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G.F. Barner 75 - Western Eine Handvoll Leben von Barner, G. F. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.04.2016
  • Verlag: Kelter
eBook (ePUB)
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G.F. Barner 75 - Western

Packende Romane über das Leben im Wilden Westen, geschrieben von einem der besten Autoren dieses Genres. Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. Interessiert? Dann laden Sie sich noch heute seine neueste Story herunter und das Abenteuer kann beginnen. Handschellen klirren, Pferde prusten. Mondlicht fällt unter die Plane mit den großen Blockbuchstaben US ARMY. Der Wagen hält ruckartig, durch die fünf Männer geht ein kurzes Rütteln. Hinten springt Blunt, der eine Wachposten, ab. Auf dem Bock erhebt sich Corporal Dobson. Er greift nach dem Eisentopf und dem Stahldreibein. Das Essen für die Wachmannschaft und fünf Gefangene wird gleich warm gemacht werden. Der erste Gefangene an der Kastenwand des Wagens heißt Mallings.

G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde quasi als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Sein überragendes Werk beläuft sich auf 764 im Martin Kelter Verlag erschienene Titel. Seine Leser schwärmen von Romanen wie 'Torlans letzter Ritt', 'Sturm über Montana' und ganz besonders 'Revolver-Jane'. Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. So unterschiedliche Romanreihen wie 'U. S. Marines' und 'Dominique', beide von ihm allein geschrieben, beweisen die Vielseitigkeit dieses großen, ungewöhnlichen Schriftstellers.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 26.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740902162
    Verlag: Kelter
    Größe: 318 kBytes
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G.F. Barner 75 - Western

Handschellen klirren, Pferde prusten. Mondlicht fällt unter die Plane mit den großen Blockbuchstaben US ARMY. Der Wagen hält ruckartig, durch die fünf Männer geht ein kurzes Rütteln. Hinten springt Blunt, der eine Wachposten, ab. Auf dem Bock erhebt sich Corporal Dobson. Er greift nach dem Eisentopf und dem Stahldreibein.

Das Essen für die Wachmannschaft und fünf Gefangene wird gleich warm gemacht werden.

Der erste Gefangene an der Kastenwand des Wagens heißt Mallings. Er war einmal Quartermaster-Sergeant, Dienststellenvorgesetzter des Armeenachschubdepots in Fort McLane. Hager, düster, verkniffen sitzt er da. Militärsträfling Mallings ausgestoßener, verachteter Halunke. Nicht besser ist es mit den beiden anderen an dieser Seite. Redcliff heißt der nächste Mann. Er ist mittelgroß, hat wenig Haare auf dem Kopf und helle Fischaugen. Einen Platz weiter Edward Jones. Er ist kaum zwanzig, blond und blaß. Er ist der Vetter von Mallings, hat im Depot gearbeitet und bei dessen Schiebungen mitgemischt. Armeegut verschiebt man nicht, schon gar nicht Waffen.

Da plagt die Armee sich ab, mit den Apachen fertig zu werden, und gewissenlose Kerle wie Mallings verkaufen Beutegewehre aus den Beständen der geschlagenen Südstaatenarmeen an Indianer. Darauf steht der Strang. Das weiß der Junge inzwischen, aber er hat es nicht gewußt, als er als Rekrut zur Armee kam und ihm sein Vetter Mallings einen Druckposten verschaffte. Der Junge ist in die verdammte Geschichte nur hineingeschlittert. Wenn sie nach Fort Bliss kommen, ist alles aus. Dort wird man sie aufhängen. Sie, die drei Armeeangehörigen - und die beiden anderen gegenüber.

Dort hockt Lewis Parson, ein dicklicher Mann, aber beweglich. Indianeragent für die Armee ist er gewesen. Neben Parson dessen Gehilfe Ted Ashburn, ein zwielichtiger Typ mit tückisch funkelnden Augen und einem schnellen Revolver. Sie fallen beide unter die Militärgerichtsbarkeit. Darum werden sie auch neben den anderen hängen und den Tag verfluchen, an dem sie den Indianern Waffen verkauften.

Als Dobson den Topfdeckel lüftet, stößt Mallings ein Schnaufen aus.

"Dieser Gestank!" flucht er. "Bohnen, immer Bohnen! Freßt es selbst, ihr Bluthunde!"

Corporal Dobson fährt herum und hat mit einem Griff die Peitsche an sich gerissen. Dann holt er aus. Der Peitschenstiel knallt Mallings über Rücken und Kopf.

"Du meckerst noch, Satansbraten?" grollt Dobson. "Totschlagen sollte man dich und deinesgleichen. Hast du dich mal gefragt, wieviel Zivilisten und wie viele deiner Kameraden durch eure verfluchten Dreckgeschäfte mit Waffen umgekommen sind? Liefert ihnen Gewehre, den Roten, bestehlt die Armee wegen einer Handvoll Dollars. Durch den Fleischwolf sollte man euch drehen. Maul halten, sonst bekommt ihr Prügel statt was zu futtern!"

Dann steigt er ab und sieht den Führer der Gefangeneneskorte, First Sergeant Dick Owens, an. Der hat rasten lassen, weil die Pferde müde und die Männer hungrig sind. Sechs Mann Eskorte für fünf Gefangene.

"Der beschwert sich noch über das Essen, der Idiot", knirscht Dobson. "First, man sollte sie einfach hier aufhängen, was?"

"Ja", brummt Owens. "Die Kerle haben kein Gewissen, sage ich dir, Dobson. Na gut, mach ihnen das Essen warm!"

Zwei Mann haben schon das Feuer entfacht. Die Eskorte wird gleich heißen Kaffee bekommen. Für die Gefangenen gibt es nur Wasser, das ist Vorschrift.

Auf dem Wagen stiert Mallings seinen Kumpan Parson an.

"Du hast uns das eingebrockt, du mit deinem Leichtsinn", zischt er. "Jetzt kann ich sehen, wie ich..."

Er stemmt plötzlich die Beine an und dreht sich, so weit es die Handschellen zulassen. Seine Hände tasten am Saum der blauen Gefangenenhose herum. Es knirscht, als risse Stoff entzwei. Und dann...

Dann sinkt Jay Mallings zurück. Er hängt schief an den Schellen.

"Habt ihr nicht gedacht, was?" keucht Mallings. "Freunde muß man haben, klar? Ich hatt

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