt. Nun ißt er sich den Bauch voll. Und dann wird er das tun, was er jeden Mittag macht. Er wird sich hinlegen und seinen Bauch ausruhen, die Augen zumachen und schlafen. Und sicher wird er von Ireen träumen."

"Danach hatte ich nicht gefragt", sagt Mikel Todhunter heiser.

Und als er das sagt, klingt die Gereiztheit eines eitlen Mannes mit, der glaubt, jede Frau wird ihm nachlaufen. Er ärgert sich seit über zwei Jahren. Und der Ärger war wie ein schleichendes Gift, das sich in sein Blut fraß.

Er denkt an Ireen Dunhart, wie sie damals hieß. Er denkt an ihre Kostüme, die sie auf der Bühne trug. Und er brannte beinahe lichterloh. Sie war kein Backfisch, sie war das, was man eine Frau nennt.

Und als er zu wild und zudringlich wurde, gab sie ihm zwei Ohrfeigen.

Jetzt wird er wieder ärgerlich, beinahe wild.

"Dieser Hundesohn!" sagt er bissig und scharf. "Steven Clay hat gegrinst, als er mich sah und er sie geheiratet hatte. Er hat mich nur angegrinst. Fast hätte ich mich auf ihn gestürzt. Aber ich war allein. Und er hat Kräfte wie ein Bär.

Auch mit seinem Colt war und ist er schneller als ich. Der Teufel soll ihn holen, ich werde ihn zerbrechen, diesen Viehdieb. Jeder Mann hier weiß, daß er vier Brandzeichen hat. Welcher anständige Mann hat schon vier Zeichen, heh? Und sicher hat er gerade eins meiner Rinder umgebrannt."

Er wirft seine Zigarre zu Boden und zertritt sie zu einem Torso von Blättern und Asche.

"Reiten wir hinten herum", sagt er grimmig. "Ich werde den Burschen besuchen. Und wenn er uns nicht beweisen kann, daß es nicht unser Rind ist..."

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