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G.F. Barner 6 - Western Jim unter Wölfen von Barner, G. F. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.12.2014
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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G.F. Barner 6 - Western

Packende Romane über das Leben im Wilden Westen, geschrieben von einem der besten Autoren dieses Genres. Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. Interessiert? Dann laden Sie sich noch heute seine neueste Story herunter und das Abenteuer kann beginnen. Es knackte einmal, aber es war nicht das Holz des Feuers. Es klang scharf und trocken wie ein Revolver- oder Gewehrhammer im Rücken von Jim Copper, und der Sand zwischen Pedrigosa und El Capitan, irgendwo am Rande der Gila-Wüste, hatte nicht mal geknirscht.Jim saß ganz still. Er fühlte sich wie ein Hund bei Gewitter, wenn die elektrische Aufladung der Luft die Haare hochstehen ließ. Wer immer es war, der hinter Jim aus dem mageren Kakteensaum getreten war, er war keine sechs Schritt entfernt, verflucht zu nahe, um Jim eine Chance zu lassen. Jim starrte auf die Pfanne, die Flammen und den Speck, schönen, durchwachsenen Bauchspeck, leicht angeräuchert und gut abgehangen. Die Speckstreifen schwammen im Fett, die Bohnen garten bereits. Und Jim hielt sein Messer in der Hand. Damit hatte er die Speckstreifen und die Bohnen gewendet. 'Lass fallen!', sagte der Mann sanft. Er hatte eine verflucht freundliche Stimme - zu freundlich, um wirklich harmlos zu sein. 'Aber drüben hin - wirf mal ein bisschen - nur nicht hierher, klar?' Jim sagte nichts, er hielt das Messer am Heft. Das war schon mal schlecht. Man musste ein Messer an der Spitze fassen, wenn man werfen wollte. 'Na?' Der sprach nun etwas schärfer, etwas näselnd, etwas lauernd. 'Ja', sagte Jim. Er hatte einen Kloß im Hals und keinen Hunger mehr. Dann warf er das Messer über das Feuer und die brutzelnden Speckscheiben in den Sand. Er warf es aus der hohlen Hand, sodass der Stahl kurz im Flammenschein blinkte und die Klinge dann mit der Spitze zuerst in den Sand eindrang. Das Messer blieb so stecken, dass Jim es, wenn er zum Sprung kam, am Griff packen und sich wehren konnte.

G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde quasi als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Sein überragendes Werk beläuft sich auf 764 im Martin Kelter Verlag erschienene Titel. Seine Leser schwärmen von Romanen wie 'Torlans letzter Ritt', 'Sturm über Montana' und ganz besonders 'Revolver-Jane'. Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. So unterschiedliche Romanreihen wie 'U. S. Marines' und 'Dominique', beide von ihm allein geschrieben, beweisen die Vielseitigkeit dieses großen, ungewöhnlichen Schriftstellers.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 30.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863774950
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Serie: G. F. Barner H.6
    Größe: 807 kBytes
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G.F. Barner 6 - Western

Es knackte einmal, aber es war nicht das Holz des Feuers. Es klang scharf und trocken wie ein Revolver- oder Gewehrhammer im Rücken von Jim Copper, und der Sand zwischen Pedrigosa und El Capitan, irgendwo am Rande der Gila-Wüste, hatte nicht mal geknirscht.

Jim saß ganz still. Er fühlte sich wie ein Hund bei Gewitter, wenn die elektrische Aufladung der Luft die Haare hochstehen ließ.

Wer immer es war, der hinter Jim aus dem mageren Kakteensaum getreten war, er war keine sechs Schritt entfernt, verflucht zu nahe, um Jim eine Chance zu lassen.

Jim starrte auf die Pfanne, die Flammen und den Speck, schönen, durchwachsenen Bauchspeck, leicht angeräuchert und gut abgehangen. Die Speckstreifen schwammen im Fett, die Bohnen garten bereits. Und Jim hielt sein Messer in der Hand. Damit hatte er die Speckstreifen und die Bohnen gewendet.

"Lass fallen!", sagte der Mann sanft. Er hatte eine verflucht freundliche Stimme - zu freundlich, um wirklich harmlos zu sein. "Aber drüben hin - wirf mal ein bisschen - nur nicht hierher, klar?"

Jim sagte nichts, er hielt das Messer am Heft. Das war schon mal schlecht. Man musste ein Messer an der Spitze fassen, wenn man werfen wollte.

"Na?"

Der sprach nun etwas schärfer, etwas näselnd, etwas lauernd.

"Ja", sagte Jim. Er hatte einen Kloß im Hals und keinen Hunger mehr.

Dann warf er das Messer über das Feuer und die brutzelnden Speckscheiben in den Sand. Er warf es aus der hohlen Hand, sodass der Stahl kurz im Flammenschein blinkte und die Klinge dann mit der Spitze zuerst in den Sand eindrang. Das Messer blieb so stecken, dass Jim es, wenn er zum Sprung kam, am Griff packen und sich wehren konnte.

"Sitz ganz still, die Hände in den Sand! Streck sie jetzt aus, aber nicht seitlich, nur nach vorn, Junge!"

Verflucht, dachte Jim, der versteht es. Wer ist der Hundesohn? Jim beugte sich vor. Hätte er die Arme seitwärts ausstrecken können, hätte er vielleicht eine Chance bekommen, den Kerl zu packen, wenn er ihm zu nahe kam. Jetzt war es vorbei damit. Er beugte sich nach vorn und legte die Hände auf den groben Sand. Dann wartete er - der Mann musste kommen.

Jim lauschte - der Mann schwieg, er kam nicht, oder?

Er kam doch, aber es gab kein Knirschen von Sand unter Stiefelsohlen. Es gab nur ein leises Scheuergeräusch.

Der ist barfuß, dachte Jim verstört. Warum ist er barfuß? Kein Mensch geht in der Wüste zwischen Vipern, Skorpionen und Gilatieren barfuß. Teufel, er ist gleich hinter mir und wird mir eins über den Schädel knallen, wetten?

Der Feuerschein war zu hell. Der Mond stand hinter Jim, er hätte den Schatten des Mannes sonst an Jim vorbei über den Sand geworfen. So vertrieb das Flammenspiel des Lagerfeuers jenen Schatten, der Jim vor etwas gewarnt hätte.

"Ein feiner Platz", sagte der Mann näselnd. Er musste kaum zwei Schritt entfernt sein. "Du bist von Pedrigosa gekommen, he? Das ist ein ziemlich weiter Weg bisher, schätze ich. Was hast du in Pedrigosa gemacht?"

Die Stimme, grübelte Jim, wo habe ich die Stimme schon mal gehört?

Da war ein Stück Erinnerung an irgendein Nest drüben in Mexiko, an einen Saloon, aber mehr fiel Jim jetzt nicht ein.

"Na, was hast du da gemacht, Copper?"

Also doch, der Mann kannte ihn, und er fragte, also wusste er etwas von dem, was Jim in Pedrigosa getan hatte. Was hätte es sonst für einen Grund haben sollen, dass er ihm gefolgt war? Dabei hatte Jim mit beiden Pferden einen Tagesritt hinter sich gebracht, der jeden Verfolger abschütteln sollte. Anscheinend war es ihm doch nicht gelungen.

Das Scheuern setzte wieder ein, der Mann kam näher und redete jetzt schneller. Jim hörte das seltsame Gleiten auf dem Sand, obgleich der Bursche immer schneller sprach.

"Bist du stumm, Copper? Lass mich mal raten, was du in Pedrigosa gemacht haben könntest? Dort wohnen ein paar lausige Greaser, ziemlich arme Figuren, wie? Reich ist

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