text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

G.F. Barner 86 - Western Sein Mörder kam aus Amarillo von Barner, G. F. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.10.2016
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
1,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

G.F. Barner 86 - Western

Packende Romane über das Leben im Wilden Westen, geschrieben von einem der besten Autoren dieses Genres. Begleiten Sie die Helden bei ihrem rauen Kampf gegen Outlaws und Revolverhelden oder auf staubigen Rindertrails. Interessiert? Dann laden Sie sich noch heute seine neueste Story herunter und das Abenteuer kann beginnen. Larry Leene sah den Baum auf dem Hügel oberhalb der Häuser von Amarillo. Er sah den Ast und den Strick. Er sah den Mann mit den Beinen ausstoßen und die Hände. Sie zogen an einem Ende des Strickes. Und am anderen Ende hing William C. Parrow. Sie zogen ihn mit ihren Händen hoch und sahen zu, wie er starb. Und sie hatten kein Mitleid, denn sie haßten ihn wie die Pest, den Aussatz oder Kiowa-lndianer. William C. Parrow mußte sterben, weil er drei Männer umgebracht hatte und nie etwas anderes als ein räudiger Dieb gewesen war. Er starb, wie er gelebt hatte: wild wie ein Wolf, bösartig wie eine angeschossene Raubkatze und zuletzt noch auf seine Henker spuckend. 'Larry - he, Larry, denkst du wieder an Parrow?' 'Ja', sagte Leene und öffnete die Augen. Das grausige Bild war verschwunden. Unter ihm lagen seine Corrals, grasten seine Pferde. 'Ja, Cloddy?'

G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde quasi als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Sein überragendes Werk beläuft sich auf 764 im Martin Kelter Verlag erschienene Titel. Seine Leser schwärmen von Romanen wie 'Torlans letzter Ritt', 'Sturm über Montana' und ganz besonders 'Revolver-Jane'. Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. So unterschiedliche Romanreihen wie 'U. S. Marines' und 'Dominique', beide von ihm allein geschrieben, beweisen die Vielseitigkeit dieses großen, ungewöhnlichen Schriftstellers.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 25.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740910372
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 325 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

G.F. Barner 86 - Western

Larry Leene sah den Baum auf dem Hügel oberhalb der Häuser von Amarillo. Er sah den Ast und den Strick. Er sah den Mann mit den Beinen ausstoßen und die Hände. Sie zogen an einem Ende des Strickes. Und am anderen Ende hing William C. Parrow.

Sie zogen ihn mit ihren Händen hoch und sahen zu, wie er starb.

Und sie hatten kein Mitleid, denn sie haßten ihn wie die Pest, den Aussatz oder Kiowa-lndianer.

William C. Parrow mußte sterben, weil er drei Männer umgebracht hatte und nie etwas anderes als ein räudiger Dieb gewesen war. Er starb, wie er gelebt hatte: wild wie ein Wolf, bösartig wie eine angeschossene Raubkatze und zuletzt noch auf seine Henker spuckend.

"Larry - he, Larry, denkst du wieder an Parrow?"

"Ja", sagte Leene und öffnete die Augen. Das grausige Bild war verschwunden. Unter ihm lagen seine Corrals, grasten seine Pferde. "Ja, Cloddy?"

Cloddy "Klumpfuß" Pierce legte die Zeitung auf den Tisch. Er war alt und einmal der beste Pferdemann in Nordwest-Texas gewesen. Dann war ihm - so beschrieb er es - ein Pferd auf den Stelzen gefallen. Ein Mann mit einem Klumpfuß konnte keine Pferde mehr zureiten. Und so hatte Cloddy Pierce mit Larry Leene einen Vertrag gemacht, der Cloddy seine Hütte und sein Auskommen beließ, während Leene auf Cloddys Land eine Ranch aufbaute und sich um die Pferde kümmerte.

Nun waren sie Partner. Und Cloddy damit so zufrieden, daß er langsam faul wurde.

"Sahen sie wirklich zu?" fragte Cloddy neugierig. "Drei Söhne mußten zusehen, wie man ihren Vater lynchte? Du warst doch dabei?"

"Ja", sagte Leene düster. "Die Stadtleute hatten den Alten erwischt. Wir verfolgten seine beiden Söhne Clyde und Jefe und Osborn Parrow, seinen Neffen. Wir brachten sie gefesselt zurück und sahen aus der Ferne, was sich tat. Sie sahen es auch. Und dann schwor Clyde Parrow, der älteste Sohn des Alten, er würde Sam Howell genauso aufhängen, wenn er aus dem Jail käme."

"Zeitungen müssen immer lügen", meckerte Cloddy und zupfte an seinem dünnen Bart. "Warum schreiben sie denn, daß er drei Söhne hatte?"

"Er hatte drei. Der kleinste Parrow hieß Steve. Er war damals neun Jahre alt und hatte mit den Morden und Viehdiebstählen nichts zu schaffen. Wie sollte er auch."

"Ein Kind", brummte der Alte. "Well, dann müßte er jetzt neunzehn sein, wie? Zehn Jahre bekamen seine Brüder, und nun hat man sie aus dem Käfig in Houston gelassen. Ich denke, sie werden im Jail fromm geworden sein und als friedliche Bürger leben. Du nimmst Clyde Parrows Drohung gegen Sheriff Sam Howell doch nicht ernst?"

"Doch", sagte Leene nachdenklich. "Sam war monatelang hinter den Parrows her. Sie führten ihn an der Nase herum. Clyde Parrow machte ihm zum Vorwurf, daß er sie gehaßt und nur verfolgt hätte, damit die Leute aus Amarillo seinen Vater lynchen konnten. Ich war damals neunzehn, so alt wie Steve Parrow heute. Es war mein erstes Aufgebot, aber ich habe es nie vergessen - nie, Cloddy. Man schob die Morde Clyde Parrow in die Stiefel, doch der Alte nahm, ehe sie ihn aufhängten, alle Schuld auf sich. Darum bekamen die anderen auch nur zehn Jahre."

"Und - meinst du, der Alte hatte mit den Morden nichts zu tun?"

"Sam meinte es", antwortete Leene. "Ich glaubte es auch. Wenn die Zeitungsmeldung stimmt, müßten die Parrows jetzt in Amarillo sein. Ich hörte mal, der junge Steve lebe allein auf der alten Parrow Ranch. Seine Mutter starb vor fünf Jahren. Verwandte besaß er nicht mehr. Er wird auf seine Brüder gewartet haben. Die Parrows hielten immer wie Pech und Schwefel zusammen."

Leene erhob sich, trat ans Fenster. Der Himmel war voll tiefhängender dunkler Wolken, die der Nordweststurm vor sich her trieb. Es war das richtige Wetter, um seine Erinnerung an den Galgenbaum und die Parrows noch beklemmender zu machen.

"Denkst du an Sam Howell?" fragte Cloddy. "Du solltest dir keine Sorgen um Sam machen, Larry. Die Sache ist zehn Jahre her, S

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen